Unterwegs in Chiles Norden

Motorradreise - der Norden von Chile Atacamawüste, wilde Küsten, tolle Pässe

Chile ist so verdammt lang, dass man seine ungeheure Vielfalt kaum in einem Urlaub erfassen kann. Deshalb priorisieren wir diesmal den Norden mit der Atacamawüste, den wilden Küsten, tollen Pässen, Pisten, Menschen und Tieren.

Das Messer blitzt in der Sonne, als der Irre es ihr an die Kehle setzt. Ein markerschütternder Schrei, Blut spritzt, die hübsche Blonde sinkt mit durchschnittener Kehle zu Boden. Drei Bildschirme zeigen den Mord gleichzeitig, das nächste Gemetzel ist nur Minuten entfernt. In den chilenischen Trucker-Kneipen sind die Endlosschleifen an Gewalt-, Splatter- oder Kriegsfilmen beliebtes Unterhaltungsprogramm, dabei wollten wir uns einfach nur erholen vom Horrortrip durch den Tunnel Chris­to Retendor. Nach unzähligen Kehren in gleißendem Licht waren wir zu diesem schwarzen Loch in der Felswand gelangt, das aussieht, wie der Eingang zur Unterwelt. Dieselruß, Abgase, Staub waber-ten aus dem Schlund. Freiwillig da reinfahren? Niemals, denn es gibt ja noch den abenteuerverheißenden alten Schotterpass über die Anden.

Die ersten 300 Meter hatten die Hoffnung genährt, dass es möglich wäre, die seit Jahren aufgegebene Dreckpiste zu bewältigen, dann kam der erste Sturzbach, der den Pfad einfach aufgeschlitzt hatte. Unter Aufbietung aller Kräfte konnte ich die Maschine noch durch die Strömung manövrieren. Als nächste Schikane servierte der Pass einen Muren-Abgang. Erneut war die Piste weg. Gepäck runter und sich vorstellen, die F 650 Dakar sei ein Trialmoped. Irgendwann war das Vorderrad in Schneewehen eingetaucht. Für deren Überwindung hätten wir dann einen Hubschrauber gebraucht.

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Endlich Sonne und Hoffnung

Aus diesem Grund waren wir Stunden später in den Höllenschlund eingefahren, hatten nichts mehr gesehen, trotz Aktivierung der beiden Zusatzscheinwerfer. Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher, Öllachen, das war schemenhaft im kurzen Lichtkegel aufgetaucht. Undurchdringlicher Ruß hatte das Atmen so schwer gemacht, als seien wir lebendig begraben. Von hinten drohten Lkws, die sich wie Ungeheuer anschickten, alles platt zu walzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann endlich Sonne und die Hoffnung auf Wasser in der Trucker-Kneipe kurz vor dem Grenzposten.

Wieder wilde Schreie. Fünf chilenische Trucker starren gebannt auf die Mattscheiben, nuckeln entrückt an ihren Biergläsern. Dann doch lieber die gleißende Sonne draußen und ein paar Grenzformalitäten. Argentinien fühlt sich anders an. So als sei es minimal weniger Ordnung und Disziplin verpflichtet, als würde es vielleicht einen Hauch mehr Emotionen im Alltag zulassen. Weggerissene Straßen zeugen von der Gewalt der Natur, die unterhalb des Aconcagua, des höchsten Berges Südamerikas, in den Schluchten toben kann. Die BMW stoppt vor der Puente del Inca, heute ein Touristenmagnet, flankiert von Shops und bunten Märkten. Über dem Treiben zeigt der Aconcagua gnädig sein Haupt, bevor er sich wieder in Wolken hüllt.

Keine anderen Lebewesen außer ein paar Gürteltieren

In Uspallata tauchen wir ein in die argentinische Nacht und in das Leben der nationalstolzen Locals. Als die Sonne wieder aufgeht, findet sich die Dakar auf Nordkurs. Wir bollern an riesigen Lehmpfannen vorbei und genießen den erhabenen Anden-Hauptkamm an der linken Seite. Rechts hat die Erosion gelbe, rote und braune Felszacken sowie weiße Kalkskulpturen aus der Erde gemeißelt. Kleine Stollen in den Bergen zeugen vom illegalen Abbau diverser Bodenschätze. Ab Calingasta beginnt eine Schotterpiste, die zunächst leicht aussieht, aber immer wieder mit tückischen Sandfeldern oder Passagen aus tiefem, rutschigem Schotter massiv aufs Tempo drückt.

Überraschend ist auch die Tatsache, dass uns auf 120 Kilometern Dreckpiste keine anderen Lebewesen außer ein paar Gürteltieren begegnen. Gewittertürme bauen sich auf, Blitze zucken gefährlich nahe und wieder geraten wir an Sturzbäche aus den Bergen, die sich die Piste unter den Nagel gerissen haben. Mitunter hat das Wasser den trockenen Lehmboden in Schlick verwandelt. Nicht leicht, die Maschine daraus zu befreien. Aber genau jetzt in dieser Situation freuen wir uns über jedes Kilo, das die kleine Dakar im Gegensatz zu ihren großen GS-Schwestern weniger auf die Waage bringt.

Muchas gracias, Señor!

Endlich Las Flores und eine Herberge um Schlamm wie Blitze gegen ein Abendessen einzutauschen.Der nächste Tag sieht uns bei unschuldigem Sonnenschein am argentinischen Grenzposten. Nein, Motorräder dürfen sich nicht vordrängeln, bitte am Ende der Autoschlange anstellen. Nicht tragisch, denn so kommt man ins Gespräch, erfährt, dass viele Argentinier in ihren Winterferien über den Agua Negra Pass an das Meer bei La Serena in Chile streben. Weil heute Silvester ist, schenkt ein Pick-up-Fahrer den Deutschen eine Flasche Sekt. Und der Grenzbeamte toleriert nach kurzer Diskussion das aus unerklärlichen Gründen fehlende Einreisedokument für die BMW. Muchas gracias, Señor!

Die Straße saugt uns dann hoch in die Ausläufer der Anden, wir sehen eine Gruppe Motorräder, die anderen Fahrzeuge
haben sich verflüchtigt. Eine meist gut befahrbare Schotterpiste windet sich die Bergflanken empor. Zuerst kommt der
pittoreske Büßerschnee, dann hinter jeder Kurve Aussichten, die einem den ohnehin knappen Atem rauben. Das kann doch alles nicht wahr sein. So kann die Erde doch nicht aussehen, das muss doch hier jetzt auf Mars, Merkur oder Saturn passieren. Bis auf fast 4.800 Meter windet sich der grandiose Agua Negra Pass. Wir verleihen ihm das Prädikat „schönster Pass ever“. Vielleicht hat heute alles einfach optimal zusammengepasst? Das goldene Licht der Nachmittagssonne, die klare Luft. Hier oben verläuft die geografische Grenze zwischen Argentinien und Chile, der chilenische Grenzübergang ist aber noch gut und gerne 100 Kilometer entfernt.

In dreckigen Motorradklamotten auf dem Marktplatz

Die Abfahrt ist genauso aufregend, beschert im letzten Schein des schwindenden Tages noch eine grandiose grüne Lagune und später dann freundliche Zollbeamte an der Grenzstation. Überall dröhnt Salsa-Musik, die Herrschaften sind in Feierlaune, erleichtern uns die erneute Einreise nach Chile mit Scherzen und klar formulierten Anweisungen. Eine gute Stunde Achterbahnfahrt später sind wir in der Kleinstadt Vicu˜na. In dreckigen Motorradklamotten stehen wir auf dem Marktplatz des Ortes. Bereit, das neue Jahr zu begrüßen. Um Punkt zwölf schleichen ein paar müde Hunde über den Platz, wir sind allein und stoßen mit dem einzigen Getränk an, das unser Gepäck feilbietet: warmer Sekt, gut geschüttelt! Alles recht merkwürdig, doch eine halbe Stunde später überschlagen sich die Ereignisse: Wie aus dem Nichts erscheinen 500 ausgelassene Menschen, eine Salsa-Band heizt mächtig ein, alle tanzen. Gnadenlos werden auch die beiden müden Motorradfahrer in den Feierstrudel gerissen.

Das neue Jahr nimmt seinen Lauf, spült uns an die Küste. Stundenlang könnte man hier zwischen den Felsen herumklettern, Krebse, Medusen, Muscheln, Seevögel und Treibgut erleben. Wir vergessen die Zeit. Im reizenden Badeort Baja Iglesias kann ich dem Lockruf des Pazifik nicht mehr widerstehen. Verdammt, ist das kalt! Anschließend schicken wir die Stollenreifen wechselweise auf sandige Schotterpis­ten in Dünenlandschaften oder auf Abschnitte der Pan Americana, wenn wir glauben, Zeit gutmachen zu müssen.

Atacamawüste erobert unsere Herzen

Die Atacamawüste zieht uns in ihren Bann. Erobert unsere Herzen, weil sie so ungeheuer vielfältig ist und ungeahnte Überraschungen bietet. Wie zum Beispiel einen zartroten Blütenflaum auf gelbem Grund, El Ni˜no sei Dank. Oder einem zerfledderten Fernsehsessel mitten im Nichts. Kunstwerken aus angemalten Steinen am Pistenrand. Mal ist die Wüste sandig, mal felsig, mal hügelig, mal zeigt sie dicke Brocken aus Vulkangestein, grandiose Can­yons oder Bergketten in der Ferne, immer wieder kaum zu beschreibende Formen und Farben.

Allen Zweiflern zum Trotz ist sie voller Leben. Oft genug schickt sie das Motorrad in eine unendliche Weite, die es so kein zweites Mal auf der Erde geben kann. Dann füllt Staunen und Bewunderung beide Helme aus, doch die Jauchzer werden vom Wind genauso davongetragen wie das sonore Bollern des Einzylinders. Fast jeden Nachmittag setzt aus stahlblauem Himmel ein Sturm aus Wes­ten ein, der es schwer macht, die BMW auf Spur zu halten. Tornados aus Sand stehen apokalyptisch am Horizont. Kritisch wird es, wenn die Böen schräg von vorn zuschlagen oder wenn uns auf der Pan Americana ein Lkw begegnet. Das fühlt sich an, als wenn dir ein Elefant gegen den Kopf tritt oder eine Riesenwelle die BMW erfasst.

Reizvoller Wechsel zwischen Meer und Wüste

Im skurrilen Küstenstädtchen Taltal sind Riesenwellen nicht unbekannt, denn wie viele Orte am Pazifik ist auch Taltal eingeteilt in Tsunami-Gefährdungs- und Sicherheitszonen. Rund herum Küstengebirge aus Fels und Sand. Nach Norden schlängelt sich die Straße durch kleine Fischernester eng am Meer entlang. Mitunter scheint es, als stürze die Wüste geradewegs in den Ozean. Man ist hin- und hergerissen zwischen Anhalten zum Erforschen der Küstenfelsen und dem Genuss der steilen Kurven. Der Reiz des Wechselns zwischen Meer und Wüste verfolgt uns viele Tage.

Der Sturm bläst nun von schräg hinten, als das Wüstenkaff Baquedano in Sicht kommt. Sand peitscht durch die einzige Straße. Links ein paar billige Res­taurants und Häuser, rechts ein altes Eisenbahnmuseum. Sechs schwere Dampflocks aus der Boomzeit der Salpeter-Abbau-Ära stehen in historischen Lokschuppen vor einer riesigen Drehscheibe. Seit gut 90 Jahren trotzen die Stahlgiganten den Sandstürmen und prägen ein Szenario besser als in jedem Western. Deswegen wurden hier, im Schnittpunkt zweier historisch wichtiger Bahnstrecken, Szenen des James-Bond- Streifens „Ein Quantum Trost“ gedreht.

Reifen jenseits aller Hoffnungen

Trost brauche ich tatsächlich, als Claudia einen tiefen Riss im Hinterreifen der BMW entdeckt, der sich rapide vergrößert. Eine genauere Untersuchung zeigt weitere Risse an den Wurzeln der Stollen. Die Kombination aus viel Hecklast, scharfen Steinen und extremen Höhenunterschieden war wohl zu viel für den Pneu. Glücklicherweise gibt es selbst im kleinsten Dorf einen Gommista. Diese Reifenprofis flicken oder vulkanisieren selbst hoffnungslose Fälle. Unser Reifen sei jenseits aller Hoffnungen, befindet der Meister und rät, ganz vorsichtig die 60 Kilometer bis zur Wüstenstadt Calama zu rollen. Bei Sonnenuntergang erreichen wir die Stadtgrenze, und es wird magisch. Denn wir entdecken einen Yamaha-Händler, der einen nagelneuen Metzeler Karoo III liegen hat und ihn für kleines Geld nach Feierabend noch aufzieht. Wahrscheinlich der einzige passende Reifen im Fünfhundert-Kilometer-Radius. Was für ein Glücksstern ist das, unter dem diese Reise steht?

Ein großer, so viel ist klar, denn die Lagunen mit Flamingos, die Vulkane, die Geysire und Sonnenuntergänge an der Abbruchkante ins Tal des Mondes sind visuelle Geschenke, die sich auf immer in die Seele brennen. All das sehen wir in der Nähe von San Pedro de Atacama. Früher eine Oase für Hippies, heute ein Tourismusmagnet, der uns nicht mehr behagt. Unbehaglich ist auch die Piste vom Geysir El Tatio Richtung Calama, die zu zweit fast nicht zu befahren ist. Wir geben aber nicht auf und glauben an eine Fata Morgana, als nach etwa 20 Kilometern übelstem Kampf gegen das Wegrutschen und Stürzen auf einmal rechter Hand eine neue Asphaltpiste auftaucht. Welche Erleichterung! Zwar endet auch sie ohne Erbarmen irgendwann wieder in Schotter und Staub, aber die Moral ist gestärkt und die kommenden Pisten sind nicht mehr so furchtbar.

Wüste wird knallhart ausgebeutet

Gar nichts hier wirkt furchtbar, mit Ausnahme der gigantischen Minen rund um Antofagasta. Chile hat den riesigen Companies aus USA und China gegen gutes Geld Schürfrechte erteilt, aber kaum Umweltauflagen erhoben. Jetzt wird die Wüste, reich an Bodenschätzen, knallhart ausgebeutet. Was uns zu schaffen macht, denn dieses Land ist zu schön, um kurzfristigem Gewinnstreben geopfert zu werden. Einer von vielen Beweisen für wahrhaft mitreißende Naturpräsente ist die Strecke nach Arica. Sie führt durch Canyons, die dem großen Vorbild aus den USA das Wasser reichen können. Oder die Strecke von Arica nach Putre, Richtung bolivianische Grenze. Irdisch wirkt die Route nur durch verrückte Lkw-Fahrer. Und wenn in den Trucker-Kneipen das TV-Gemetzel weitergeht, hier draußen wartet das Motorradparadies.

Weitere Infos zur Motorradreise in Chile

Chile ist ein reizvolles Urlaubsland: Ungeheuer vielfältig, leicht und sicher zu bereisen, doch genug Möglichkeiten für echte Abenteuer bietend. Eine nahezu perfekte Mixtur.

Allgemeines

Die präsidiale Republik Chile liegt auf der Südhalbkugel im Südwesten Südamerikas. Das Land erstreckt sich über 4.300 Kilometer in Nord-Süd-Richtung am Pazifik entlang. Es ist im Schnitt nur 180 Kilometer breit, grenzt im Norden an Peru (160 Kilometer Grenzlinie), im Nordosten an Bolivien (861 Kilometer), im Osten an Argentinien (6.308 Kilometer). Über die komplett zu Chile gehörende Magellanstraße hat der Staat Zugang zum Atlantik. Aufgrund der enormen Nord-Süd-Ausdehnung, aber auch der extremen Höhenunterschiede in Ost-West-Richtung weist Chile eine große Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen auf. Zudem liegt das Land an der Grenze mehrerer tektonischer Platten. Das ist der Grund für verbreiteten Vulkanismus und häufige Erdbeben. Die chilenischen Anden zählen mit zahlreichen Gipfeln über 6.000 Metern zu den monumen­tals­ten Gebirgszügen der Erde. Höchste Erhebung ist der Ochos del Salado mit 6.893 Metern. Dieser Riese ist gleichzeitig auch der welthöchste Vulkan. Während der Süden Chiles extrem niederschlagsreich ist, zählt die im Norden gelegene Atacamawüste zu den trockensten Gebieten der Erde.

Wirtschaft und Kultur

Früher war die Atacamawüste für ihre Salpetervorkommen berühmt, heute wird dort vor allem in gigantischen Minen Kupfer abgebaut. Auch deshalb gehört Chile zu den weltweit größten Rohstoffproduzenten. Dank Kupfer, Holz, Wein und Fischereiprodukten ist Chile das exportstärkste Land Südamerikas. Es ist Mitglied folgender Wirtschaftsgemeinschaften: APEC, Mercosur und OECD. Die bekannteste zeitgenössische Schriftstellerin ist Isabel Allende, eine Nichte des Präsidenten Salvador Allende, der 1973 mithilfe der USA vom berüchtigten Militärdiktator Pinochet gestürzt wurde. Pablo Neruda (1904 bis 1973) erhielt als erster Chilene den Literatur-Nobelpreis.

Sicherheit/Übernachtungen/Reiseführer

Auch wenn man manchmal den Eindruck hat, ein armes Entwicklungsland zu bereisen, überwiegt das Gefühl von Modernität, guter Organisation, Infrastruktur, Ordnung und Freundlichkeit im Alltag. Das Gleiche gilt für die politische Stabilität, die trotz latenter Grenzkonflikte mit den Nachbarn gegeben ist (Bolivien z. B. fordert seinen Zugang zum Meer zurück, den es im Salpeterkrieg 1879 bis 1884 an Chile verlor). Nahezu in jedem Ort gibt es Hostels oder Hotels mit WLAN, das Mobilnetz ist gut, wildes Zelten wird in der Atacama toleriert. Der für uns beste Reiseführer: Chile, Stefan Loose-Verlag (22,99 Euro).

Reisezeit

Die optimale Reisezeit für ganz Chile lässt sich aufgrund der enormen klimatischen Bandbreite nicht leicht klären. Der Norden kann problemlos ganzjährig bereist werden: stabiles Wetter, Trockenheit, geringe Temperatur-Unterschiede zwischen Sommer und Winter erfreuen Motorradfahrer. Im Zentrum Chiles herrscht mediterranes Klima vor: Die Sommer sind warm und trocken, die Winter mild, aber feuchter. Der Süden ist im Winter extrem kalt, aber oft klar, im Sommer dagegen immer noch kühl und wolkig.

Motorrad fahren

Wer will, kann nur auf Asphalt unterwegs sein. Doch für Pistenfreaks gibt es zahllose Gelegenheiten, Offroad-Routen aller Schwierigkeitsgrade zu befahren. Der Verkehr ist im Vergleich zu anderen Ländern Lateinamerikas unkritisch, lediglich manche Lkw-Fahrer fallen durch Rücksichtslosigkeit auf. Das Tankstellennetz im Norden und Süden ist nicht wirklich dicht, auf manchen entlegenen Routen schadet es nicht, eine Reichweite von 500 Kilometern zu haben. Freude macht die mehrfache Überquerung der Anden-Hauptkette auf den grandiosen Passstraßen. Wer die Grenzübertritte nach Argentinien scheut, hat auch schon Spaß bis zur Grenze und wieder retour.

Transport/Miete

Viele Motorradfahrer bringen ihr eigenes Bike nach Chile. Bei mehr als vier Wochen Urlaub kann das sinnvoll sein. Denn Olaf Kleinknecht von der Spedition In Time Hamburg macht verlockende Angebote sowohl für den See- wie Lufttransport (www.intime-ham.com). Die Autoren haben beste Erfahrungen mit In Time gemacht. Die legale Verweildauer für ein ausländisches Kraftfahrzeug in Chile beträgt drei Monate.
Wer mieten möchte:
www.gs-sportreisen.de,
www.motoaventura.de,
www.rentalmotorbike.com,
www.bikeworld-travel.de,
Diese Firma bietet zum Beispiel eine KTM 690 En­duro für 90 Euro/Tag an. Einige Firmen offerieren auch organisierte Touren oder sogar ein Kauf/Rückkauf-Modell (www.motoaventura.de).

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