Reise-Infos

Diese Wochenendrunde führt in ein Stück Deutschland reinster Ausprägung. Mittendrin prächtige Burgen und alte Städte, rundum Mittelgebirge und Sträßchen vom Feinsten.

Anreise
Von Süden und Osten über die A 67, 60 und 66 in Richtung Wiesbaden bis zur B 42 am Rheinufer bei Eltville. Von dieser dann nördlich in den Rheingau abzweigen. Von Norden kommend, kann die Tour auch von der A 3 bei Montabaur, Limburg oder Idstein gestartet werden. Sonst weiter zum Wiesbadener Kreuz und dort auf die A 66 wechseln. Von Westen kommend über Koblenz und die A 61 zur B 42 fahren.

Reisezeit
Die Region Rheingau-Taunus wird klimatisch von starken Kontrasten geprägt. Während an den warmen Südhängen am Rhein schon Ende April warme Frühlingslüfte wehen und weiße Blütenmeere sprießen, herrschen im Hochtaunus am 880 Meter hohen Großen Feldberg noch winterliches Grau und eisige Kälte. Umgekehrt finden sich dort bei sommerlicher Hitze oft noch ruhige und kühle Oasen. Spätestens Mitte Mai jedoch sollte selbst nach diesem harten Winter überall der Frühling begonnen haben.

Gastronomie und Motorradfahren
Auch hier zeigen sich enorme Unterschiede. Während im Taunus – abseits der am Wochenende hochfrequentierten Ausflugsziele rund um den Feldberg – noch Stille und leere Sträßchen dominieren, branden an den Rheinufern die Wogen des internationalen Tourismus. Neben Berlin und den bayrischen Königsschlössern wohl eines der Topziele vor allem von Amerikanern und Japanern. Das kann Spaß machen, und in vielen der toll restaurierten Orte lässt es sich gut aushalten, oft sogar zu moderaten Preisen (um die 50 Euro pro Person) übernachten. Trotzdem ist das Terrain definitiv Geschmackssache. Etwas authentischer und ebenfalls mit vielen Hotels und Restaurants gesegnet sind die regionalen Ausflugs-gebiete entlang Wisper und Lahn sowie in Rheingau und Taunus. Am Wochenende bündeln sich hier zwar die erholungsbedürftigen Worker des Rhein-Main-Gebietes (Biker vor allem im Wispertal), aber abseits der Hauptrouten lässt es sich ungestört cruisen. Vorsicht ist in Sachen Tempolimit geboten, das in Rheinhessen relativ rigide gehandhabt wird. So dürfen Biker im Wispertal nur 60 km/h fahren, und es wird hart kontrolliert.

Traumbike mieten
Na, Lust auf eine Runde mit einem besonderen Bike gekriegt? Egal, ob Benelli, Ducati oder Harley – hierzulande lässt sich fast jedes Motorrad tage- oder wochenweise zu vertretbaren Preisen mieten. Nicht nur als Anti-Stress-Therapie oder Geburtstags-überraschung eine gute Idee, sondern auch als verlängerte Probefahrt. Denn nicht jede Maschine erschließt sich in einer halben Stunde. Drei große Mietplattformen bieten im Netz ihre Dienste an: Motorradver-mietung.net (Motorent), Erento.com und Qrental.de vermitteln den Kontakt zu regionalen Fachhändlern mit Mietmaschinen. Versicherungsumfang und Freikilometer werden meist individuell vereinbart. Eine Benelli kostet beispielsweise bei Motorent ab 86 Euro am Tag, eine kleine Harley ab 49, eine Fireblade 119 Euro. Wochen- oder Wochenendtarife sind meist etwas lohnenswerter. So gibt‘s die Benelli dann für jeweils 229 Euro. Alle Infos dazu stehen in „Motor-räder mieten“, MOTORRAD 20/2008.

Reisedauer: zwei Tage
Gefahrene Strecke: rund 350 km
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