Was macht eigentlich Kollege Schröder?

Seit über drei Monaten sind Franca Buzza und MOTORRAD-Unterwegs-Redakteur Michael Schröder auf einer BMW F 650 GS und einer bayerisch-schwarzwälderischen Monsterkuh in Südamerika unterwegs. Kurzzeitig allerdings mutierte ihre Abenteuerreise zu einem unfreiwilligen Badeurlaub an den Stränden von Arica im Norden Chiles. Grund für den unstandesgemäßen Zwischenstopp: Die Stollenreifen der beiden Enduros strebten schon seit einigen 1000 Kilometern einer neuen Karriere als Slicks entgegen. Doch leider blieb die bei Zeiten eingefädelte, mehrfach versprochene Reifenlieferung nach Arica aus. Geschlagene zwei Wochen lang. Zudem litt Schröders Monsterkuh unter massivem Muskelschwund an den hinteren Bremsbelägen. Mit einem Sieben-Zentner-Schiff auf unbefestigten, steilen, über 4000 Meter hohen Passstraßen alles andere als witzig. Zum Glück aber spielte die chilenische Polizei den selbstlosen Freund und Helfer: Der Fuhrparkleiter der Polizeistation in Arica spendierte dem reisenden Redakteur die neuwertigen Bremsbeläge einer BMW R 1100 RT, die wegen eines Motorschadens vorübergehend vom Dienst suspendiert war.Da Buzza und Schröder nicht noch länger am Strand herumlungern und auf die frischen Gummis warten wollten, disponierten sie die Lieferung nach La Paz um und machten sich wieder auf Achse. Kurs: Santa Cruz. Eine größere Ansiedlung im tropischen, bolivianischen Tiefland, die den östlichsten Punkt der gesamten Reise markiert. In Bolivien machen den beiden zurzeit politische Unruhen und Straßensperren ebenso große Sorgen wie die mehr und mehr abbauenden Reifen. Allmählich drängt auch die Zeit, denn noch stehen einige anspruchsvolle Anden-Pässe und ein langer Weg bis zum Reiseziel Quito in Ecuador an. Wie es dem Traveller-Team momentan ergeht, ist aktuell unter www.motorradonline.de nachzulesen. Thorsten Dentges
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