Tour 3: Ums Steinerne Meer

Foto: Eisenschink
Auch bei dieser Tour geht es vom Hotel über Bad Dürnberg tief hinunter nach Hallein im Salzachtal, dem man auf der 159 südlich in Richtung Golling folgt. Die Berge wachsen massig empor, und ab Golling wechselt die oben im Fels begleitende Autobahn immer öfter von Brücken zu Tunnels. Sie kämpft mit Fluss, Bahn und Landstraße um das immer schmaler werdende Tal der Salzach, das diese zwischen Hagen- und Tennengebirge herausgefräst hat.

Der 2281 Meter hohe Hochkogel scheint zum Greifen nahe, und Schloss Hohenwerfen setzt, einer Fantasy-Burg gleich, noch einen Akzent auf die zackige Kulisse drauf. War die Straße bisher schnell und gut ausgebaut, kommt nach Bischofshofen auf dem Weg nach Mühlbach wieder die richtige Kurvenlaune. Die Landschaft bleibt spektakulär, wenn man im Ort dem Abzweig Arthurhaus/ Mandlwandstraße folgt, der zum felsigen Hochkönig führt. Auf der 1500 Meter hohen Endstation direkt am Fuß des Hochkönigs reckten sich die Gipfel fast noch mal doppelt so hoch vor dem Betrachter auf (siehe „Pausentipp”). Wieder zurück in Mühlbach, geht es nun auf einer flotten, kurvigen Bergstraße in westlicher Richtung weiter zur 20 Prozent steilen Ostrampe des Dientner Sattels .

Anzeige
Foto: Eisenschink
Auf sechs Kilometern zügiger Strecke gewinnt man volle 500 Höhenmeter, um danach im Westen auf etwas flacherem Geläuf im Ort Dienten am Hochkönig links Richtung Wend und Dienten-Zentrum zu schwenken. Entlang des Dientner Baches schlängelt sich die schmale Straße zur 311, auf der man nach rechts im Salzachtal Richtung Taxenbach/Zell am See weiterfährt. In Taxenbach ist ein Abstecher in das landschaftlich sehr schöne Sacktal von Rauris möglich. Ansonsten weiter auf der 311 bis Bruck und gelegentlich den sagenhaftem Blick auf die Bergriesen des Glocknermassivs und die weiße Schneekappe des 3203 Meter hohen Kitzsteinhorns genießen. Abstecher nach Kaprun zu Vötters Fahrzeugmuseum möglich (siehe „Sehenswert”).

In Bruck rechts auf die Ostuferstraße entlang des Zeller Sees (die ruhigere Variante) oder auf der 311 bleiben und über Zell am See (Pausentipp im Ort) nach Norden bis Saalfelden. Schnell, aber spektakulär geht es nun auf der 311 über Weißbach bis Lofer und entlang der imposanten Felsabstürze des Steinernen Meeres. In Lofer könnte man die Gebirgsrunde abkürzen und den Wegweisern nach Bad Reichenhall folgen, um via Knie- und Steinpass die Deutsche Alpenstaße zu erreichen. Ansonsten in Lofer links nach Waidring und dort links den Abzweig nach St. Ulrich/Pillersee nehmen. Über St. Jakob erreicht man auf der idyllischen kleinen Straße die 164, der man rechts bis St. Johann folgt.

Über Kirchdorf, Griesenau und Schwendt auf einer klasse Bergstrecke durch die Ostflanke des Kaisergebirges hindurch auf der kleinen 176 nach Kössen. Ein unbedingt empfehlenswerter Abstecher führt von Griesenau links in das Kaiserbachtal auf einer kleinen Mautstraße (0,70 Euro/Motorrad) hoch zur Griesener Alm (Pausentipp). Hier sitzt man direkt am Fuß der senkrechten Felswände des Wilden Kaiser. Bei Weiterfahrt nach Kössen vor Erreichen des Orts rechts auf der 172 über die deutsche Grenze nach Reit im Winkl. Die B 305 macht als Deutsche Alpenstraße ihrem Namen Ehre und führt mit ihrem Kanada-Am-biente durch eine ganze Seenlandschaft nach Ruhpolding . Von dort geht es an den Felsklötzen von Reiter Alpe und Hochkalter vorbei nach Berchtesgaden zurück.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel