Wo Motorradfahren im Frühjahr Spaß macht Frühlingstraumziele

Wenn der Winter nicht weichen will, hilft nur die Flucht in eine Gegend, die mit mildem Klima und tollen Kurven den sofortigen Saisonstart ermöglicht. MOTORRAD nennt die zehn besten Ziele.

Foto: Archiv
Bleigrau drückt der Himmel, Regen vermiest die Sicht, am Wegesrand liegt teils noch Schnee, feuchte Kälte zieht am Rückgrat hoch. Es ist Anfang März und vom Frühling noch nichts zu spüren. Jetzt ist das Maß voll. Zu lange warten wir schon, dass es endlich wieder losgeht, wir endlich wieder die Maschine unter uns spüren. Zu lange warten wir darauf, dass die Sinne sich weiten, wenn wir die erste Kurve anbremsen. Da hilft nur noch eins: den Frühling suchen, und zwar sofort. Wer sich jetzt für eine Motorradtour in der Sonne entscheidet, tankt Lebensenergie für den Rest des Jahres. MOTORRAD hat deshalb zehn Reiseziele ausgesucht, wo Sonne, Kurven und Fahrfreude so gut wie garantiert sind, wo sich der Winterfrust abschütteln lässt und man alle Batterien wieder aufladen kann. Davon liegen sieben Ziele in Europa oder in unmittelbarer Nähe Europas. Diese sind entweder auf Achse, mit dem Autozug, per Fähre oder in wenigen Flugstunden erreichbar. Südafrika, Australien sowie Neuseeland und Chile sind echte Traumziele auf der Südhalbkugel, für die man vernünftigerweise etwas mehr Zeit einkalkulieren sollte. Dafür bieten sie Motorradfahrern Erlebnisse, die nie mehr vergessen werden.

Lassen Sie sich anregen, suchen Sie die Sonne und genießen Sie den warmen Fahrtwind. Leben Sie los, am besten sofort!
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Foto: 2snap
Rennstrecke, traumhafte Strände, sonniges Wetter - was will man mehr?
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Australien/Neuseeland

Absolute Traumziele auf der anderen Seite der Welt sind Australien und Neuseeland. Der fünfte Kontinent lockt mit unendlichen Weiten, mit endlosen Wüstenpisten, die schon Expeditionscharakter besitzen, aber auch mit skurrilen Felsformationen wie dem Ayers Rock, abenteuerlichen Straßen, exotischen Küstenlandschaften und einer einzigartigen Flora und Fauna. Die Menschen sind aufgeschlossen, hilfsbereit und modern. Dennoch spürt man an vielen Stellen noch die mystische Vergangenheit, in der Australien den Aborigines gehörte, die mit der gewaltigen Natur im Einklang lebten. Gewaltige Natur prägt auch Neuseeland, auf der Nord- und Südinsel findet man komprimiert die Landschaften der ganzen Welt: schneebedeckte Gebirge, Gletscher, Vulkane, endlose Strände, Regenwälder, Mondlandschaften, Steppen, Weinberge, grüne Kulturlandschaften, Seen, Fjorde und Flüsse, die aussehen wie am ersten Tag der Schöpfung. All das ist verbunden mit kurvenreichen Straßen, die das Herz jedes Motorradfahrers höher schlagen lassen. Wer diese exotischen Welten der Südhalbkugel befährt, wird die Tour sein Leben lang nicht vergessen und vielleicht süchtig werden.

Anreise
Hin- und Rückflug nach Australien kosten zwischen 850 und 1200 Euro, Ziele sind Sydney, Perth, Melbourne und Brisbane (mit Singapore Airlines und Quantas um 990 Euro). Flüge nach Auckland/Neuseeland gibt es von Emirates für den gleichen Preis.

Mietmotorräder
Unter www.gs-sportreisen.de oder www.australia-today.com wird beispielsweise eine Suzuki DR 650 für 252 Euro pro Woche angeboten. Eine Yamaha XT 660 R oder eine BMW F 650 GS Dakar kosten 315 Euro pro Woche, eine BMW R 1150 GS gibt es für 385 Euro wöchentlich. Alle Maschinen verfügen über Koffer. Langzeitmieten bis zu sechs Monaten sind möglich. Weitere interessante Angebote auch für Neuseeland unter www.nzbikes.com, www.bikeworld-travel.de (deutsches Infotelefon 05231/580262), www.towanda.org (speziell für Frauen), www.eaglerider.com.

Organisierte Reisen
www.nicebike-art.de, www.insiderreisen.net, www.bikeadventure.co.nz, www.gs-sportreisen.de, www.biketoursnz.com

Adressen
www.australia.com, www.newzealand.com

 

 

 

Portugal

Vom milden Klima des Golfstroms verwöhnt, schenkt Portugal seinen Einwohnern und Gästen vor allem an der Algarve fast das ganze Jahr über prima Wetter. Motorradfahrer genießen nicht zu heiße Lufttemperaturen, abwechslungsreiche Kurvenstraßen, kleine, wild verstreut liegende Dörfer, schöne Kü¼¼stenlinien und Strände mit kristallklarem Wasser und spektakulären Felsformationen, so weit das Auge reicht. Sie erfahren die Ursprünglichkeit des weitgehend unberührten Hinterlands mit alten Schlössern und Burgen oder die vor Leben und Kultur sprühenden Städte. Nicht zu vergessen die warmherzigen und gastfreundlichen Menschen. Portugal ist eines der ältesten Länder Europas und von seiner Anmutung her so ganz anders als Spanien. Es bietet in hohem Maße Ruhe und Erholung, der Fahrstil Motorradreisender wird gelassener, die Sinne weiten sich, auch für die kulinarischen Köstlichkeiten oder die Besonderheiten der Sitten und Gebräuche des Landes. Wer Entspannung sucht, wird Portugal lieben lernen. Bei guter touristischer Infrastruktur können hier echte Traumstrecken in einmalig schönen Landschaften entdeckt werden.

Anreise
Die Städte Lissabon, Faro und Porto werden von Deutschland aus angeflogen. Swiss bietet im März DüsseldorfLissabon–Düsseldorf für rund 250 Euro an. Auf dem Landweg dauert die Anreise gut drei Tage.

Mietmotorräder
Unter www.algarve-live.de kann man eine 400er-Enduro für 45 Euro am Tag mieten. Drei Tage kosten 95 Euro, eine Woche schlägt mit 170 Euro zu Buche. Eine 600er-Enduro ist nur unwesentlich teurer. Weitere Mietmöglichkeiten finden sich unter www.probiker.pt. Hier bietet die portugiesische Firma Ildefonso Azevedo Mota Mietmaschinen an (Telefon 00351/212252405). Unter www.portugal-info-guide.com/rent_motorbike.aspx wird eine Yamaha XT 600 für 65 Euro am Tag, 130 Euro für drei Tage oder 225 Euro in der Woche angeboten. Ein Daelim 125-Enduro kostet 40 Euro am Tag und 172 Euro in der Woche.

Organisierte Reisen
www.hispania-tours.de, www.gs-sportreisen.de

Adressen
www.portugal-aktuell.de, www.portugal-live.net, www.portugal-reiseinfo.de, www.portugal-infoportal.de

 

 

 

 

Griechenland

Auge reicht. Sie erfahren die Ursprünglichkeit des weitgehend unberührten Hinterlands mit alten Schlössern und Burgen oder die vor Leben und Kultur sprühenden Städte. Nicht zu vergessen die Weisse Häuschen vor tiefblauem Meer und traumhafte Strände – diese Bilder tauchen auf, wenn man an Griechenland denkt. Das Land der Götter bietet dem Reisenden aber noch viel mehr: kurvige, mitunter abenteuerliche Straßen, faszinierende Landschaften mit Gebirgsketten, bizarren Schluchten, verlassenen Tempeln und Zeugnissen vergangener Kulturen. Dazwischen überall gastfreundliche Menschen, die griechische Lebensfreude versprühen. In den Bergen kann es im Frühling noch frisch sein, doch insgesamt gibt es genug Strecken, auf denen sich Motorradfahrer jetzt schon ein Stück Sommer holen können. Die Insel Kreta ist ein Traum für Enduristen, der Peloponnes bietet vor allem im Süden auf dem mittleren Finger mit der mythenumwobenen "wilden Mani" verschwiegene Bergdörfchen mit malerischen Tavernen, die unter der Mittagsonne im Sirren der Zikaden liegen, umgeben von duftenden Kiefernhainen und Olivenbäumen. Auf den größeren Inseln lässt sich trefflich Motorrad fahren, auf ihnen und auf dem Festland begegnet einem überall eine prickelnde Mischung aus Vergangenheits- und Gegenwartszauber. Man möchte einfach nicht mehr weg.

Anreise
Die mittleren Preise für Flüge nach Athen oder Thessaloniki liegen im März/April beispielsweise von Düsseldorf aus zwischen 150 und 250 Euro (Hin- und Rückflug). Eine Fährpassage (Hin- und Rückfahrt) von Ancona nach Igoumenitsa kostet im April mit der Reederei Anek-Lines (www.anek-gr) für eine Person (Übernachtung im Pullman-Sessel) und ein Motorrad 165 Euro. Weitere Fährpassagen bei Minoan-Lines (Preis-Informationen Telefon 01805/221783) oder unter www.greekferries.gr.

Mietmotorräder
www.motortours-crete.com für Kreta, zum Beispiel Suzuki DR-Z 400 oder Yamaha XT 600 für 48 Euro pro Tag oder 294 Euro pro Woche. In Athen gibt es unter www.rental-motorcycles.com/europe/greece/athens zum Beispiel eine Honda Transalp für 70 Euro am Tag oder 381 Euro in der Woche.

Organisierte Reisen

www.hermann-motorrad-reisen.de, www.edelweissbike.com, www.motorradtravel.com (Info in Deutschland auch unter Telefon 0201/5978394)

Adressen
www.tourias.de, www.reisetraeume.de, www. camping-in-greece.gr

 

 

 

 

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Foto: Cheadle
Nähern wir uns den Fahrkünsten des Piloten einmal an.
Nähern wir uns den Fahrkünsten des Piloten einmal an.

Südafrika

Vom milden Klima des Golfstroms verwöhnt, schenkt Portugal seinen Einwohnern und Gästen vor allem an der Algarve fast das ganze Jahr über prima Wetter. Motorradfahrer genießen nicht zu heiße Das schönste Ende der Welt liegt im äußersten Süden des afrikanischen Kontinents und hat Motorradreisenden enorm viel zu bieten. Wildreservate, einsame Strände, hohe Berge und Wüsten, aber auch Weltmetropolen, Diamanten und Gold. Die Vielfalt Südafrikas offenbart sich in einer verblüffenden Mischung aus Kulturen, Sprachen, Städten und faszinierender Natur. Das Straßennetz ist tadellos, dennoch gibt es für Enduristen ausreichend Pisten, wilde Pässe und abenteuerliche Pfade. Keine Frage auch, dass man Tiere und Pflanzen sieht, die es nur auf dem Schwarzen Kontinent gibt und die das „Afrika-Feeling“ verstärken. Freundliche Menschen erleichtern das Reisen, doch die Folgen der Apartheid sind streckenweise noch spürbar. Als Land der Gegensätze leben in Südafrika die erste und die dritte Welt nahtlos nebeneinander, woraus mitunter Probleme resultieren, von denen Reisende meist jedoch kaum etwas zu spüren bekommen. Sie erkunden die Wüsten, die Berge, die traumhafte Küstenlinie, probieren den legendären Wein und ein wohlschmeckendes Mahl aus exotischsten Ingredienzen. Es bleibt kein Zweifel: Motorradfahrer fühlen sich in Südafrika paradiesisch wohl.

Anreise
Hin- und Rückflug von Deutschland nach Kapstadt kosten zwischen 450 und 750 Euro, Emirates bietet für März Flüge von Frankfurt nach Kapstadt und zurück für 473 Euro an. Vorteil bei Südafrika-Reisen: Es gibt keine Zeitverschiebung.

Mietmotorräder
In Südafrika buhlen etliche Vermieter um die Gunst der Kunden. Unter diesen Adressen wird man fündig: www.erento.com, www.karoo-biking.de, www.motozulu.website.ms, www.reuther-entertainments.de, www.kapstadt.org, www.bikeworld-travel.de, www.gs-sportreisen.de. Viele BMW-und Harley-Davidson-Modelle, aber auch Motorräder zahlreicher anderer Marken werden angeboten. Bei GS-Sportreisen beispielsweise kosten eine Kawasaki KLR 650, eine Suzuki DR 650 oder eine Freewind 287 Euro pro Woche, eine BMW R 1100 GS kommt auf 518 Euro.

Organisierte Reisen
www.actionteam.de, www.african-outdoors.com, www.gs-sportreisen.de, www.bikeworld-travel.de, www.nicebike-art.de, www.mamba-v-tours.co.za, www.karoo-biking.de, www.sobek-tours.de, www.kapstadt.org, www.sandveld.de, www.delbondio.de

Adressen
www.suedafrika-guide.de, www.reisetraeume.de, www.southafrica.net

 

 

 

Chile

Einer Legende nach schütteten Engel auf Gottes Geheiß die übrig gebliebenen Reste der Schöpfung hinter den langen Wall der Anden. So entstand Chile. Ein Land mit Urwäldern und Vulkanen, mit farbigen Lagunen, Gletscherfeldern und entlegenen Hochebenen, mit Kupferbergen, Wasserfällen und Fjorden, mit Wüste und Eis. Ein schmales Stück Land, "wo die Welt aufhört", wie die Aymara-Indianer sagten. Ein Land, das zwischen 80 und 400 Kilometer breit, dafür aber 4225 Kilometer lang ist und Motorradfahrern eine Welt für sich bietet. Durch seine Ausdehnung deckt Chile nahezu alle Klimazonen ab und fasziniert jeden Reisenden mit schier unfassbaren Kontrasten. Die trockene Atacama-Wüste bestimmt das Gesicht Nordchiles, die Zentralzone wird von der Millionenmetropole Santiago und mediterranem Flair dominiert, im Süden beeindruckt das saftige Grün der Vegetation und in Patagonien und Feuerland endlose Steppen sowie das Eis der Gletscher. Die Anden ziehen sich über die gesamte Länge des Landes und halten spektakuläre Passstraßen bereit. Das Wunderland Chile punktet nicht nur mit tollen Pisten, sondern auch mit guter Küche, hervorragenden Weinen und gastfreundlichen Menschen.

Anreise
Hin- und Rückflüge nach Santiago de Chile von Düsseldorf oder Frankfurt im April kosten zwischen 700 und 950 Euro.

Mietmotorräder
GS-Sportreisen hält BMW-Enduros und die Moto Guzzi Stelvio bereit (F 650 GS pro Woche 600 Euro, R 1200 GS für 950 Euro), Infos unter www.gs-sportreisen.de. Eine Honda XRV 750 Africa Twin und weitere Enduros veschiedener Marken gibt es beispielsweise für 98 Euro am Tag oder 2430 Euro für einen Monat unter www.bikeworld-travel.de. Infos außerdem unter Telefon 05231/580262. Weitere Vermieter, die auch organisierte Touren anbieten: www.motoaventura.cl und www.horizonte-tours.com.

Organisierte Reisen
www.gs-sportreisen.de, www.actionteam.de, www.motoaventura.cl, www.horizonte-tours.com, www.delbondio.de, www.magellan-touristik.net, www.nicebike-art.de, www.reisevista.de sowie www.die-reise.de

Adressen
www.chile-web.de, www.visit-chile.org, www.backpackerschile.com, www.chiletouristik.com, www. visitchile.com,www.chilecontakt.com, www.campingchile.com

 

 

 

 

Kanaren

Verwöhnt vom milden Klima der afrikanischen Westküste ist die kontrastreiche Inselwelt der Kanaren ein ideales Frühlingsziel zum Motorradfahren. Gran Canaria ist ein Miniaturkontinent mit einer einmaligen Mischung aus spektakulärer Landschaft und grandiosem Motorradrevier. Unzählige Kurvenstraßen winden sich unter der ewigen Frühlingssonne, die Insel ist ein Paradies für ambitionierte, Bergstraßen liebende Motorradfahrer. Ähnliches gilt für Teneriffa, die größte der Kanareninseln, wo kurvensüchtige Motorradfahrer Traumstrecken durch urzeitliche Vulkan-Landschaften vorfinden. Teneriffas Highlights sind die Straße zum höchsten Berg Spaniens, dem 3718 Meter hohen Pico del Teide, oder die Trasse über die Masca-Schlucht. La Palma beschenkt Motorradreisende mit üppiger Vegetation, extremen Kurvenfolgen und rauen Offroad-Pisten. Die schwarze Vulkaninsel Lanzarote, die windgepeitschte WüsteninselFuerteventura, die kleineren, schwieriger zu erreichenden Felseninseln La Gomera oder El Hierro haben alle ihre sehr speziellen Reize, bieten Motorradfahrern im Vergleich aber ein nicht ganz so spektakuläres Straßennetz.


Anreise
Hin- und Rückflug etwa 350 Euro, Fähre ab Cadiz etwa 430 Euro pro Person (Mehrbettkabine) und Motorrad.

Mietmotorräder
Auf Gran Canaria zum Beispiel bei Sunfun, Telefon 0034/928763829, www.sunfun-motorrad.com. Dort gibt es Kawasaki KLE 500 für 68 Euro am Tag oder 375 Euro pro Woche, Honda Transalp für 75 Euro beziehungsweise 400 und Yamaha XT 660 für 74 oder 385 Euro.Auf Teneriffa: www.canarymoto.de, Telefon 0034/922719700, zum Beispiel eine Woche Kawasaki Versys 483 Euro oder F 800 GS für 623 Euro, Motorräder sind unter 18 Monate alt, große Modellauswahl.Auf La Palma: www.lpqp.com/autosoyka, Telefon 0034/922493486, zum Beispiel eine Woche Honda Transalp für 435 Euro.

Organisierte Reisen
Gran Canaria, Teneriffa, La Palma unter www.canarymoto.de, www.moto-sol.de, www.cmabikes.com

Adressen
www.chile-web.de, www.visit-chile.org, www.backpackerschile.com, www.chiletouristik.com, www. visitchile.com,www.chilecontakt.com, www.campingchile.comwww.spain.info.de, www.infocanarias.com, www.portal-de-canarias.com, www.sonnige-kanaren.de

 

 

 

 

Foto: Eisenschink

Mallorca

Als Party-Urlaubsinsel und das 17. Bundesland Deutschlands verschrien, ist Mallorca dennoch eine wunderschöne, ja traumhafte Insel zum Motorradfahren. Wer sich nur ein paar Kilometer abseits der Touristenzentren und -Routen bewegt, erlebt die ländliche Ursprünglichkeit der Balearen-Hauptinsel, kann insbesondere im Frühling eine faszinierende Flora und Fauna bestaunen. An spektakulären Pass- und Küstenstraßen herrscht kein Mangel (zum Beispiel die Strecke nach Sa Calobra), an schräglagenintensiven Kurven, eindrucksvollen Panoramen und geologischen Attraktionen wie Tropfsteinhöhlen ebenfalls nicht. Die starke Infrastruktur, viel Sonne, häufige Flüge, ein breites Angebot an Mietmaschinen, kulturelle Events, hohe Künstlerdichte, kulinarische Genüsse und erstaunliche Shopping-Möglichkeiten machen die Entscheidung für Mallorca leicht. Ab und zu wird man auf trainierende Rennrad-Gruppen treffen oder ein paar Mal einem Opel-Corsa-Leihwagen ausweichen müssen, der von deutscher Rentnerhand allzu zögerlich bewegt wird, doch sonst erlebt man Fahrspaß und mediterranes Inselleben in Reinkultur.


Anreise
Air-Berlin, LTU oder Tuyfly sowie andere Fluggesellschaften bieten zahlreiche Schnäppchen-Angebote, je nach Flugzeit schon ab 50 Euro pro Person. Des Weiteren lockt eine Fährverbindung von Barcelona nach Palma, die an einigen Tagen im April für eine Person mit Motorrad und Unterbringung in einer Vierer-kabine für 208 Euro zu haben ist (www.aferry.de).

Mietmotorräder
ei Mallorquin-Bikes kostet eine Einzylinder-BMW F 650 GS 79 Euro am Tag oder 499 Euro pro Woche, eine R 1200 GS kommt auf 126 beziehungsweise 696 Euro (www.mallorquin-bikes.de oder Telefon 0034/609237637). Unter www.mallorca-motorrad.de oder 0034/971655395 gibt es eine Honda CBF 250 für 59 Euro am Tag oder 315 Euro in der Woche, eine CBF 500 für 79/448 Euro, eine Harley Streetbob für 119/693 Euro oder eine Road King für 169/973 Euro. Beide Vermieter offerieren zahlreiche weitere Modelle, an weiteren Vermietfirmen herrscht auf Mallorca kein Mangel, selbst Liebhaber klassischer Zweizylinder-Triumphs kommen unter www.classicbike4rent.com auf ihre Kosten.

Organisierte Reisen
www.mallorquin-bikes.de, www.mallorca-motorrad.de, www.beschu-design.de/mr-mallorca, www. rm-reiseteam.de

Adressen
www.vivamallorca.com, www.mallorcaonline.com, www.spain-info, www.mallorcainfos.com, www.mallorca-individuell.de

 

 

 

Provence

Für Die Redaktion MOTORRAD ist der südlichste Zipfel Frankreichs schon seit über 30 Jahren das beste und nächst gelegene Winter-Testgebiet. Speziell auf dem vorgelagerten Landzipfel zwischen der Autobahn A 8 und St. Tropez herrscht meist ein mildes, von den eisigen Mistralwinden verschontes Klima. Außerdem kann man sich auf den endlosen Kurvenstraßen entlang der Küste und im Maurischen Gebirge schwindlig fahren und mit fangfrischem Fisch, Oliven, frischem Obst sowie duften­den Kräutern die beim Motorrad­fahren verbrannten Kalorien wieder hereinholen. Wenn man Großstädte wie Toulon und Marseille meidet, wird man im ländlichen Hinterland kaum mit Verkehr konfrontiert. Empfehlenswert sind Ausflüge nach Gassin
oder Ramatuelle, schon ab La Croix-Valmer nehmen die Kurven kein Ende mehr. Weitere Kurven-Highlights sind die Strecken rund um Collobrières, die Straßen zur ehemaligen GP-Strecke von Paul Ricard östlich von Marseille mit Anbindung an den knapp 900 Meter hohen Col de l’Espigoulier oder die über den Klippen der Calanques verlaufende Route des Crêtes zwischen Cassis und La Ciotat.

Anreise
Auf Achse geht die Reise über Mulhouse oder Metz, Nancy, Dijon nach Chalon sur Saône, über die A 6 und A 7 über Lyon und Valence nach Avignon, dann über die A 8 nach Aix en ­Provence/Toulon. Stressfreier reist man mit einem ­Shuttle-Service oder dem Autozug. Letzterer kostet beispielsweise im April von Hildesheim nach Avignon und zurück pro Person und Motorrad 438 Euro (www.dbautozug.de). Weitere Verbindungen be­stehen von Hamburg, Berlin und Neu-Isenburg. Professionelle Motorrad-Spediteure findet man unter www.motorradshuttle.com, www.moto-shuttle.de, www.sks-bikeshuttle.de. Die Preise variieren, die Firmen offerieren maßgeschneiderte Angebote und bieten auch Personentransporte an.

Mietmotorräder
www.rental-motorcycle.com (ab Nizza)

Organisierte Reisen

www.actionteam.de, www.admo-tours.com,
www.motoprovence.com, www.global-adventure-tours.de, www.motorrad-topguide.de

Adressen
www.frankreich-info.de, www.luberonweg.com, www.vacances-camping-provence.com,
www.franceguide.com

 

 

 

 

Madeira

Das portugiesische Madeira liegt etwa 1000 Kilometer südwestlich von Lissabon im Atlantik. Die "Insel des ewigen Frühlings" ist ein perfektes Ziel, um den instabilen Wetterlagen des deutschen Spätwinters zu entfliehen und bietet mit 57 Kilometer Länge und 22 Kilometer Breite genug Raum für Motorradtouren. Auch im tiefsten Winter sackt die Temperatur auf der Blumeninsel selten unter 20 Grad. Als ehemaliger Vulkan ist das Eiland steil und zerklüftet, der höchste Berg ist der 1862 Meter hohe Pico Ruivo, und die Inselstraßen gleichen einer nicht enden wollenden Achterbahn. Dennoch muss man immer wieder anhalten und die abwechslungsreiche Landschaft bewundern. Viele der tropischen Gewächse sind Relikte aus dem Tertiär, neben Palmen wachsen ausgedehnte Lorbeerwälder. Die einheimische Küche spiegelt die Ethnien-Vielfalt der 265000 Insel-Einwohner wider, eine Spezialität ist der Espada, der schwarze Degenfisch, der zusammen mit Bananen serviert wird. Auch die Madeira-Sauce, die auf der Grundlage des bekannten Madeira-Weins zubereitet wird, zählt zu den kulinarischen Berühmtheiten. Ohne Zweifel ist der Motorradtrip auf dem exotischen Madeira ein Fest für die Sinne.


Anreise
Der Flughafen von Funchal, der Hauptstadt Madeiras, wird drei- bis viermal pro Woche von deutschen Flughäfen angeflogen. Im Frühjahr kann man Hin- und Rückflug bereits für etwa 200 Euro ergattern, mehr als 350 Euro darf es nicht kosten. Außerdem existiert eine Fährverbindung von Madeira nach Gran Canaria und einmal pro Woche eine Passage von Portimão (Algarve/Portugal) nach Funchal, die etwa 23 Stunden dauert und mit rund 500 Euro pro Person und einem Motorrad (Unterkunft in einer Viererkabine) nicht preiswert ist. Weitere Infos unter Telefon 01805/221783.

Mietmotorräder

Die Firma Magoscar sitzt in Canico und vermietet neue BMW von der F 650 (68 Euro pro Tag, 420 Euro pro Woche) bis zur R 1200 GS (96 Euro pro Tag, 602 Euro pro Woche). Außerdem kann Magoscar Unterkünfte und geführte Touren vermitteln. Informationen unter www.magoscar.com oder 00351/291934818.

Organisierte Reisen
www.magoscar.com

Adressen
www.madeira-camping.com, www.madeira-island.com, www. madeiratourism.org, www.madeira-individuell.com, www.madeira-zeitung.com

 

 

 

 

Südspanien

Andalusien gehört zu den landschaftlich reizvollsten Gegenden Spaniens. Wenn in Deutschland noch Regen und Kälte regieren, hat man in Südspanien mit 18 bis 24 Grad optimale Bedingungen zum Motorradreisen auf herrlichen Küstenstraßen, durch Wüsten und Mondlandschaften. Gebirgsketten wie die Sierra Nevada (bis 3400 Meter Höhe), die Sierra de Cazorla und die Sierra de los Filabres sind ein tolles Kurvenrevier, es muss aber noch mit Schnee gerechnet werden. Zwischen der Sierra Alhamilla mit ihren heißen Quellen und der Sierra de Los Filabres liegt die Wüste von Tabernas, die einzige Sandwüste Europas, in der man Wildwest-Feeling erleben kann. Hier wurden legendäre Italo-Western gedreht wie etwa "Eine Handvoll Dollar". Doch man durchquert auch üppige Wälder, fährt entlang von glitzernden Seen und macht Pause in weißen Bergdörfern oder malerischen Städten wie Sevilla, Cadiz, Malaga, Granada oder Cordoba, die an Exotik ihresgleichen suchen. Überall ist der maurische Einfluss zu erkennen, nicht nur deswegen hat der Besucher das Gefühl, außerhalb Europas zu sein. Das Beste aber ist das Kurvenangebot Südspaniens. Es ist nahezu unerschöpflich.


Anreise
Auf eigener Achse durch das Rhônetal bis nach Orange, weiter Richtung Perpignan, Barcelona, Tarragona, Valencia nach Murcia oder Almeria und dann ins Hinterland oder entlang der Küste mit dem Nationalpark Cabo del Gata. Wahlweise übernimmt auch der DB-Autozug den Transport von Mensch (im Liegewagen) und Maschine. Er kostet beispielsweise im April von Neu Isenburg bis Narbonne und zurück 398 Euro (www.dbautozug.de). Professionelle Motorradspediteure sind eine Alternative: Die Firma SKS bietet ein spezielles Spanien-Angebot (sks-bikeshuttle.de), ebenso Hollys Motorrad-transporte (www.hollys-motorradtransporte.de).

Mietmotorräder
Die Firma Magoscar sitzt in Canico und vermietet neue BMW von der F 650 (68 Euro pro Tag, 420 Euro pro Woche) bis zur R 1200 GS (96 Euro pro Tag, 602 Euro pro Woche). Außerdem kann Magoscar Unterkünfte und geführte Touren vermitteln. Informationen unter www.magoscar.com oder 00351/291934818.

Organisierte Reisen
www. hispania-tours.de, www.biken-in-spanien.de, www.sierra-nevada-tours.de, www.motorradreisen-in-andalusien.com, www.andalusien-tours.com

Adressen
www.andalusien-web.com, www.planet-wissen.de, www.spanien-start.de, www.conil.costasur.com, www.camping-spanien.com
 

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