Lesbos (Infos)

Die griechischen Inseln sind ein wahrlich lohnendes Ziel, wenn es darum geht, bereits im Frühjahr den Sommer zu spüren. Einziges Problem: die lange Anreise.

Anreise
Am bequemsten gelangt man nach Griechenland per Fähre ab Venedig, Triest oder Ancona mit Zielhafen Patras. Von dort sind es rund 200 Kilometer bis in den Hafen von Piräus, von dem die Fähren zu den Inseln der Ägäis ablegen. Alternativ besteht die Möglichkeit, mit der Fähre von Italien ins nordgriechische Igoumenitsa zu schippern und über den Karerpass nach Thessaloniki zu fahren, wo ebenfalls Fähren nach Lesbos verkehren. Tickets sind direkt am Hafen erhältlich. Während der Hauptsaison kann es allerdings zu Engpässen kommen. Abfahrtszeiten und Reservierungen für die innergriechischen Fährverbindungen finden sich unter: www.gtp.gr/RoutesForm.asp. Infos und Fahrpläne über nahezu alle europäischen Fährverbindungen bietet www.ocean24.com.

Reisezeit
Wintermüde Motorradfahrer können auf Lesbos ab Ende März mit angenehmen Temperaturen rechnen. Im Hochsommer wird es sehr heiß; besser zum Fahren eignen sich erst wieder September und Oktober. Die Wintermonate sind oft nasskalt.

Unterkunft
Auf Lesbos besteht vor allem in der Nähe von Stränden und Badeküsten ein gutes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Meistens handelt es sich um Appartements, die mit Kochgelegenheit für Selbstversorger ausgestattet sind. Die Preise variieren je nach Jahreszeit; ein Doppelzimmer kostet in der Hauptsaison etwa 25 bis 60 Euro. Einzelzimmer sind dagegen selten zu finden. Campingplätze gibt es nur bei Mithimna und Vatera. Wildes Camping ist offiziell verboten.

Verpflegung
Neben Lamm vom Grill werden überall Gyros, Souvlaki und Bifteki serviert. Dazu gehört ein Salat mit Schafskäse und Olivenöl. An der Küste schmecken natürlich die Fischgerichte am besten. Der Tipp: das Restaurant Anemaessa, das sich direkt am winzigen Hafen von Skala Sikamineas befindet.

Endurowege
Lesbos bietet eine ganze Menge staubiger Pisten für Stollenritter. Die beste Gegend, um sich auf der Enduro auszutoben, findet sich in der Ecke Agiasos, Plomari, Vatera. Das Bergland zwischen Parakila und Vatoussa wird ebenfalls von einem Netz an Pisten durchzogen.

Literatur
Ausschließlich mit der Insel Lesbos befasst sich der 2003 erschienene, gleichnamige Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag für 15,90 Euro. »Inselspringer« erhalten ausführliche Infos in »Griechische Inseln«, ebenfalls aus dem Michael Müller Verlag für 22,90 Euro (www.michael-mueller-verlag.de). Speziell für Motorradfahrer gibt es vom Autor dieser Reportage aus der Edition Unterwegs den Band »Griechenland«, Motorbuch Verlag. Er kostet 16 Euro und kann unter www.motorradonline.de bestellt werden. Die Karte »Nr. 212« vom Athener Verlag Road Editions ist das Beste, was es über Lesbos gibt. Im Maßstab 1:70000 sind auch die kleinsten Schotterpisten zu finden. ISBN-Nummer: 960-8481-92-9. Leichter zu beschaffen ist die Karte Lesbos von Freytag & Berndt, ISBN 3850845842, für 7,50 Euro.
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