Infos

Die Schluchten des in den Cevennen entspringenden Tarn, der nach 380 Kilometern in die Garonne mündet, gehören zu den landschaftlich spektakulärsten Reisezielen Südfrankreichs. Kaum weniger attraktiv ist die Jonte. Darüber hinaus bietet die Region aufregende Asphaltkurven.

Anreise
Reisende aus Süddeutschland fahren am besten über Basel, während sich ansonsten Saarbrücken als Einflugschneise nach Südfrankreich empfiehlt. Von dort sind es via Lyon und Le Puy-en-Velay bis nach Meyrueis ziemlich genau 800 Kilometer. Am schnellsten abzuspulen sind die auf der Autobahn bis Saint Etienne. Eine Etappe, für die 18,10 Euro Mautgebühren fällig werden. Die Straßen N 88, N 106 und D 986 führen dann schwung- und stimmungsvoll direkt bis an den Tarn oder an die Jonte.

Unterkunft
In den Ferienmonaten Juli und August kann es voll werden, deshalb für diese Zeit besser rechtzeitig reservieren. Es gibt nur wenige größere Orte mit entsprechender Auswahl an Quartieren. Am Tarn sind das Florac, Ste. Enimie und Le Rozier, an der Jonte ist es Meyrueis. Dort ist das Hotel Sully empfehlenswert, Place de Sully 28, 48150 Meyrueis, Telefon 0033/4/66456833, www.hotel-meyrueis.com; Zimmer ab 31 Euro. Einen guten Eindruck macht in La Malène, gleich gegenüber einem Kanuverleih am Tarn, das Schlosshotel Manoir de Montesquiou, 48210 La Malène, Telefon 0033/4/66485112, www.manoir-montesquiou.com; Zimmer ab 74 Euro. Alternativ bieten sich Campingplätze in traumhafter Lage direkt am Fluss an.

Sehenswert
Zwar ist die von Schluchten und Hochplateaus geprägte Landschaft samt kurvigen Sträßchen und uralten Dörfern eindeutig das absolute Highlight, doch die Region bietet noch einiges mehr. Die Tropfsteinhöhle Aven Armand (www.aven-armand.com) zieht jährlich zirka 200000 Besucher in ihre Tiefen. Für Faszination am Firmament sorgen die Gänsegeier vom Belvédère des Vautours (www.vautours-lozere.com) bei Truel. Dem Traum vom Fliegen zumindest etwas näher kommt man auf der 270 Meter über dem Tarn schwebenden Fahrbahn der Autobahnbrücke von Millau (www.leviaducdemillau.com). Aus Frankreich geht man selten ohne Käse fort, deshalb empfiehlt sich Freunden des Blauschimmels abschließend der Besuch einer der diversen Käsekellereien in Roquefort (www.roquefort-societe.com, www.roquefort-papillon.com, www.gabriel-coulet.fr).

Kanuverleih
Wer dem Tarn nicht immer nur vom sicheren Ufer aus beim wilden Fließen zusehen möchte, findet vor Ort verschiedenste Möglichkeiten, sich einen schwimmenden Untersatz zu mieten für die insgesamt immerhin 43 befahrbaren Fluss-Kilometer. Das Abenteuer kann zum Beispiel in La Maléne beginnen (www.canoe2000.fr). Die Mietkosten liegen zwischen 17 Euro für ein Einer-Kajak für zwei Stunden und 74 Euro für ein Zweier-Kanu für zwei Tage. Abfahrt für diesen großen Trip ist in Montbrun. Vorkenntnisse im Paddeln sind nützlich, aber nicht zwingend notwendig.

Literatur/Karten
Wissenswertes über die Region rund um Tarn und Jonte findet sich in den ausgewählten Reiseführern – alle mit dem Titel »Languedoc, Roussillon« vom Michael Müller Verlag für 19,50 Euro, von DuMont ­Richtig Reisen für 22,50 Euro sowie von Marco Polo für 8,95 Euro. Als Straßenkarte erste Wahl ist das Blatt 339 »Languedoc« aus der Michelin-Reihe im Maßstab 1:150000 für 7,50 Euro. Teure Alternative für Enthusiasten: G35 Vallée du Tarn – Topographische Karte 1:25000 auf DVD – IGN Frankreich.

Adressen
Maison de la France, Telefon 09001/570025 (0,49 Euro/Min.), www.franceguide.com; www.lozere-tourisme.com, www.france-voyage.com, www-causses-cevennes.com
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