Erschienen in: 08/ 2008 MOTORRAD

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Mit 1300 Quadratkilometern ist der Spessart der größte zusammenhängende Mischwald Deutschlands. Was früher Bewohnern wie Reisenden Angst und Not brachte, bietet heute Wanderern, Radlern oder Motorradfahrern größten Genuss: abgeschiedene, naturnahe Straßen und Wege mit sogar manch legaler Schotterpassage. Wer das mit Abstechern in die toll restaurierten mittelalterlichen Städte am Main kombiniert, erlebt Deutschland in seiner ursprünglichsten Form.

Unterkunft
Keine Angst, wer heutzutage im Spessart ein Quartier sucht, braucht keine Bedenken mehr ­zu haben. Original »Wirtshaus-Feeling« kommt im einsamen Hafenlohrtal rund um den Weiler Lichtenau auf. Dort liegen gleich zwei uralte Anwesen: das »Gasthaus im Hochspessart« und das Wandererheim »Hoher Knuck«. Beide bieten urige Quartiere, Küche und günstige Preis. Ab 38 Euro gibt’s dort Übernachtung mit Frühstück. Details unter www.gasthaus-hochspessart.de, Telefon 09352/1228 (Fax 70229) beziehungsweise 09352/1320 (Hoher Knuck). Modern, aber in ebenfalls wunderschöner Waldrandaussichtslage liegt der Flörsbacher Hof in Flörsbach, Telefon 06057/1768 und www.Floersbacher-Hof.de. Hier kann bereits ab 30 Euro übernachtet werden.

Die Strecke
Im Spessart kann man nichts falsch machen – tolle Motorradstrecken finden sich zwischen Main, Sinn und Kinzig fast überall. Bei der beschriebenen Route stand größtmögliche Abwechslung und Vielfalt im Vordergrund. Die beiden Schotterpassagen sind bei gutem Wetter problemlos mit jedem Motorrad befahrbar – auf Holzabfuhr achten! –, aber auch leicht zu umfahren. Die rechts unter »Literatur« aufgeführten Karten zeigen alle Möglichkeiten.

Sehenswert
Einen regelrechten Extrakt unberührter Spessartnatur bietet das wildromantische, geschützte Hafenlohrtal westlich von Lohr: lichte Flussauen, urige Wälder, alte Anwesen (siehe Übernachten). Eine Bürgerinitiative rettete es übrigens vor ein paar Jahren vor der kompletten Überflutung aufgrund eines Staudammprojekts. Weiterhin unbedingt einen Pausenstopp wert ist wenigstens eine der mittelalterlichen Städte entlang des Mains: Gemünden, Wertheim, Miltenberg oder Lohr. Wobei Letztere im Schloss mitten in der Altstadt zusätzlich das hoch­interessante Spessartmuseum beherbergt. Telefon 09352/2061 oder www.spessartmuseum.de.

Literatur
Lesestoff über den Spessart gibt es meist nur kapitelweise in Regional-Reiseführern (beispielsweise in »Mainfranken« aus dem Michael Müller-Verlag für 16,95 Euro) oder als reine Wanderführer (Rother Verlag). Spannendes findet sich dagegen oft in örtlichen Buchhandlungen oder dem Spessartmuseum. Beispielsweise der zitierte Reprint »Die Noth im Spessart« des Arztes Rudolf Virchow von 1852, Verlag orbensien rareprints. Die optimale Karte kommt diesmal von Falk, Regional­blatt 12, in perfekt ablesbarem Maßstab 1:150000 mit riesigem doppelseitigem Blattausschnitt. Blatt 13 der reißfesten MOTORRAD-Generalkarte passt eben-falls genau, ist aber in 1:200000 etwas schwerer lesbar.

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27.03.2008 |  Artikel drucken | Senden | Kommentar

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