MOTORRAD-Ölfibel: Aufgaben des Motorradöls Unkonventionelle Wege

Beim Motorrad sind die spezifische Leistung und die Nenndrehzahl deutlich höher als beim Auto. Im Ölsumpf kann die Temperatur auf über 160 Grad Celsius steigen. Kühlendes Öl ist deshalb überlebenswichtig für die hochbelasteten Motoren. Das integrierte Getriebe zerreibt das Öl förmlich (Stichwort "Ölscherung"). Und schließlich sind viele Motorräder mit Nasskupplungen ausgestattet – ein "falsches" Motoröl würde zu durchrutschenden Kupplungen führen.

Foto: BMW

Auf unserem Bild ist der Ölkreislauf eines BMW-Einzylindermotors zu sehen. Die Saugpumpe [1] fördert das aus dem Motor zurücklaufende Öl über die Steigleitung [2] in das obere Verbindungsrohr [3] zwischen den Rahmen­oberzügen. Über das untere Verbindungsrohr [4], das Grobsieb [5] und die Ablaufleitung [6] fließt das Öl zur Druckpumpe, die den Motor versorgt. Das Rückhalteventil [7] verhindert bei abgeschaltetem Motor das Zurücklaufen des Öls aus den Rahmenzügen in den Motor. Schwallklappen [8] sorgen dafür, dass bei Vollbremsungen das Öl nicht in den Rahmenrohren aufsteigen kann. Dadurch wird ein abfallender Öldruck verhindert. Die Druckausgleichsleitung zum Ventildeckel ist am oberen Ende der Rahmenrohre angeschlossen [9]. Der Motorölwechsel erfolgt über Ablassschrauben am unteren Ende des Öltanks [10] und in der Ölwanne, eingefüllt wird durch einen Stutzen [11] an der Tankattrappe.

MOTORRAD-Öl-Spezial

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel