Infos Der zweite Teil der Südamerika-Reise führt durch Chile, Argentinien und Brasilien. Die Anforderungen an Mensch und Maschine werden noch härter.

Anreise
Flüge nach Santiago kosten in der hiesigen Wintersaison ab 900 Euro, nach Buenos Aires ab 850 Euro, nach Rio ab 900 Euro. Die Preise für den Motorradversand per Luftfracht sind abhängig von Größe und Gewicht der Maschine und beginnen im Fall einer Einzylinder-Enduro bei rund 1350 Euro. Alle Infos zum Motorrad-Transport nach Übersee bietet das aktuelle MOTORRAD Unterwegs Reisen Spezial, erhältlich unter Telefon 0711/182-1229.

Papiere
Ein gültiger Reisepass reicht, internationale Zulassung und Führerschein sind nicht erforderlich, nationale Versionen genügen. Ein Carnet de Passage (erhältlich beim ADAC) wird unterwegs an den Grenzen nicht verlangt, kann aber bei der Einreise helfen. Für Argen­tinien ist eine eigene Motorrad-Versicherung zwingend vorgeschrieben, die unterwegs auch kontrolliert wird. Es empfiehlt sich, Kopien aller Dokumente mitzunehmen.

Gesundheit
Impfungen gegen Hepatitis und Tetanus werden für Südamerika dringend angeraten. Die Reise-Apotheke nach persönlichen Bedürfnissen vom Hausarzt zusammenstellen lassen. Weitere Auskünfte geben die deutschen Tropeninstitute. Ein starkes Schmerzmittel im Reisegepäck kann helfen, nach einem Unfall noch ins nächste Dorf zu kommen. Außerdem ist eine Auslands-Krankenversicherung mit Rückhol-Option zu empfehlen.

Versorgung
Nahrungsmittel und Mineralwasser in Plastikflaschen sind überall erhältlich. Die Benzinversorgung ist in den größeren Orten gewährleistet, die Oktan-Qualität entspricht in Chile und Argentinien weitestgehend zentraleuropäischem Standard. In Brasilien wird allerdings deutlich schlechterer Sprit angeboten, zudem mischt man hier gerne bis zu 25 Prozent Alkohol in den Treibstoff. Das kann zu Problemen bei Motorrädern führen, die mit GFK-Tanks ausgerüstet sind, deren Harz nicht resistent gegen Ethanol ist. Motor­rad-Werkstätten und Ersatzteile finden sich in den größeren Städten.

Strecke/Tanken
Das Tankstellen-Netz ist im südlichen Südamerika bei Weitem nicht so dicht wie in Europa. Daher gilt es, bei der Streckenplanung die teilweise großen Distanzen zwischen den Tankstellen zu berücksich­tigen. Besonders in Patagonien weht oft ein sehr starker Wind, der das Fahren erschweren und den Benzinverbrauch in die Höhe treiben kann.

Sicherheit
Chile, Argentinien und Brasilien gelten als relativ sichere Reiseländer. Hier gibt es touristische Infrastruktur und entsprechend vielfältige Ange-bote für organisierte Touren.

Übernachten
Hotels und Herbergen sind entlang der Route fast überall zu finden, und in Chile, Argentinien und Brasilien ist auch Camping sehr populär. Es gibt zahlreiche Campingplätze, und wildes Zelten wird toleriert. In den Nationalparks können die Campingplätze vor allem im südamerikanischen Sommer sehr voll sein, Voranmeldung ist daher hilfreich.

Sprachen/Devisen
Spanischkenntnisse sind von Vorteil, in Brasilien spricht man portugiesisch. Geldautomaten gibt es in allen größeren Orten, Visa- und Mastercard werden oft akzeptiert, ebenso der Euro als Tauschwährung. US-Dollar-Reserven sind trotzdem zu empfehlen.

Karten/literatur
Bewährt haben sich die Karten des Reise Know-How-Verlags und der Reiseführer »South-America-Handbook« des Footprint-Verlags für 31,50 Euro.
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