Reise-Infos Trentino

Im Trentino zwischen Iseo-See, Stilfser Joch, Meran und dem Gardasee warten traumhafte Motorradstrecken. Eine Krönung jeder Tour ist der Ausflug auf die Kletter-steige der Brenta – auch für schwindelfreie Anfänger.


Reisedauer: 7 Tage
Gefahrene Strecke: 1500 Kilometer

Hauptstadt: Trient/Trento Fläche: 6206,90 km2Landeszugehörigkeit: Italien Höchster Berg: 3769 mEinwohnerzahl: 513357

Anreise
Vom Rheinland bis zum Lago d’Iseo sind es etwa 800 Kilometer. Die schnellste Strecke führt dabei über vignettenpflichtige Schweizer Autobahnen, durch den Gotthard-Tunnel bis Mailand und weiter nach Iseo. Alternativ bietet sich die schönere Route über die Alpen in der Schweiz via Flüelapass oder durch Österreich über den Reschenpass zum Stilfser Joch an. Bequemer ist die Anreise per Autozug, der wöchentlich von Hamburg, Berlin, Hildesheim und Düsseldorf bis Bozen fährt. Pro Person und Motorrad kostet die einfache Fahrt je nach Saison von Düsseldorf ab 186 Euro. Infos unter Telefon 01805/241224 oder unter www.dbautozug.de.

Reisezeit
Die Wintersperre der hohen Pässe wird je nach Schneelage zwischen Ende Mai und Ende Juni aufgehoben. An den oberitalienischen Seen kann es schon Anfang März mit bis zu 20 Grad frühlingshaft mild sein. Ideale Reisezeiten sind Mai/ Juni und September/Oktober. Wenig erholsam sind Juli und August aufgrund der italienischen Ferien. Dann aber locken die Alpenpässe, auch wenn mit mehr Verkehr gerechnet werden muss. Je nach Schneelage werden die ersten Pässe ab Ende Oktober gesperrt.

Unterkunft
Zwischen Gardasee, Brenta und Dolomiten liegen rund 75 motorradfreundliche Hotels mit Zimmerpreisen ab 35 Euro (ein gutes Beispiel: www.aktivhotel.it). Der Motorradtourismus-Verband Trentino bietet zahlreiche Dienstleistungen für Biker und kooperiert mit Hotels, Pensionen und Campingplätzen, deren Erkennungslogo ein überdachtes Motorrad auf orangefarbenem Hintergrund ist. Alle Infos unter www.trentinoinmoto.de.

Literatur
„Trentino und Gardasee aus der Reihe „Motorrad Guide & Roadbook vom Bruckmann-Verlag beschreibt ausgewählte Routen der Region (12,95 Euro). Zehn Touren rund um den Gardasee stellt der Motorradführer aus dem Highlights-Verlag vor (9,90 Euro). Praxisorientiert ist der von Alfred Müller verfasste Führer „Trentino Gardasee – Die schönsten Motorrad-Touren in Kooperation mit dem Motorradtourismus-Verband Trentino, 14,90 Euro, Infos: www.bike-book.com. Das Reisehandbuch „Oberitalienische Seen für 19,90 Euro aus dem Michael Müller Verlag konzentriert sich auf den Südrand der Alpen. Eine gute Landkarte: Marco-Polo-Generalkarte Italien, Blatt 2, Maßstab 1:200000, für 6,50 Euro. Alternativ bietet sich die Trentino-Karte vom Touring Club Italiano im gleichen Maßstab an.

Infos
Erste Informationen verschickt das italienische Fremdenverkehrsamt ENIT, Telefon 069/237430. Im Internet helfen folgende Seiten weiter: www.enit.it, www.italientipps.de, www.ratgeber-italien.de, www.trentinoinmoto.com, www.trentino.to, www.dolomitibrenta.it, www.visittrentino.it.

Extrainfos
Klettersteig Klettersteige, auch Eisenweg oder via ferrata genannt, gibt es fast überall in den Alpen. Die Steige sind eine Mischung aus Wanderweg und Kletterroute und werden je nach Schwierigkeitsgrad in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Die Brenta-Klettersteige, vor allem der Bocchette-Weg, zählen zu den schönsten der Alpen. Wer nicht schwindelfrei ist oder unter Höhenangst leidet, hat auf Klettersteigen nichts verloren. Mut und Trittsicherheit sind unabdingbar. Dann können auch Anfänger in der Obhut erfahrener Begleiter den Drahtseilakt wagen. Zur obligatorischen Ausrüstung gehören neben der üblichen Wanderausstattung fürs Hochgebirge (der höchste Punkt des Bocchette-Wegs liegt auf 3020 Meter) Klettersteigset, Klettergurt, Karabiner, Helm, stabile Schuhe mit steifer Sohle und Handschuhe. Wer eine Klettersteigtour beim Veranstalter oder einem Bergführer bucht, kann diese Teile ausleihen. Wie stets in den Bergen ist aufs Wetter zu achten. Schnelle Wechsel sind in der Brenta gefürchtet. Gewitter können gefährlich werden, weil die Drahtseile und Leitern wie Blitzableiter fungieren und geschützte Stellen nicht so schnell erreichbar sind. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Steinschlaggefahr. Vorm Abstürzen indes muss keiner Angst haben, wenn er sich stets mit beiden Karabinern am Drahtseil einklinkt und die Haken, mit denen das Seil in der Felswand verankert ist, ab und an begutachtet. Entlang der Brenta-Klettersteige gibt es fast ein Dutzend rustikale Berghütten (rifugios). Telefonische Reservierung ist vor allem von Juli bis Anfang September empfehlenswert. Verschiedene Bergschulen und Bergführer bieten Touren auf den Brenta-Klettersteigen an. Spontan Entschlossene können auch vor Ort in Madonna di Campiglio buchen. Am besten in der Touristen-information, einem Bergsportgeschäft oder bei den Bergführern direkt informieren (www.guidealpinecampiglio.it). Vorfreude auf die Klettersteige vermittelt das Brenta-Heft der Zeitschrift „Berge. Für die Planung der Routen empfiehlt sich Hüslers Klettersteigführer „Dolomiten für 19,90 Euro aus dem Bruckmann-Verlag. Die beste Karte ist die Alpenvereinskarte Brentagruppe im Maßstab 1:25000. Den einfachsten Überblick über Wege und Angebote ermöglicht das Internet, beispielsweise die Seiten www.via-ferrata.de, www.bergschulen.de, www.oase-alpin.de, www.dav-summit-club.de, www.alpindays.com, www.klettersteig.de, www.real-adventure.eu.
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