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Motorradtour mit Harley-Davidson im Oman Schrankwand vs. Sandsturm

Oman, ist das nicht der Wüstenstaat am Arabischen Meer? Und da soll man mit Harley-Tourern durch? Ganz genau, denn der Mix aus Drehmoment, Sandsturm, Küstenroads und Bergpässen ist episch.

Reisen? Geht mit fast allen Motorrädern. Harley-Tourer? Würde man eher auf US-Highways verorten als in den Emiraten oder im Oman. Ich bin skeptisch, doch würden Sie absagen, wenn Sie die Gelegenheit bekämen, hier Meilen zu machen? Eben. Die Hitze flimmert über erotisch gerundeten Sandlandschaften. Ungeniert zerschneidet das Asphaltband die Wüste, dezenter Donner aus armdicken Endrohren verweht im Nichts. Trotzig wirft sich die Straße gegen den Berg. So spielerisch ließ sich noch keine Harley-Davidson Road King in Kurven kippen. Erst bei würdiger Schräglage kratzt das Trittbrett. Das Fahrwerk wirkt exakter, Dämpfung wie Federung beflissener, die Bremsen ernsthafter. Ja, die ganze King erscheint wertiger und mehr aus einem Guss als je zuvor. Verdammt, ich werd’ doch jetzt nicht über Gebühr mit diesem Haufen Eisen sympathisieren? Jetzt surfen wir die Drehmomentwelle. Auf der Coastal Road. Links das Meer, rechts wischen Minarette durch, ich fühl’ mich eins mit dem Straßenkönig.

Umstieg auf die Harley-Davidson Street Glide in CVO-Ausbaustufe. 110 statt 103 cubic inch, 98 statt 87 Pferde und 156 Nm bei 3750/min. Wie das drückt! Aber wie soll ich mit der Schrankwand am Lenker um die Kurve? Geht bald besser. Und als der Sandsturm angreift, bleibt das fette Batmobil bolzstabil. Länge und Gewicht als Schutz vor den Elementen? Läuft. Der CVO massiert mein Zwerchfell, und was die Dämpfer schlucken, ist amtlich. Da draußen geht jetzt die Sonne unter. Der V2 reißt mich vorwärts in das flüssige Gold. Geil hier.

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