Südamerika (Infos)

Fast 5000 Meter hohe Pässe, Regenwald und Sandwüste – die Andenländer Bolivien, Peru und Ecuador sind einzigartige Reiseziele und an Eindrücken kaum zu überbieten.

Anreise
Flugtickets von Frankfurt nach Santiago, La Paz, Lima oder Quito werden ab etwa 900 Euro angeboten. Für eine Reise durch mehrere Länder empfielt sich ein Gabelflug, der kaum mehr kostet.

Reisezeit
In Bolivien dauert die Regenzeit normalerweise von Dezember bis März und in Peru von November bis April – dann geht auf vielen Straßen und Pisten mitunter nichts mehr. In der Trockenzeit bewegen sich die Tagestemperaturen entlang des Pazifiks bei 25 Grad, auf dem Altiplano zwischen 10 und 15 Grad, nachts kann es – besonders im südwestlichen Teil Boliviens – durchaus minus 20 Grad kalt werden. Trotzdem liegt die beste Reisezeit außerhalb der Regenzeit.

Dokumente
Der Reisepass reicht, ein Visum ist für keines der drei Länder nötig. Auch ein Carnet de Passages für das Motorrad wird nirgends verlangt. Ein internationaler Führer- und Fahrzeugschein sind dagegen Pflicht. Von allen Dokumenten Kopien mitnehmen.

Gesundheit
Neben den Grundimpfungen Polio, Tetanus und Typhus ist eine Immunisierung gegen Gelbfieber sowie Hepatitis A und B empfehlenswert. Wer in die Urwälder des Amazonas-Tieflands reisen möchte, sollte sich zudem ausführlich über eine Malaria-Prophylaxe informieren. Infos dazu unter www.fit-for-travel.de (Tropenmedizin Uni München) und unter www.osir.ch (Infostelle für Reisemedizin, Schweiz).

Motorräder
Eine Anden-Tour kann im Prinzip mit jeder robusten Enduro gefahren werden. Die Benzinversorgung ist generell ausreichend; nur wer die im Reisebericht erwähnte Strecke nach Uyuni fahren möchte, sollte über eine Reichweite von etwa 500 Kilometern verfügen. Achtung: Die sauerstoffarme Höhenluft und die oft schlechten Pisten lassen den Benzinverbrauch um 20 bis 40 Prozent steigen. Grobstollige Reifen wie Conti TKC 80, Michelin T 63 oder Mitas E 07 sind ein Muss. Ersatzteile für die Motorräder sind, wenn überhaupt, nur in den Großstädten zu bekommen.

Übernachten
Hotels und Hosterias gibt es vom schäbigen Schuppen für drei Euro bis zur Luxusherberge. Wobei die Mehrzahl der Unterkünfte für unsere Verhältnisse sehr preiswert ist. Wichtig bei der Hotelauswahl: ein sicherer Abstellplatz fürs Motorrad. Campingplätze gibt es nur in den Nationalparks von Ecuador. Vom freien Zelten wird aus Sicherheitsgründen abgeraten, in einsamen Regionen des Altiplano sind aber keine Probleme zu erwarten.

Literatur
Die Bibel für Südamerikafahrer ist das englische »South American Handbook« vom Footprint Verlag. Wird jedes Jahr aktualisiert und kostet etwa 40 Euro. Ebenfalls brauchbar sind »Peru, Bolivien« vom Reise Know-How-Verlag für 25 Euro und »Ecuador« aus dem Michael Müller Verlag für 24,90 Euro. Zum Einstimmen empfiehlt sich das Geo-Special »Anden« für 7,80 Euro. Gute Landkarten sind Mangelware. Zur Übersicht eignet sich die R+V-Karte Südamerika im Maßstab 1:4 Millionen. Eine vernünftige Karte für Bolivien haben wir nicht gefunden. Für Peru gibt es vor Ort die gute Mapa Vial im Maßstab 1:2,2 Millionen vom Verlag Lima 2000. Die Sowjetischen Generalstabskarten im Maßstab von 1:500000 hatten wir für die Piste von San Pedro nach Uyuni dabei. Allerdings entspricht der eingezeichnete Verlauf der Strecke nur selten der Realität. Die Karten gibt es bei Därr in München (Telefon 089/282032; www.daerr.de) sowie bei Woick in Stuttgart (0711/7096751; www.woick.de).
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