Norwegen (Infos)

Viele Norwegenfahrer können einem Ziel nicht widerstehen – dem Nordkap. Die spektakulärsten Regionen des lang gestreckten Landes liegen indessen viel weiter im Süden. Wo das Fjordland nicht nur mit seiner dramatischen Landschaft begeistert, sondern auch mit traumhaften Motorradstrecken.

Anreise
Am bequemsten gelangt man per Schiff nach Norwegen. Jeden Mittag legt eine Fähre der Color-Line in Kiel ab, um am nächsten Morgen Oslo zu erreichen. Tickets für eine Person und ein Motorrad gibt es in der Hauptsaison ab 135 Euro. Weitere Schiffe der Color-Line verkehren zwischen Hirtshals und Kristiansand oder Oslo beziehungsweise zwischen Frederikshavn und Larvik; Telefon 0431/7300300 und und www.colorline.com. Wer direkt in die Fjorde möchte, kann auch mit der Fjord-Line von Hanstholm in Norddänemark bis Stavanger oder Bergen fahren. Infos und Buchung unter www.fjordline.de. Weitere Fährverbindungen in ganz Europa und viele Informationen findet man auf der sehr gut gemachten, neuen Internetseite des Verbands der Fährschifffahrt und Fährtouristik e.V. unter www.faehre-vff.de.

Reisezeit
Beste Bedingungen sind zwischen Ende Mai und Ende August zu erwarten. Ende Mai liegt auf den Bergstraßen selten noch Schnee, und die Obstbäume an den Fjorden stehen in voller Blüte. Nachts wird es im Juni und Juli nur für kurze Zeit dunkel. Lange Schlechtwetterperioden sind seltener als tagelanger Sonnenschein. Die Temperaturen erreichen im Fjordland im Juli tagsüber 15 bis 25 Grad.

Übernachten
Norwegen hat ein dichtes Netz von Campingplätzen, oft in wunderschöner Lage. Pro Zelt und Person kostet eine Übernachtung etwa fünf bis zehn Euro. Typisch für Norwegen sind die »hytter«, kleine, rustikale Holzhütten für zwei bis sechs Personen, die sowohl auf Campingplätzen als auch von Privatleuten gemietet werden können. Bei regnerischem Wetter ist so eine Hytter die ideale Möglichkeit, um Unterschlupf zu finden. Je nach Größe und Ausstattung kostet sie zwischen 25 und 60 Euro pro Nacht.

Geld
Landeswährung ist die Norwegische Krone (NOK). Für einen Euro gibt es derzeit knapp acht NOK. Am einfachsten funktioniert der Geldnachschub über Kreditkarte und Geldautomaten, die überall im Land zu finden sind. Noch eine Bemerkung zu den Kosten: Norwegen ist nicht so teuer wie sein Ruf. Wer Hütten oder das eigene Zelt vorzieht und selber kocht, lebt dort billiger als beispielsweise in Italien oder Frankreich. Viele Reiseinfos finden sich im Internet unter www.visitnorway.com, der Seite des Norwegischen Fremdenverkehrsamts in Hamburg.

Literatur
Als beinahe allwissender Reisebegleiter empfiehlt sich vom Velbinger-Verlag der Band »Norwegen Süd + Mitte« für 23,50 Euro. Ein ebenfalls guter Reiseführer ist »Süd-Norwegen« aus dem Verlag Reise Know-How zum Preis für 19,90 Euro. Ganz aktuell ist das GEO Special »Norwegen« – fantastische Bilder, tolle Reportagen und natürlich ein großer Informationsteil machen diese Ausgabe für 7,80 Euro für eine Reise dorthin fast unverzichtbar. Den vielleicht schönsten Bildband hat der Norweger Pål Hermansen fotografiert: »Panorama Norwegen«. Das edle Buch kostet 50,90 Euro (ISBN 3-930232-05-7). Überragende Fotos gibt es auch im Bildband »Nordische Impressionen« für 49,80 Euro aus dem Tecklenborg Verlag. Die besten Landkarten kommen im Maßstab von 1:325000 aus dem Cappelen-Verlag. Dabei handelt es sich um eine Lizenzausgabe von Kümmerly & Frey. Für das Fjordland sind die Blätter 1, 2 und 3 nötig, die pro Karte 11,90 Euro kosten.
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