Irland-Infos INFOS

Der Westen Irlands ist das Eindrucksvollste, was die
grüne Insel zu bieten hat. Zerklüftete Steilküsten mit traumhaften Sandstränden, kunterbunte Dörfer in
grünen Wiesen, überragt von schroffen 1000-Meter-Bergen.

Foto: Deleker
D Anreise
Wer mit dem eigenen Motorrad nach Irland reist, kommt um eine Seereise nicht herum. Die preisgünstigste und bequemste Möglichkeit ist die Direktfähre Irish Ferries von
Cherbourg oder Roscoff über den Atlantik nach Rosslare. Dauert etwa 18 Stunden und kostet pro Strecke für ein Motorrad mit Fahrer saisonabhängig ab 90 Euro. Als Alternative bietet sich die Fahrt durch England an, zunächst über den englischen Kanal (oder durch den Tunnel) und weiter von Fishguard oder Holyhead über die Irische See nach Rosslare beziehungsweise Dublin. Die Reederei Stena berechnet beispielsweise für ein Motorrad
und eine Person von Hoek van Holland nach Harwich und weiter von Fishguard nach
Rosslare saisonabhängig ab 117 Euro. Einen Überblick aller möglichen Verbindungen verschafft die Internetseite www.faehre-vff.de.
D Reisezeit
Der Südwesten hat dank der Warmwasserheizung Golfstrom das mildeste, aber auch das feuchteste Klima Irlands. Deshalb gedeihen sogar Palmen. In den Sommermonaten von Juni bis August wird es etwa 20 Grad warm, und im Winter fällt die Temperatur selten
unter fünf Grad. Der Südwesten steht mit
2500 Millimeter Regen pro Jahr in Europas Regenloch-Hitparade ganz vorn. Die Schauer dauern meist nicht sehr lange, sind dafür
jedoch umso heftiger. Der Atlantik ist für
den berühmt-berüchtigten schnellen Wetterwechsel verantwortlich.
D Übernachten
In Irland herrscht große Auswahl: Vom Country House, noble Villen mit Preisen ab 200 Euro pro Nacht, über Hotels (DZ 50 bis 150 Euro) bis hin zu Guesthouses (DZ 50 bis 100 Euro) und Bed & Breakfast (»B&B«, DZ 30 bis 60 Euro) sind alle Kategorien am Start. Zudem finden sich nirgends sonst in Europa derart viele Hotels, die einfache Zimmer für zehn
bis 20 Euro anbieten. Jedes noch so kleine Nest hat in der Hochsaison mindestens ein B&B. Campingplätze gibt es ebenfalls in
großer Auswahl und oft in toller Lage direkt am Meer. Kosten für eine Person: fünf bis zehn Euro. Weitere Infos: Irische Fremdenverkehrszentrale, Telefon 069/236492; Internet: www.ireland.travel.ie; www.tourismireland.de.
D Literatur
Inzwischen gibt es mehrere Dutzend Reiseführer über die grüne Insel. Für den Individualreisenden eignen sich die Reisehandbücher vom Velbinger Verlag für 22,50 Euro, aus dem Iwanowski Verlag für 22,95 Euro, vom Michael Müller Verlag für 22,90 Euro und aus der
Reihe Reise Know How für 19,90 Euro. Leichte Kost bietet das Reisetaschenbuch von Du
Mont für zwölf Euro und der neue HB-Bildatlas für 8,50 Euro. Gute Karten hat Ordnance Survey im Maßstab 1:250000 mit den beiden Irland-Blättern Süd und West oder Michelin mit einem Blatt in 1:400000.
D Ausrüstung
Hier gilt es, keine Kompromisse zu machen. Regen in Nordeuropa ist ebenso allgegen-
wärtig wie unerbittlich und sollte bei der Reiseplanung einbezogen werden. Deswegen zur Gore-Tex-Ausrüstung sicherheitshalber noch eine leichte Regenkombi (zweiteilige sind
universeller nutzbar als einteilige) ins Gepäck stecken und unbedingt Handschuhe zum
Wechseln. Denn irgendwann gibt unter diesen
Umständen die beste Membran klein bei. Und dann ist jedes Urlaubsvergnügen dahin. Tipp: Rucksäcke mit Imprägnierspray einsprühen, falls kein Regenschutz vorhanden ist.
Anzeige

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote