Norddeutschland (Infos)

Foto: Daams
Trotz aller Miseren – Bremerhaven und das Land drum herum sind ein spannendes Reiseziel. Berge und Pässe wird man hier zwar nicht finden, die Eindrücke im Hafen und an der Küste wiegen dieses Manko jedoch auf.



Anreise:
Bremerhaven liegt an der A27. Wer aus westlicher Richtung kommt, fährt über die A1 bis zum Bremer Kreuz und biegt dort auf die A27 ab. Aus südlicher Richtung: Hannover auf der A7 anpeilen und nördlich der Stadt beim Dreieck Westenholz auf die A27 abzweigen. Zum Fischereihafen geht es über die Ausfahrt Bremerhaven-Wulsdorf.

Unterkunft:
An Hotels und Pensionen herrscht kaum Mangel: An der Nordseeküste setzt man voll auf Tourismus. Während der Sommerferien sollte man dennoch reservieren. Einfach, gemütlich und mit Garage für das Motorrad: „Hotel Columbus“, Lange Straße 141–145, 27580 Bremerhaven, Telefon 0471/95440, Internet: www.columbus-hotel.de. Ein Einzelzimmer gibt es ab 30 Euro pro Nacht, ein Doppelzimmer ab 49 Euro. Toller Frühstücksraum mit viel Seefahrerambiente. Weitere Auskünfte erteilt die „Tourist-Info“, Obere Bürger, 27568 Bremerhaven, Telefon 0471/43000, im Internet unter www.bremerhaventourism.de.
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Foto: Daams
Sehenswertes:
Ein Muss in den norddeutschen Hafenstädten: ein Abstecher in die jeweiligen Hafenanlagen. Die sicherlich interessanteste Strecke findet sich im Überseehafen von Bremerhaven. Eine Runde um die drei Kaiserhäfen führt an den Anlegestellen vieler großer Pötte, an den großen Schleusen sowie an der Lloyd-Werft vorbei. Ein Aussichtsturm aus übereinander gestapelten Containern verschafft Überblick über das Geschehen – und hier tut sich immer etwas! DER Ort für eine Pause im Hafen: „Treffpunkt Kaiserhafen – die letzte Kneipe vor New York“, Franziusstraße 92 (www.treffpunktkaiserhafen.de). Die traditionsreiche Lloyd-Werft (www.loydwerft.com) bietet täglich um 12.30 Uhr Führungen durch die eindrucksvollen Werksanlagen an (acht Euro pro Person). Tickets und Infos gibt es bei der Tourist-Info (siehe oben). Ebenfalls einen Besuch wert: der Fischereihafen, in dem einmal im Jahr das legendäre Fischereihafenrennen ausgetragen wird (siehe Kasten). Im so genannten „Schaufenster Fischereihafen“, einer umgebauten Lagerhalle, finden sich zahlreiche Fischrestaurants, Kneipen, ein Meerwasseraquarium und vieles mehr. Infos: www.schaufenster-fischereihafen.de. Einen Gang durch das erst vor kurzem eröffnete „Deutsche Auswandererhaus“, dem größten Erlebnismuseum Europas, sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Dort wird mit einzigartigen Exponaten und „Kulissen“ die Geschichte der über sieben Millionen deutschen Auswanderer in den vergangenen beiden Jahrhunderten erzählt. Columbusstraße 65, 27568 Bremerhaven, Telefon 0471/902200. Unbedingt auf die Internetseite schauen: www.dah-bremerhaven.de. Spannend ist auch das „Deutsche Schiffahrtsmuseum“, Hans-Scharoun-Platz 1, 27568 Bremerhaven; www.dsm.de. Für Bierfans unverzichtbar: eine Besichtigung der friesischen Jever-Brauerei. Die Führung kostet 6,50 Euro. Anmeldung unter Telefon 04461/13711; www.jever.de. Ein letzter Tipp: Der sensationell schön gelegene Biergarten vom „Kurhaus Dangast“ in Dangast am Jadebusen hat im Norden längst Kultstatus.

Literatur:
Ideal für „Nordfans“: „Nordseeküste Niedersachsens“ von Reise Know-How für 10,50 Euro. Das Buch liefert viele brauchbare Infos für all diejenigen, die zwischen Leer, Emden, Wilhelmshaven, Bremerhaven und Cuxhaven unterwegs sind.Die beste Karte: die „MOTORRAD General Karte“, Blatt 4, im Maßstab von 1:200000 von MairDumont. Attraktive Motorradstrecken sind auf diesen wetterfesten Blättern besonders gekennzeichnet, außerdem werden Renn- und Offroad-Strecken, Hotels sowie Treffpunkte aufgeführt. Preis: 5,90 Euro.

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