Silvretta-Hochalpenstraße

Irgendwann ist gut, liebe Eigentümer von Privatstraßen und -pässen in Österreich. Klar, die Wege dürfen nicht versanden, der Schnee muss weggeschoben werden, und der Bau von Strecken kostet gerade in der Bergwelt richtig Geld. Trotzdem – müssen diese Preise sein? Nach den happigen Gebühren, die ich in diesem Jahr bereits für die Befahrung von Timmelsjoch, Brenner, Arlbergtunnel und Silvretta-Hochalpenstraße gelöhnt habe, ist mir die Lust auf weitere Mautstraßen vergangen. Ein Ausflug über die Großglockner-Hochalpenstraße? Schon aus Prinzip nicht: 17 Euro Maut sind defintiv zu viel! Der laut Eigenwerbung »motorradfreundlichste Alpenpass« mag dank exklusiver »Biker-Rastplätze« mit Helmschließfächern und Infobroschüre eine tolle Sache sein (Wer, bitte schön, braucht das alles?) – drumherum geht’s nicht minder spektakulär, aber mautfrei zur Sache. Ich denke da an die Sella-Runde in den Dolomiten, an das Schweizer Pässe-Knäuel Furka-Grimsel-Susten oder an die fantastischen Bergstrecken in den Westalpen.Ich sage Nein zu diesen Gebühren, zu-mal die Beträge in keinem Verhältnis zu denen für Autofahrer stehen. Die zahlen an der Silvretta etwa 10,90 Euro, nur 70 Cent mehr als ein Motorradfahrer. Da bleibt ein unangenehmer Beigeschmack.
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