Unterwegs: Osteuropa (Infos)

Lust auf Neues? Dann auf nach Osteuropa, das weitaus besser ist als sein Ruf. Man sollte sich nur darauf einstellen, unterwegs auch mal improvisieren zu müssen – aber darin kann gerade der Reiz einer Reise liegen.

Anreise
Für eine Fahrt durch den Osten Europas müssen ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass, der Kfz-Schein sowie die grüne Versicherungskarte für das Fahrzeug mitgeführt werden. An den Grenzen zu Rumänien, Bulgarien und der Türkei kommt es leider regelmäßig zu längeren Wartezeiten. Auf der Homepage des Auswärtigen Amts (www.auswaertigesamt.de) erfährt man alles über Einreisebestimmungen sowie eventuelle Reisewarnungen.

An- und Rückreise
Wer in die Karpaten, zum Donau-Delta oder an die bulgarische Schwarzmeerküste reisen möchte, muss notgedrungen eine längere Anreise in Kauf nehmen. Per Autobahn gelangt man bis in die ungarische Hauptstadt Budapest, von wo aus nur noch mehr oder weniger gut ausgebaute Fern- beziehungsweise Transitstrecken weiter in Richtung Osten führen. Mit rigorosen Geschwindigkeitskontrollen muss überall gerechnet werden. Wer – wie im Text beschrieben – per Fähre von Patras nach Venedig (oder umgekehrt) gelangen möchte, sollte besonders in den Sommermonaten reservieren. Eine einfache Passage für die 36-stündige Fährfahrt kostet pro Person und Motorrad (Mehrbettkabine, Nebensaison) ab 142 Euro. Infos und Buchung: DERTOUR, Telefon 069/95885800; Internet: www.dertour.de.

Unterkunft
Während sich in Ungarn inzwischen nahezu überall ein Zimmer finden lässt, kann es in Rumänien, Bulgarien oder in den abgelegeneren Regionen in der Türkei mit der Suche nach einer Bleibe schon mal etwas länger dauern. In einem einfachen Pensionszimmer lässt es sich bereits ab zehn Euro nächtigen; für eine Nacht in einer Großstadt oder in einem touristisch interessanten Gebiet muss man dagegen mit mindestens 34 bis 50 Euro rechnen. Unbedingt Zelt und Schlafsack mitnehmen – Campingplätze finden sich in den Karpaten sowie an den bulgarischen und türkischen Stränden.

Geld
Niemals schwarz tauschen! Fürs erste reicht es, sich einige Euro an der Grenze in einer Wechselstube zu besorgen. Betrügereien sind dort aber nicht auszuschließen. Besser: Die nächste Bank aufsuchen oder per EC-Karte an einem der inzwischen zahlreichen Automaten Geld abheben. Hotels und viele Geschäfte akzeptieren alle gängigen Kreditkarten. Achtung: Rumänische Lei werden in Bulgarien nicht gewechselt – also unbedingt vorher ausgeben. Bulgarische Leva dürfen ihrerseits wiederum nicht ausgeführt werden.

Sicherheit
Geschichten von mafiösen Zuständen in Ungarn, Rumänien oder Bulgarien halten sich hartnäckig. Fahrzeugklau, Trickbetrüger oder organisierte Räuberbanden treiben aber auch in Italien, Frankreich oder Spanien ihr Unwesen. Motorräder gelten in Osteuropa nur bedingt als attraktives Diebesgut. Generell sollte man sein Fahrzeug stets in einer Garage oder auf einem bewachten Parkplatz abstellen. Wegen unbeleuchteter Baustellen oder Fuhrwerke nachts besser nicht fahren. Inzwischen gibt es an allen größeren Tankstellen auch bleifreien Treibstoff – eine Reichweite von 200 Kilometern ist ausreichend.

Literatur
Bei einer entsprechenden Tour ist man auf mehrere Reiseführer angewiesen – was auf einem Motorrad schnell zu einem Platzproblem führt. Ein Tipp sind deswegen die jeweils nur etwa 130 Seiten starken Marco-Polo-Führer für je 7,95 Euro (www.marcopolo.de). Ebenfalls von Marco Polo stammen die hervorragenden Shell Eurokarten, die die Länder Osteuropas im Maßstab von je 1:750000 abdecken. Für je 7,50 Euro. Für Rumänien und Bulgarien empfiehlt sich ebenso die gleichnamige Travelmag-Karte im Maßstab von 1:800000, die 7,50 Euro kostet.
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