Infos Reisedauer: zwei Tage; Gefahrene Strecke: zirka 500 km

Weil die Hotels klein und die Straßen schmal sind, hat Massentourismus in den apuanischen Alpen keine Chance. Das freut Individualisten, die hier ideale Bedingungen zum Motorradfahren, Wandern und Klettern finden.

Anreise und Region
Von München bis zum Ausgangspunkt der Tour in Pievepelago südlich von Modena sind es rund 600 Kilometer. In Italien heißt der nordwestliche Zipfel der Toskana auch Garfagnana, die apuanischen Alpen gelten als Teil davon. Die nahe, mondäne Mittelmeerküste wiederum nennt sich Versilia.Die vorgeschlagene Tour lässt sich in zwei Tagen bewältigen, aber mehr Zeit schadet nicht, denn es gibt viele weitere Stichstraßen zu Marmor-Steinbrüchen und Berghütten zu entdecken. Zudem locken Abstecher in den Apennin und ans Meer.

Reisezeit
Mai bis Oktober. Den August sollte man aber meiden, denn da haben die Italiener Ferien – das treibt die Preise in die Höhe und füllt die Straßen. Weil sich über den hohen Gipfeln der apuanischen Alpen warme Luftmassen aus Afrika auf die kalten Fronten aus dem Norden treffen, bauen sich gelegentlich schnell Gewitter auf.
Unterkunft
Grundsätzlich empfiehlt sich ein festes Quartier, denn eine voll beladene Fuhre kann den Spaß an den teils sehr engen Kurven und Kehren gründlich verderben. Entweder man sucht eine Bleibe im Landesinneren, wo es an kleinen Hotels und Pensionen, Bauernhöfen mit Zimmervermietung (agriturismo) und Zeltplätzen nicht mangelt (Infos unter http://garfagnanaturistica.info und unter www.parcapuane.it/turismo); die Preise liegen für Toskana-Verhältnisse eher niedrig (Doppelzimmer in Drei-Sterne-Hotels um 50 Euro). Oder man wählt sich ein Hotel an den nahen, aber teuren Meeresstränden zwischen Marina di Pisa im Süden und Carrara im Norden (Infos unter www.laversilia.it). Eine Spezialität in den apuanischen Alpen ist der Dinkel (farro), aus dem unter anderem ein schmackhaftes, leicht süßliches Bier gebraut wird.
Literatur
Im Tourismus-Büro von Castelnuovo di Garfagnana gibt es kostenlos eine brauchbare Karte und für 15 Euro einen ausgezeichneten Reiseführer der Garfagnana (auch auf Deutsch). Weitere Karten: Michelin Nr. 563, 1:400000, und Kompass »Alpi Apuane – Garfagnana« in 1:50000.
Sehenswert
Nicht verpassen sollte man die »Grotta del Vento«, eine der tiefsten und größten Tropfsteinhöhlen Italiens, sowie den einen oder anderen Marmor-Steinbruch (italienisch: »cava«), außerdem die Teufelsbrücke (ponte del diavolo) bei Borgo a Mozzano und die mittelalterliche Festung Verrucole bei San Romano in Garfagnana. Wer nicht von Motoren lassen kann, findet in Pontedera bei Pisa das Piaggio-Museum, geöffnet Mittwoch bis Samstag von zehn bis 18 Uhr, Eintritt frei. Zu den Exponaten gehören die Vespa-Modelle von 1946 bis heute sowie die berühmtesten Zweiräder der konzerneigenen Marke Gilera.
Organisierte Touren
Der italienische Veranstalter Stradanova bietet für rund 200 Euro eine Wochenendtour durch die apuanischen Alpen an, die zum Teil auf ungeteerten Wegen verläuft, und sich auch für große Zwei-zylinder-Enduros eignet. Die Tourguides sprechen Englisch und/oder Deutsch, www.stradanova.com.
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