Aufbau: Honda Reise-Transalp Das Honda Reise-Transalp Spezial Teil 2

Ein wertiges Reisemotorrad für etwa 3500 Euro aufzubauen, war unser Ziel, als wir in Heft 15 die 1995er Honda Transalp unter dem Titel "Das ideale Fluchtfahrzeug" vorstellten. Mittlerweile haben wir die Maschine weiter optimiert.

Foto: Sdun

Zuerst hatten wir der Transalp eine Fahrwerkskur angedeihen lassen. Damit verbesserte die Firma HH-Racetech (www.hh-racetech.com) aus Rottenburg das Fahrverhalten der gut erhaltenen Honda entscheidend. Anschließend ließen wir die Sitzbank höher aufpolstern (www.design-sattler.de) und spendierten der Transalp einen konifizierten Alu-Lenker von K-Maxx (www.k-maxx.org). Alles Maßnahmen, die sich bis dato voll bewährt haben und die Maschine für einen Gesamteinsatz von rund tausend Euro ergonomisch günstiger, fahrsicherer, sowie reise- und pistentauglicher machten.

Jetzt veredelten wir die Traum-Transe weiter und optimierten die Pistentauglichkeit mit einem neuen Motorschutz aus Aluminium. Die einzige Firma, die für die Transalp PD 06 einen bezahlbaren Schutz im Angebot hatte, war der Ausrüstungsspezialist SW-Motech aus dem hessischen Rauschenberg (www.sw-motech.de).

Anzeige
Foto: Sdun

Für 179,95 Euro wanderte das 4 Millimeter dicke Alu-Blech unter den standfesten Dreiventil-V2. Bevor die an sich solide Konstruktion montiert werden konnte, mussten wir scharfe Kanten entgraten, was eigentlich Aufgabe des Herstellers ist. Mit dem vorhandenen Sturzbügel harmonierte das Teil auch nicht auf Anhieb. Weil wir nun ohnehin schon tätig waren, wurde das Aussehen verbessert und ein paar zusätzliche Löcher in den Motorschutz gefräst. Außerdem montierten wir Rallye-Fußrasten des Fernreise-Spezialisten Touratech (86 Euro, www.touratech.de), die im Gelände besseren Grip und Stand bieten, vor allem, wenn mal im Stehen gefahren wird.

Anzeige
Foto: Sdun

Anschließend kam die Firma ABP-Racing ins Spiel, ein Fach- und Meisterbetrieb für Motorrad- und Quad-Umbauten. Die blitzsaubere Werkstatt im schwäbischen Dettenhausen brilliert mit Zylinderkopfbearbeitungen, verfügt über einen High-Tech-Maschinenpark und ist eine Teile-Fundgrube vor allem für Fahrer von Einzylinder-Enduros und Supermotos.

Geschäftsführer Ralf Welzmüller vertreibt oder montiert Edelmaterial, tunt Fahrwerke, Bremsen, Motoren und verspricht Standfestigkeit. Solch tiefgreifende Maßnahmen waren aber nicht angesagt, da Motortuning den Sinn dieser Geschichte torpediert hätte.

Foto: Sdun

Immerhin konnte ABP-Racing als einziger Anbieter einen Bremsenkit für die Transalp liefern, der aus einer 320 Millimeter-Scheibe (Serie 276 mm) und Adapterelementen besteht. Der originale Sattel wird weiter verwendet. Trotzdem verbesserten sich Dosierbarkeit und Bremsleistung (vor allem bei voll beladener Maschine) spürbar, was für die nun straffe, einstellbare Gabel kein Problem darstellt. Für den Zugewinn an Sicherheit investierten wir 209 Euro.

Foto: Sdun

Ein weiteres Angebot von Ralf Welzmüller reizte uns ebenfalls: Exklusiv vertreibt er einen selbstgefertigten Krümmersatz aus Edelstahl für die Transalp (gibt es auch für viele andere Enduros). Die Rohre haben einen größeren Innendurchmesser als die rostanfälligen Originalteile, sehen gut aus und sind mit 189 Euro fair kalkuliert. Eine Investition, die Wert wie Haltbarkeit der Maschine erhöht. Schließlich soll unser Low-Budget-Tourer ewig halten.

Auch wenn wir unseren Etat um ein paar Hunderter überschritten haben, ist die XL 600 V nun für kleines Geld zu einer Reiseenduro gereift, die sich hinter moderneren Konstruktionen nicht zu verstecken braucht. Ist sie jetzt bereit für die große Alltagsflucht? Wir werden berichten.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel