Infos

Im Gegensatz zu den touristisch überlaufenen Alpen präsentieren sich die Pyre­näen viel einsamer und ursprünglicher. Vor allem die spanische Seite überrascht mit wundervollen Wegen und Pässen zum entspannten Motorradwandern.

Karte: Maucher
Anreise
Wer auf eigenen Rädern bis in die Pyrenäen fahren möchte, sollte für die lange Strecke genug Zeit einplanen. Von Köln bis Perpignan kommen über maut­pflichtige französische Autobahnen mindestens 1200 Kilometer zusammen. Stressfreier und beque­-mer ist die Anreise mit dem Autozug, der ein- bis zweimal pro Woche von verschiedenen deutschen Bahnhöfen bis Narbonne in Südfrankreich fährt. Pro Person und Motorrad kostet die einfache Fahrt von Düsseldorf saisonabhängig ab 212 Euro. Infos unter Telefon 01805/241224 sowie unter www.dbautozug.de.

Reisezeit
Im April beginnt rund um die Pyrenäen der Frühling. Im Hochgebirge dagegen kann der Winter bis in den Mai reichen. Kalte Sommer machen sich ebenfalls bemerkbar. Auf der Nordseite der Berge regnet es etwa 2000 Millimeter pro Jahr, auf der Südseite nur rund 500. Deshalb wecken die Franzosen die höheren Pässe auch erst am 1. Juni aus dem Winterschlaf. Die beste Reisezeit fürs Gebirge ist daher der Juni. Dann sind auch die kleinen Bergpisten schneefrei, in den tieferen Regionen ist es noch nicht zu heiß und die Haupt­-saison hat noch nicht begonnen. Gleiches gilt für September und Oktober, allerdings weicht dann das intensive Frühlingsgrün herbstlichem Braun. Im Juli und August kann es in den tieferen Regionen über 35 Grad heiß werden, im Hauptreisemonat August außerdem ziemlich voll, niemals aber so überlaufen wie an der Mittelmeerküste.

Unterkunft
Vor allem abseits der wenigen touristischen Zentren findet sich in der Nebensaison nicht so leicht eine Unterkunft. Manche der Pensionen und Campingplätze öffnen erst Anfang Juni und schließen be­reits wieder Ende September. Besser ist die Lage in den größeren Orten, auf der französischen Seite der Berge und entlang der Küsten. Im einsamen spanischen Landesinneren finden sich oftmals schöne Plätze zum freien Zelten. Folgende Inter-net­seiten bieten brauchbare Übernachtungstipps und viele weitere Infos: www.pyrenaeen.com; www.parc-pyrenaees.com; www.lespyrenees.net; www.pyreneesguide.com.

Literatur
Die Auswahl an Reiseführern ist erstaunlich klein. Empfehlenswert ist das Pyrenäen-Handbuch aus dem Reise Know-How-Verlag für 19,90 Euro. Weniger detailliert, dafür mit vielen Bildern besticht das Reisetaschenbuch Pyrenäen aus dem DuMont-Verlag für zwölf Euro. Als guter Reisebegleiter hat sich das Buch »Lust auf Pyrenäen« aus dem High­-lights-Verlag erwiesen. Auf rund 100 Seiten führen zehn Tourenvorschläge souverän durch die Berge. Preis: elf Euro. Als zuverlässige Landkarte (trotz einiger Fehler) hat sich das Blatt »Pyrenäen mit Andorra« aus dem Verlag Reise Know-How gezeigt. Maßstab 1:250000, Preis 8,90 Euro. Die neueste Auflage ist wasser- und reißfest.

Geführte Touren
Für Stollenfans: Die von Christoph del Bondio organsierte, 1500 Kilometer lange »Transpyrenaica« ist sicherlich die spektakulärste Art, dieses Gebirge kennenzulernen. In sieben Fahrtagen geht‘s auf kleinsten Wegen per Roadbook vom Mittelmeer bis zum Atlantik – Offroad-Erfahrung, Roadbook-Halter und grobes Profil am eigenen Motorrad voraus-gesetzt. Gepäck und Ersatzteile werden in einem Begleitfahrzeug transportiert. Preis: 1490 Euro. Mietmotorräder können extra gebucht werden. Infos: Telefon 0171/2009574; www.delbondio.de.
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