Osteuropa: Von Hamburg nach Rumänien (Inofs)

Urlaub im Osten Europas? Auf jeden Fall! Neben den tollen Landschaften und überraschend genialen Motorradstrecken sind es die überaus herzlichen Begegnungen, die den Reiz dieser Länder ausmachen.

Reisezeit
Die Länder Osteuropas lassen sich jederzeit zwischen Frühjahr und Herbst bereisen. In den Sommermonaten kann es in manchen Regionen allerdings fast schon unerträglich heiß werden. Dennoch gehören ein warmer Pullover und Regenkleidung zur Grundausrüstung.

Dokumente
Für die in der Reportage beschriebenen Länder genügt zur Einreise der Personalausweis. Neben dem Kfz-Schein muss jedoch zusätzlich eine grüne Versicherungskarte mitgeführt werden. An den Grenzen sollte man mit längeren Wartezeiten rechnen. Das Auswärtige Amt informiert auf seiner Internetseite (www.auswaertigesamt.de) ausführlich über Einreisebestimmungen sowie eventuelle Reisewarnungen.

Übernachten
Einfache Privatunterkünfte, Pensionen und Hotels finden sich praktisch überall in den erwähnten Ländern. Pro Nacht und Nase sind ab 20 Euro zu kalkulieren. Ausnahme: Rumänien, wo die Suche nach einer Bleibe schon mal etwas länger dauern kann. Ein einfaches Zimmer gibt es hier schon ab etwa zehn Euro. Unbedingt Zelt und Schlafsack mitnehmen – das Netz an Campingplätzen ist mittlerweile recht gut, und in abgelegenen Regionen lässt es sich auch wild campen.

Sicherheit und Verkehr
Die Länder Osteuropas sind besser als ihr Ruf – und Motorräder gelten nur bedingt als bevorzugtes Diebesgut. Dennoch ist es besonders in Städten ratsam, das Fahrzeug stets bewacht in einer Garage oder auf einem Parkplatz abzustellen. Im Straßenverkehr geht es generell etwas chaotischer zu als in Deutschland – eine defensive Fahrweise ist das beste Rezept gegen so manches wilde Überholmanöver. Mit rigorosen Geschwindigkeitskontrollen muss überall gerechnet werden. Entgegenkommende Verkehrsteilnehmer warnen jedoch regelmäßig per Lichthupe vor solchen Polizeieinsätzen. Bleifreier Treibstoff ist inzwischen überall zu bekommen. In Rumänien sollten Fahrer von Fahrzeugen mit Kat aber sicherheitshalber nur die größeren Tankstellen ansteuern und über eine Reichweite von rund 300 Kilometern verfügen. Ansonsten findet sich eine Tankstelle garantiert spätestens alle 200 Kilometer.

Motorräder
Eine Tour durch den Osten Europas lässt sich mit jeder Art von Motorrad unternehmen. Während sich die meisten Straßen in Tschechien und der Slowakei in einem recht guten Zustand befinden, muss man in Rumänien besonders abseits der Hauptstrecken mit welligem Asphalt oder Schlaglöchern rechnen. In den Karpaten findet sich auch die eine oder andere spannende Piste. Hier sind Fahrer von (Reise-)Enduros klar im Vorteil.

Literatur
Bei einer entsprechenden Tour durch diverse Länder ist man auf mehrere Reiseführer angewiesen. Damit diese auf dem Motorrad nicht zu viel Platz beanspruchen, lohnt ein Blick in die sehr kompakten, jeweils knapp 130 Seiten starken Marco-Polo-Führer (www.marcopolo.de), die dennoch sehr umfangreich informieren. Die Ausgaben »Tschechien«, Slowakei«, »Ungarn« und »Rumänien« kosten je 7,95 Euro. Überaus gute Karten kommen ebenfalls aus dem Hause Marco Polo: die neuen »Autokarten« im Maßstab von 1:303000 für je 7,50 Euro decken ganz Europa ab. Der dazugehörige »Reiseguide« liefert zudem jeweils 150 Reisetipps über das entsprechende Land. Eine Liste mit Links zu Rumänien findet man unter www.karpatenwilli.com/links.htm.
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