Düsennadel Düsennadel

Die Düsennadel übernimmt bei Vergasern die Gemischzusammensetzung im Teillastbereich. Sie hängt am Gasschieber und wird je nach Lastzustand mehr oder weniger weit aus der Nadeldüse, auch Düsenstock genannt, herausgezogen.

Die Düsennadel übernimmt bei Vergasern die Gemischzusammensetzung im Teillastbereich. Sie hängt am Gasschieber und wird je nach Lastzustand mehr oder weniger weit aus der Nadeldüse, auch Düsenstock genannt, herausgezogen. Die Nadel ist in ihrer Grundform konisch, wodurch sie je nach Stellung einen größerern oder kleinereren Ringquerschnitt für die Kraftstoffzufuhr freigibt.


Das Düsennadelsystem ist das einzige System im Vergaser, das einen variablen Querschnitt zuläßt. Alle anderen Düsen haben einen festgelegten Durchmesser.

Ein Sicherungsring in Verbindung mit bis zu fünf eingedrehten Nuten ermöglicht es, die Nadel je nach Bedarf höher oder tiefer anzubringen, wodurch sich das Gemisch über den gesamten Bereich verändert (Nadel oben: fettes Gemisch; Nadel unten: mageres Gemisch). Reicht die Verstellung über die Nuten nicht aus, muß die Düsennadel, deren Durchmesser und Konus ebenfalls die Gemischzusammensetzung bestimmt, gegen eine andere ausgetauscht werden.


Beim Serienmotorrad ist eine Veränderung so gut wie nie erforderlich. Da Nadel, Nadelposition und sämtliche Vergaserdüsen Bestandteil der Allgemeinen Betriebserlaubnis sind, außerdem verboten. Nur Rennmotoren, Viertakter ebenso wie die empfindlichen Zweitakt-Renner, müssen mit diesen Mitteln auf unterschiedliche Bedingungen abgestimmt werden.


Bei älteren Vergasertypen gab es Probleme mit ausgeschlagenen Hauptdüsen, weil die Nadeln durch die pulsierenden Luftschwingungen in ihrer Führung, der Nadeldüse, hin und her vibrierten und den Messingsitz oval verformten. Bei den heute verwendeten Metallen gibt es so gut wie keine Probleme mehr.

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Schnitt durch einen Unterdruckvergaser, in dessen Schieber die Nadel schwimmend gelagert ist.

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Die Düsennadel (2) ist mit einem Sicherungsring (1) im Gasschieber verankert. Die Nuten ermöglichen unterschiedliche Nadelpositionen. Die Düsennadel läuft in der Nadeldüse (3).

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