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Bulgarien besteht zu zwei Dritteln aus Gebirgen mit teilweise alpinem Charakter. Trotz oft noch bedrückender Armut der Bevölkerung finden aufgeschlossene Motorradfahrer hier ein fesselndes Terrain für Entdeckungen.

Foto: Daams
Anreise
Bis nach Dragoman, dem Startpunkt der beschriebenen Tour kurz hinter der serbisch-bulgarischen Grenze, sind es ab München etwa 1330 Kilometer. Die Strecke führt über Salzburg, Ljubljana, Zagreb und Belgrad, ein Großteil davon über (gebührenpflichtige) Autobahnen. Für Anreisende aus Norddeutschland kann sich der Autoreisezug (www.autozug.de) ins österreichische Villach lohnen, der in der mittleren Saison zwischen 210 und 280 Euro pro Person mit Bike kostet. Vom Endpunkt in Kavarna, ganz im Nordosten Bulgariens am Schwarzen Meer, gibt es zwei Möglichkeiten für den Heimweg: Entweder man fährt – dabei en passant auch noch das Balkangebirge kennenlernend – über Sofia bis Dragoman und nimmt dann den von der Anreise bekannten Weg nach München (insgesamt etwa 1840 Kilometer), oder man steuert zunächst Silistra an der bulgarisch-rumänischen Grenze an und quert dort per Fähre die Donau, bevor es via Bukarest, Pitesti, Sibiu und Arad nach Ungarn und weiter über Budapest, Wien und Linz gen Heimat geht. Bei dieser zweiten Route (etwa 1810 Kilometer) ist der Autobahnanteil zwar vergleichsweise gering, aber dafür beschert sie unvergessliche Eindrücke auf den oft stark frequentierten rumänischen Landstraßen – was je nach Mentalität ein qual- oder lustvolles Erlebnis sein kann.

Unterkunft
Wenig Grund zur Beanstandung dürften selbst pingelige Zeitgenossen in folgenden Quartieren finden: Hotel Pchelina (drei Kilometer entfernt vom Kloster Rila), Telefon 00359/889/405401 oder 00359/888/393058; Hotel Duata Smarca, ul. Velyan Ognev 2, Bansko, Telefon 00359/7443/2632; Haus der drei Tannen, Milena Yurukowa (spricht Deutsch), Srednogorez 1, Smoljan, Telefon 00359/301/64281 oder 38228, Telefon und Fax 00359/301/63862, Internet dreitannen00359/899/815474 oder 00359/896/734844, Fax 00359/375/12131, motel.boliarka@abv.bg; Hotel Stankoff, Nesseb?ar Altstadt (Uferpromenade), Telefon 00359/554/44495, Fax 00359/554/44496, stankoff@hotel.bg, www.hotelstankoff.com.
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Karte: Maucher
Praktisches
Für die Einreise nach Bulgarien reicht der Personalausweis; wer aber zuvor durch das Nicht-EU-Land Serbien fährt, benötigt dort einen Reisepass. Die Grüne Versicherungskarte sollte nicht fehlen. Zahlungsmittel ist der Lew (BGN), 1 Lew entspricht etwa 0,51 Euro. Banken oder EC-Automaten versorgen mit Bargeld, Kreditkarten werden oft akzeptiert. Die Versorgung mit Benzin ist unproblematisch, und die bulgarischen Tankstellen sind sogar sonntags geöffnet. Bei der besten Reisezeit scheiden sich die Geister: Juli und August sind die heißesten Monate, die Temperaturen können dann in der Ebene und am Meer bei 40 Grad liegen, während es in den alpinen Regionen deutlich kühler ist. Da die Badesaison von Mai bis Oktober reicht und in diesen sechs Monaten auch im Binnenland das Klima gemäßigt ist, müssen selbst Badefreunde nicht unbedingt den Hochsommer für den Balkan-Trip wählen. Achtung: In Bulgarien gilt osteuropäische Zeit, es ist also stets eine Stunde später als in Deutschland.

Literatur
Mit einer Fülle an Restaurant- und Übernachtungstipps ist die deutsche Ausgabe von Lonely Planet "Bulgarien" für 19,95 Euro ein ausgesprochen praktischer Reisebegleiter. Ebenfalls sehr informativ, wenn auch etwas unübersichtlich gestaltet, ist "Bulgarien entdecken" vom Trescher-Verlag für 16,95 Euro. Aufwendige Farbtafeln zum Thema Kunst- und Kulturgeschichte sowie eine große Straßenkarte bietet "Bulgarien" aus dem Hause Baedeker für 19,95 Euro. Minimalisten greifen zu "Bulgarien" von Marco Polo für 8,95 Euro. Als beste, zudem reißfeste und wasserdichte Straßenkarte empfiehlt sich "Bulgarien" von Reise-Know-How im Maßstab 1:400000 für 8,90 Euro.

Adressen
Bulgarisches Fremdenverkehrsbüro, Eckenheimer Landstraße 101, 60318 Frankfurt/Main, Telefon 069/295284, Fax 295286, www.bulgarien-web.de; www.bulgariatravel.org.

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