Westpyrenäen (2)

Foto: Engelke
Ohne Worte.
Ohne Worte.
Früh am nächsten Morgen ein kurzer Besuch im Supermarkt, und schon geht es, perfekt gerüstet für ein Picknick, in südlicher Richtung hinaus aus dem Trubel der Stadt. Über die N 10 nehmen wir Kurs auf St. Jean-de-Luz. Dort biegen wir von der Küsten-straße in Richtung Ascain auf die N 121 ab. Die Straße wird ein wenig enger, der Asphalt dafür griffiger. Vor uns bauen sich unter strahlend blauem Himmel die ersten Gipfel der Pyrenäen auf. Den Weg dorthin weisen unzählige Rennradler, die mit angespannten Waden bergauf sprinten. Für die herrliche Landschaft auf beiden Seiten der Straße haben die Sportler vermutlich wenig Sinn. Wir dagegen umso mehr. Grüne, sanft hügelige Wiesen und Felder wechseln sich mit dichten Wäldern ab, und dazwischen glitzern immer wieder kleine Bäche und Seen in der Sonne.

Entlang des Flüsschens Nivelle schrauben wir uns schließlich durch knackige Kehren in die Höhe. Eine Kurve folgt der anderen, kaum mal hundert Meter misst ein gerades Stück. Wir passieren bei Dancharia die spanische Grenze, staunen über noch spek-takulärere Panoramen. In westlicher Richtung reicht der Blick bis weit in die Biscaya, über Hügelketten, die in allen Grüntönen schimmern. Am Horizont verschmelzen Atlantik und Himmel blau in blau. Immer wieder halten wir am Straßenrand und genießen den Blick in die Ferne. Über unseren Köpfen kreisen Greifvögel, lassen sich von den warmen Aufwinden in die Höhe tragen. Außer ihrem schrillen Geschrei ist wenig zu hören. Nur ab und an einer dieser kleinen, knatternden Lieferwagen. Bauern, die einen Teil ihrer Ernte ins Tal bringen. Abgesehen von Landwirtschaft und Tourismus gibt es nicht viel, womit im Departement Pyrénées-Atlantiques Geld verdient werden kann.
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Foto: Engelke
Die empfohlene Route
Die empfohlene Route
Früh am nächsten Morgen ein kurzer Besuch im Supermarkt, und schon geht es, perfekt gerüstet für ein Picknick, in südlicher Richtung hinaus aus dem Trubel der Stadt. Über die N 10 nehmen wir Kurs auf St. Jean-de-Luz. Dort biegen wir von der Küsten-straße in Richtung Ascain auf die N 121 ab. Die Straße wird ein wenig enger, der Asphalt dafür griffiger. Vor uns bauen sich unter strahlend blauem Himmel die ersten Gipfel der Pyrenäen auf. Den Weg dorthin weisen unzählige Rennradler, die mit angespannten Waden bergauf sprinten. Für die herrliche Landschaft auf beiden Seiten der Straße haben die Sportler vermutlich wenig Sinn. Wir dagegen umso mehr. Grüne, sanft hügelige Wiesen und Felder wechseln sich mit dichten Wäldern ab, und dazwischen glitzern immer wieder kleine Bäche und Seen in der Sonne.

Entlang des Flüsschens Nivelle schrauben wir uns schließlich durch knackige Kehren in die Höhe. Eine Kurve folgt der anderen, kaum mal hundert Meter misst ein gerades Stück. Wir passieren bei Dancharia die spanische Grenze, staunen über noch spek-takulärere Panoramen. In westlicher Richtung reicht der Blick bis weit in die Biscaya, über Hügelketten, die in allen Grüntönen schimmern. Am Horizont verschmelzen Atlantik und Himmel blau in blau. Immer wieder halten wir am Straßenrand und genießen den Blick in die Ferne. Über unseren Köpfen kreisen Greifvögel, lassen sich von den warmen Aufwinden in die Höhe tragen. Außer ihrem schrillen Geschrei ist wenig zu hören. Nur ab und an einer dieser kleinen, knatternden Lieferwagen. Bauern, die einen Teil ihrer Ernte ins Tal bringen. Abgesehen von Landwirtschaft und Tourismus gibt es nicht viel, womit im Departement Pyrénées-Atlantiques Geld verdient werden kann.

Gegen Mittag lockt ein etwa 15 Kilometer langer Abstecher hinauf zum 1090 Meter hohen Pico Gorramakil. Unterhalb des Gipfels finden wir im Schatten eines uralten Baums den perfekten Ort für ein Picknick. Mit Käse, rohem Bayonner Schinken, Baguette und leckeren Weintrauben. Um nichts in der Welt würden wir diesen Platz mit einem Tisch in einem Drei-Sterne-Restaurant tauschen. Und so dauert es lange, bis wir über schmale, sich in den Hang schmiegende Wege wieder talwärts unterwegs sind.

Am Abend zurück in Biarritz. Wir halten vor einer kleinen Bar, nehmen Platz, bestellen einen Pastis. Gleich darauf spricht uns ein Franzose, der am Nachbartisch sitzt, an. Er sei auch Motorradfahrer und empfiehlt uns, unbedingt über den Col de Méhatché zu fahren. Die Pisten dort oben würden uns Spaß machen. Wir sind gespannt.

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