Infos

Der Osten Europas ist und bleibt ein spannendes Reiseziel – und die neuen EU-Nachbarn sind nun erst recht einen Besuch wert.

Anreise/Dokumente
Die schnellste Autobahnverbindung von Deutschland nach Slowenien führt über München, Salzburg, Villach und durch den Karawankentunnel. Neben der österreichischen Autobahnvignette (zehn Tage 7,60 Euro) fallen etwa 25 Euro an weiteren Gebühren für Tauern-, Katschberg- und Karawan-kentunnel an. Um Kilometer zu sparen, bietet sich von verschiedenen Stationen in Deutschland der Autoreisezug nach Villach an. Von Neu-Isenburg bei Frankfurt kostet die einfache Fahrt für eine Person im Liegewagen mit Motorrad ab 131 Euro. Infos unter Telefon 01805/241224 oder www.dbautozug.de. Für Aufenthalte bis drei Monate reicht der Personalausweis, sofern er noch mindestens drei Monate gültig ist. Ein deutscher Führerschein reicht aus, die grüne Versicherungskarte ist obligatorisch.

Tanken
Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist entlang der Hauptverkehrsstraßen überall im Osten Europas inzwischen flächendeckend; ebenso die Akzeptanz von Kreditkarten. Eurosuper kostet zwischen 0,85 Euro (Litauen) und 1,10 Euro (Ungarn) pro Liter.

Unterkunft
Reiseinfos über Osteuropa lassen sich nur schwer verallgemeinern – zu stark unterscheiden sich die Länder in Sachen Infrastruktur. Grundsätzlich verfügen Slowenien, Ungarn und Tschechien (die letzten beiden mit leichten Abstrichen) über einen annähernd westlichen Standard. Allenfalls in sehr abgelegenen Gegenden kann die Versorgungslage ein wenig dürftig sein – wie in Südeuropa. Hotels und Pensionen finden sich in jedem größeren Ort. Häufig werden auch Privatzimmer angeboten, die mit rund zehn bis 20 Euro konkurrenzlos günstig sind (auf Schilder an Häusern achten), die abend­-liche Verpflegungsfrage meistes aber offen lassen. Ansonsten muss man zwischen 20 und 35 Euro pro Nacht und Nase veranschlagen, an touristisch interessanten Orten sowie in Großstädten sind für eine Nacht auch mal 70 bis 100 Euro zu berappen. Ein Zelt und Schlafsack sorgen für eine größere Unabhängigkeit, besonders schöne Plätze finden sich in den Ausläufern der Alpen in Slowenien sowie am ungarischen Plattensee oder in den Karpaten. Für die erste Nacht in Slowenien empfiehlt sich das Hotel Kovac in Osilnica, www.kovac-kolpa.co, Telefon 00386/18941508.

Rumänien zählt dagegen zu den Armenhäusern Europas. Dort kann es passieren, dass die Suche nach einer Bleibe trotz einer immer besser werden­-den Infrastruktur mitunter etwas länger dauert.

Geld
Kreditkarten und Geldautomaten gehören im Osten inzwischen zum Alltag. Unpraktisch dagegen, dass Hoteliers und Gastronomen in Grenznähe oft nur die eigene Währung akzeptieren, nicht aber die des Nachbarlandes; auch nicht den Euro, der lediglich in Slowenien eingeführt wurde. In den anderen Ländern dürfen Reisende vorerst weiter hin und her rechnen. Generell gilt: Niemals schwarz tauschen, sondern die amtlichen Wechselstuben an den jeweiligen Grenzen anpeilen. Außerdem tauschen Hotels und Banken um. Über aktuelle Wechselkurse informieren größere Tageszeitungen oder unter www.waehrungsrechner.de schauen.

Länderinfos
Folgende Internetseiten informieren recht aus-führ­lich über die bereisten Länder: www.slovenia-tourism.si, www.ungarn-tourismus.de sowie www.slovakiatourism.sk, www.karpatenwilli.com/links.htm (Rumänien).

Literatur
Bei einer entsprechenden Tour durch diverse Länder ist man auf mehrere Reiseführer ange-wiesen. Damit diese nicht allzu viel Platz auf dem Motorrad beanspruchen, lohnt sich ein Blick in die kompakten, jeweils knapp 130 Seiten starken Marco-Polo-Führer, die dennoch sehr umfangreich informieren (www.marcopolo.de). Die Ausgaben »Slowenien«, »Ungarn«, »Rumänien« und »Slowakei« kosten je 8,95 Euro. Hilfreicher (zum Beispiel bei der Suche nach einem Zimmer) sind die »dicken« Werke von Reise Know-How oder aus dem Michael Müller Verlag. Nützlich sind auch die vom ADAC für Mitglieder kostenlos angebotenen Tour-Sets mit Übersichtskarten und brauchbaren Länder-infos. Überaus gute Karten (inklusive Reiseguide) kommen ebenfalls aus dem Hause Marco Polo: Die »Autokarten« im Maßstab von 1:303000 für je 7,50 Euro decken ganz Europa ab.
Anzeige

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote