MOTORRAD-Ölfibel: Häufig gestellte Fragen Das weiß die Hotline

Dies ist ein Ausschnitt der meistgestellten Kundenfragen, mit denen die Hotline von Liqui Moly zum Thema Motoröl zu tun bekommt. Dazu die Antworten der Fachleute des Ölspezialisten.

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Wie lange ist ein Öl haltbar?

Die Mindesthaltbarkeit bei Kleingebinden beträgt fünf Jahre bei trockener Lagerung, keiner direkten Sonneneinstrahlung und Temperaturen zwischen + 5°C und + 30°C. Zum Aufbewahren optimal ist der Keller, nicht die Garage.

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Wie viele Kilometer darf ich mit dem Motoröl fahren?

Das hängt von den Vorgaben der Fahrzeughersteller ab, denn diese bestimmen, mit welchen Motorenöl-Spezifikationen die Motoren betrieben werden dürfen und auch welche Viskositätsklassen dazu einzuhalten sind. Dies sind die Voraussetzungen für die Ölwechselintervalle. Die Ölhersteller legen die Intervalle nicht fest.

Dürfen Motoröle gemischt werden?

Die Mischbarkeit von Motorölen muss gegeben sein. Es dürfen somit Motoröle, welche die geforderte Spezifikation und Viskositätsklasse erfüllen, untereinander gemischt werden. Es ist egal, ob es sich dabei um mineralische und vollsynthetische Öle oder Öle auf Basis der HC-Synthese-Technologie handelt. Wichtig ist, dass das Nachfüll-Öl die erforderliche Qualität und Viskosität erfüllt – unabhängig von dessen Grundölbasis.

Wenn einmal mineralisches Motorenöl gefahren worden ist, darf dann kein vollsynthetisches mehr verwendet werden, auch wenn es die Spezifikation zulässt?

Diese Meinung rührt daher, weil viele Motoren oft mit einfachem Mineralöl betrieben worden sind. Durch zunehmende Alterung beginnen Motoröle, Schlamm- und Ablagerungen aufzuweisen. Dies geht so weit, dass die Ablagerungen Kolbenringe in deren Ringnuten einpressen und somit diese Rückstände die Führung- und Dichtfunktion übernehmen. Wird in solch einem Motorzustand dann auf ein vollsynthetisches Öl gewechselt, welches unter anderem eine sehr gute Reinigungswirkung hat, kommt es zum Abbau der Rückstände. So entsteht zunächst ein Durchlass zwischen Kolbenring und Zylinderlaufbahn, welcher zu Kompressionsverlusten sowie erhöhtem Öleintrag in die Brennräume führt. Der Motor wirkt schwächer, und der Ölverbrauch steigt an. Dieser Prozess geht so lange, bis das vollsynthetische Öl die Kolbenringe und deren Ringnuten völlig von Ablagerungen befreit hat, sodass sie wieder selbst abdichten können. Dann treten Leistungsverlust und hoher Ölverbrauch nicht mehr auf.

MOTORRAD-Öl-Spezial

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