Infos

Myanmar erinnert an Thailand, wie es vor 40 Jahren war – und gibt tiefe Einblicke in asiatische Ursprünglichkeit.

Reisedauer: 30 Tage
Gefahrene Strecke: 2150 Kilometer

Foto: Schmidt
Allgemeines
Im deutschsprachigen Raum ist Myanmar besser bekannt unter den Namen Birma oder – englisch – Burma. Das von einer Militärdiktatur regierte Land grenzt im Norden an die Volksrepublik China, Laos und Thailand. Nachbarn im Westen sind Indien und Bangladesch, während es im Süden bis an den Indischen Ozean reicht. 1989 wurde der Landesname per Gesetz in „Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw“ geändert und 2005 die Verlegung der Hauptstadt von Rangun (burmesisch Yangon) nach Pyinmana verkündet. Die Militärdiktatur vereitelte bislang alle Versuche, demokratische Prozesse einzuleiten. Immer wieder kommt es zu Demonstrationen. Wer reisen will, sollte vorher Informationen vom Auswärtigen Amt einholen. Die beste Reisezeit ist von November bis Februar.

Einreise/Visa
Rangoon International Airport (RGN) ist der wichtigste internationale Flughafen in Myanmar. Direktflüge sind teuer, Flüge mit Zwischenlandung zum Beispiel in Bangkok kosten ab etwa 1200 Euro. Ausländische Besucher benötigen einen Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens sechs Monaten und ein Visum, welches einen Aufenthalt von 28 Tagen erlaubt. Für jeden weiteren Tag bezahlt man vor dem Rückflug drei US-Dollar „Overstay“-Gebühr. Das ermöglicht bis zu 60 weitere Tage Aufenthalt. Myanmars Botschaft befindet sich in Berlin: Embassy of the Union of Myanmar, Thielallee 19, 14195 Berlin, Telefon 030/2061570, www.botschaft-myanmar.de.

Übernachten
In den größeren Städten gibt es Hotels aller Preisklassen. Auf dem Land sind es nur sehr einfache Pensionen, die Touristen aufnehmen dürfen. Die Preise bewegen sich zwischen zwei und zehn US-Dollar inklusive Frühstück. Privates Übernachten und Zelten ist verboten.

Geld
Die offizielle Währung ist Kyat (sprich „Chat“). Der Wechselkurs liegt bei 450 Kyat für einen US-Dollar, die Inflationsrate ist hoch. Bei Geldwechslern auf der Straße erhält man zwischen 1050 und 1150 Kyat pro Dollar. Euro werden gerne genommen, Reisechecks überhaupt nicht und Kreditkarten nur in teuren Hotels.
Motorradfahren Straßen sind im Land kaum vorhanden, die Wege in der Regenzeit oft unpassierbar. Wegweiser gibt es meist keine. Tanken kann man dagegen fast überall an Benzinständen aus Kanistern. Mautstationen darf man mit dem Motorrad umfahren. Eine Honda NX 250 kostet etwa 25 US-Dollar am Tag, neue 100-Kubikzentimeter-Motorroller aus chinesischer Produktion gibt es schon ab 200 US-Dollar zu kaufen.

Literatur/Karten
Stefan Loose Travel-Handbücher: Myanmar, 23,95 Euro. Lonely Planet: Myanmar, 20,90 Euro. Reise-Know-How: Myanmar, 23,50 Euro. Die Landkarte Myanmar (Burma) von Nelles Maps, 1:1500000 für 7,90 Euro, ist recht genau.
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