Patagonien (Infos)

Südamerikas vielfältige Landschaften sind längst kein Geheimtipp mehr – ein Trip nach Patagoninien ist aber noch immer etwas Besonderes.

Anreise
Egal, ob Harley oder Enduro – die Motorräder müssen über den Teich. Dafür kommt entweder Luft- oder Seefracht nach Buenos Aires in Argentinien sowie nach Santiago in Chile in Frage. Ausführliche Infos dazu finden sich in der MOTORRAD-Ausgabe 3/2004. Die erhält man natürlich auch bei entsprechenden Speditionen, die sich auf Luftfracht spezialisiert haben: MBS-Air-Cargo in Köln (Herr Schuster), Telefon 02203/ 93384143, sowie in Frankfurt (Herr Wünsch), Telefon 06107/717175; Quick Cargo Service in Frankfurt, Telefon 06105/911328, oder Bikeworld-Travel in Detmold, Telefon 05231/ 580262. Spezialisten für Seefracht sind: MBS-Sea-Cargo, Telefon 02203/933842; Woick Travel Center, Telefon 0711/7096710, und die Reiseagentur Hamburg Süd, Telefon 040/ 75664050. Flüge für den Fahrer gibt es derzeit ab etwa 700 Euro.

Dokumente
Für Argentinien und Chile (und für alle anderen Länder Südamerikas) reicht ein Reisepass. Für das Motorrad wird offiziell kein Carnet de Passage mehr verlangt – außer man reist über den Flughafen von Buenos Aires ein. Allerdings berichten einige Motorradglobetrotter, dass sie auch dort ohne dieses Dokument ihr Fahrzeug in Empfang nehmen konnten. Ein gutes Forum für entsprechende Fragen findet sich im Internet unter www.horizonsunlimited.com. Internationaler Führer- und Fahrzeugschein sind Pflicht.

Allgemeines
Chile und Argentinien sind ideale Einstiegsländer für Südamerika-Neulinge. Vieles erinnert an Europa, und die Infrastruktur ist in den touristisch orientierten Zentren sehr gut. Eine Reichweite von 350 Kilometern (plus ein Benzinkanister auf manchen Etappen) genügt; die Strecke hinunter bis nach Feuerland ist – abgesehen von manch windigen Tagen und der einen oder anderen deftigen Schotterpassage – recht problemlos mit jeder gängigen Enduro zu meistern. Selbst die Einsamkeit ist relativ: In der in diesen Breiten kurzen Hauptsaison zwischen Dezember und März wird man auf überraschend viele Reisende treffen, die unterwegs nach Süden sind. Einfache Pensionen finden sich in jeder Siedlung, und wildes Campen ist nirgendwo ein Problem. Infos dazu finden sich in jedem guten Reiseführer wie zum Beispiel dem »South American Handbook« aus dem Footprint Verlag. Dieses englischsprachige Standardwerk wird jährlich aktualisiert, ist in jeder guten Buchhandlung zu erstehen und kostet 40 Euro.
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