Südfrankreich (Infos)

Großer Himmel, weites Land: Die Camargue ist eines von Europas bedeutendsten Naturreservaten mit halbwilden Pferden und Stieren, mit Scharen von Flamingos und ausgedehnten Stränden.

Anreise
In den Süden Frankreichs gelangt man am schnellsten über die A 31 von Metz nach Dijon oder über die A 36 von Mulhouse nach Beaune und schließlich über die A 6 in Richtung Lyon.Ab hier führen zunächst die A 7 und dann die A 9 nach Nîmes. Eine Alternative stellen die parallel zu den Autobahnen verlaufenden Nationalstraßen dar. Hier kommt man ebenfalls recht zügig voran und spart sich die Mautgebühr. Stadtumgehungen auf der Autobahn sind gebührenfrei. Für Nordlichter bietet sich eine Anreise per Autozug an. Die einfache Passage beispielsweise von Hamburg nach Narbonne kostet für eine Person im Liegewagen und Motorrad in der günstigsten Variante 250 Euro. Bei gleichzeitiger Buchung der Rückfahrt wird es billiger. Weitere Informationen, Preise und Termine in jedem DB-Reisezentrum oder im Internet unter www.dbautozug.de.

Übernachten
Im Hochsommer, an Pfingsten und Ostern ist es besonders in der Camargue nahezu unmöglich, ohne Reservierung ein Zimmer für die Nacht zu bekommen. Sehr ruhig und abgelegen wohnt man in der Mas Médaille bei Arles (Wegbeschreibung anfordern!), Telefon 0033/603/227650, Internet: www.multimania.com/masmedaille.fr. Für Übernachtung und Frühstück sind 29 Euro pro Person zu berappen. Auch für die Mas Apolline bei Vauvert fordert man besser eine Wegbeschreibung an – und genießt viel Ruhe und Natur. Telefon und Fax 0033/466/735220, Internet: www.masapolline.camargue.fr. Übernachtung und Frühstück kosten ab 22,50 Euro pro Person. Der Betrieb ist unter deutschsprachiger Leitung. Das Hotel Saint-Louis, 10, Rue Admiral Courbet in Aigues Mortes, liegt sehr schön innerhalb der Stadtmauern, Telefon 0033/466/537268, Internet: www.lesaintlouis.fr. Für Übernachtung und Frühstück sind pro Nase ab 32 Euro fällig. Garagenbenutzung kostet 5,40 Euro pro Tag extra. Weitere Auskünfte zu den Départements Gard (Languedoc-Roussillon) und Bouches-du-Rhône (Provence-Alpes-Côte d’Azur) erteilt das Französische Fremdenverkehrsamt – Maison de la France – in Frankfurt, Telefon 0190/570025, Internet: www.franceguide.com. Eine sehr gute Anlaufstelle in Nîmes ist das Comité Départemental du Tourisme Gard in 3, place des Arènes, Telefon 0033/466/369630, im Internet unter www.cdt-gard.fr.

Sehenswert
Ob in Dörfern wie Saint Laurent d’Aigouze oder Städten wie Arles: Der Besuch einer Course Camarguaise gehört in jedem Fall zum Programm. Der Stier wird im Gegensatz zur spanischen Corrida – die in der Camargue auch stattfinden – nicht getötet. Vor oder nach der Course werden die Stiere von den Gardians durch die Straßen getrieben. Stierkampfsaison ist von Mai bis November, Veranstaltungskalender gibt es bei den Fremdenverkehrsämtern. Alles rund um Stier und Pferd gibt es auf der Domaine de Méjanes am Étang de Vaccarès zu sehen. Infos unter Telefon 0033/490/971232. Ausflüge zu Pferd werden ebenfalls angeboten. Flamingos und viele andere Vögel beobachtet man hautnah im Parc Ornithologique de Pont de Gau bei Saintes-Maries-de-la-Mer.

Literatur
Viele praktische Reisetipps und zahlreiche Hintergrundinformationen finden sich im 648 Seiten starken Reisehandbuch »Provence« aus dem Reise-Know-How-Verlag, Preis: 19,90 Euro. Wer in den Süden Frankreichs reist, sollte unbedingt in die Merian-Ausgabe »Provence« schauen. Der Band bietet interessante Reportagen über Land und Leute und tolle Fotos. Frankreichfans vertrauen eigentlich nur auf Karten aus dem Hause Michelin. Und das zu Recht – keine sind besser. Wer die Camargue als Ziel hat, greift zur Frankreich-Regionalkarte Nr. 245 »Provence-Côte d’Azur« im Maßstab von 1:200000, Preis: 7,06 Euro.
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