Grundlagen Schadstoffklassen

Bei den Autos wirbelt das Thema Schadstoffklassen derzeit viel Feinstaub auf. Welche Bedeutung haben diese Normen für Motorräder?

Foto: Archiv
Obige Frage lässt sich kurz und bündig beantworten: Keine. Zumindest nicht für den Halter bzw. Käufer. Denn die Kfz-Steuer berechnet sich für Motorräder ausschließlich aus deren Hubraum, unabhängig davon, was das Bike durch den Auspuff bläst. Und von den derzeit heftig diskutierten Fahrverbotszonen für bestimmte Pkw wegen Feinstaubs sind motorisierte Zwei- und Dreiräder generell ausgenommen. Freilich gibt es aber für Bikes genau wie für Autos Schadstoffklassen. Die derzeit schärfste, die alle neu homologierten, sprich auf den Markt kommenden Modelle seit Anfang 2006 erfüllen müssen, ist die Euro3-Norm. Motorräder mit Euro3 gelten als die derzeit saubersten. Autos sind da mit Einstufungen bis Euro4 bereits weiter. Wer wissen will, in welche Schadstoffklasse sein Motorrad eingestuft ist, der braucht nur einen Blick in die Zulassungsbescheinigung (bzw. den Kfz-Schein) zu werfen. Aufgeführt unter Punkt 14.1 (Kfz-Schein Punkt 1) findet sich die Emissionsschlüsselnummer, von der die letzten beiden Ziffern ausschlaggebend sind. Lauten diese 06, hat das Bike Euro1, die Ziffern 10 stehen für Euro2, die Ziffern 12 und höher für Euro3*. Für Motorrad-Händler hat die Abgaseinstufung übrigens eine erhebliche Bedeutung. Seit 1. 1. 2007 dürfen nämlich keine Euro2-Modelle mehr neu in den Verkehr gebracht, sprich erstmals zugelassen werden und sind damit als Neumotorräder theoretisch unverkäuflich. Theoretisch. Denn noch gibt es durch Sondergenehmigungen für ein weiteres Jahr von diesem Zulassungsverbot Ausnahmen.

*Gilt für zulassungspflichtige Krafträder über 150 Kubikzentimeter.

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