23 Bilder
Dieses Mal geht es bei TuneUp nicht um ein spezielles Modell, sondern darum, was man alles wissen muss, bevor man mit dem Tuning loslegt.

PS-Tune Up Spezial: Grundsätzliches Tipps zur Schrauberei

Für das Tuning-Spezial lösen wir uns einmal von einem speziellen Modell und kümmern uns darum, was jeder wissen sollte, bevor er Schraubenschlüssel und Co. zur Verbesserung seines Schätzchens schwingt.

Bevor wir uns Hals über Kopf in das Aufhübschen und Nachfeilen des zweirädrigen Lebenselixiers stürzen, wollen wir noch eben ein paar Zeilen zur Rechtslage von verschiedenen Bauteilen opfern, um später nicht immer wieder den Spaß mit dem Hinweis auf die Bürokratie verderben zu müssen.

Anzeige

Zulassungen

Das E-Prüfzeichen auf einem Bauteil bedeutet, dass dieses eine ECE-Bauartgenehmigung erhalten hat und damit an Kraftfahrzeugen montiert werden darf. Das E-Prüfzeichen ist auf Blinker- und Scheinwerfergläsern oder auch Auspuffrohren zu finden. Die allgemeine Betriebserlaubnis (kurz ABE) bestätigt ähnlich dem E-Prüfzeichen, dass das Bauteil diverse Tests absolviert hat und zum Gebrauch freigegeben ist. Dieser ist aber meist auf bestimmte Modelle begrenzt, welche in der ABE aufgelistet sind (z.B. Slip-on-Dämpfer für ein bestimmtes Fahrzeug). Die ABE, beziehungsweise eine Kopie davon ist nach wie vor mitzuführen. Immer häufiger jedoch haben fahrzeugspezifische Zubehörteile eine EG-ABE, bei der auf dem Bauteil ebenfalls ein e-Prüfzeichen angebracht ist. In diesem Fall kann auf das Mitführen der Genehmigung getrost verzichtet werden.

Des Weiteren gibt es Teilegutachten. Diese bestätigen ähnlich der ABE, dass ein Bauteil zur Verwendung an einem aufgelisteten Modell geeignet ist, doch setzt es voraus, dass die korrekte Montage des Teils von einem Sachverständigen (z.B. TÜV-Prüfer) abgenommen und schriftlich bestätigt wird. Je nach Bauteil reicht es, diese Bestätigung mitzuführen und erst bei „nächster Gelegenheit“ in den Fahrzeugpapieren ändern zu lassen. Oder aber man wird aufgefordert, die Änderungen auf der Zulassungsstelle „unverzüglich“ eintragen zu lassen – dies betrifft etwa den Einbau leistungsverändernder Bauteile wie einen Drosselsatz.

Anzeige
Foto: www.factstudio.de
Das E-Prüfzeichen bescheinigt prinzipiell, dass damit ausgezeichnete Bauteile für Kraftfahrzeuge zugelassen sind...
Das E-Prüfzeichen bescheinigt prinzipiell, dass damit ausgezeichnete Bauteile für Kraftfahrzeuge zugelassen sind...

Warum Bauteile mit Teilegutachten und nicht mit ABE? Ein Grund dafür ist das Thema „Sicherheit“, denn wenn einem aufgrund handwerklicher Inkompetenz der teure Slip-on vom Krümmergeflecht fällt, ist das zwar ziemlich doof, aber noch nicht lebensgefährlich. Kommt einem allerdings beim harten Ankern die Gabel direkt durch die Brücken mitten ins Gesicht, verursacht dies mit Sicherheit nachhaltige Schmerzen. Soll heißen, dass es bei komplexen Umbauten wie dem Tausch der Stummellenker gegen einen Superbike-Kit durchaus Sinn macht, dass jemand mit Fachkompetenz nochmals einen prüfenden Blick darauf wirft.

Und zu guter Letzt noch das Materialgutachten. Dieses bestätigt lediglich, dass das verwendete Material bestimmten Belastungen standhält oder gegenüber besonderen Flüssigkeiten resistent ist – gutes Beispiel ist ein Materialgutachten für einen aus GFK gefertigten Tank. Ob dieser auf das Bike passt und ob der TÜV-Prüfer das Teil dann auch tatsächlich einträgt, ist aber alles andere als gewiss. Also, im Falle eines Materialgutachtens für das ersehnte Stück immer erst das Papier anfordern und damit dem TÜV einen Besuch abstatten. Erst wenn dieser – am besten mit einem Blutsschwur besiegelt – der Eintragung zustimmt, sollte man die Order aufgeben.

Zu den Kosten: Eine normale Eintragung auf Basis eines Teilegutachtens beläuft sich auf rund 35 Euro, allerdings pro abgenommener „Baustelle“. Bei einem umfangreichen Umbau kann sich das also schon mal summieren. Ist aufgrund eines Materialgutachtens eine Einzelabnahme notwendig und erfordert diese gar noch Fahrversuche, Geräusch- und/oder Emissionsmessungen, kann das richtig ins Geld gehen, da nach Aufwand abgerechnet wird. In diesem Fall unbedingt erst Rücksprache mit der Prüfstelle halten.

Auspuffanlagen und Slip-On

Der Auspuff ist DAS Umbauobjekt aller erster Wahl und damit natürlich auch unser erster Punkt im Tuning-Spezial. Worauf ist beim Kauf zu achten, abgesehen von der formellen Legalität des Soundsystems? Auf die reale Legalität zum Beispiel. Soll bedeuten, alle Prüfzeichen dieser Welt helfen auf Deutschlands Straßen nichts, wenn die Fanfare bei der Routinekontrolle auf der Hausstrecke das dB-Messgerät der „Rennleitung“ killt. Wer also guten Gewissens ein zugelassenes Teil kauft und verbaut, dieses aber die Geräuschbestimmungen nicht erfüllt, wird ein paar Euro lassen müssen.

Aber wie vermeidet man den Fehlkauf? Teilweise können Kundenbewertungen in Shops, Forumsbeiträge oder auch Youtube-Exkursionen einen Hinweis liefern. Außerdem natürlich die oktanhaltige Fachpresse, wie unser PS-TuneUp. Oder aber man lässt sich von einer Fachwerkstatt (das sind echte Menschen in einem echten Gebäude mit echt ölverschmierten Händen) beziehungsweise einem Fachhändler beraten, und hat somit auch einen Anlaufpunkt, falls einen der Fanclub Grün oder neuerdings häufiger Blau-Weiß abmahnt. Mit der Bitte, die nun folgende Aussage nicht zu pauschalisieren: Es sind noch immer häufig die eher sehr günstigen Angebote, die entweder direkt oder nach einiger Laufzeit in die Lärmschutz-Knie gehen.

Foto: Andreas Feulner
Der Auspuff ist das in PS-Umfragen stets am häufigsten genannte Wunsch-Tauschobjekt am Motorrad...
Der Auspuff ist das in PS-Umfragen stets am häufigsten genannte Wunsch-Tauschobjekt am Motorrad...

Des Weiteren sollten das Finish in der Fertigung und die Passform die Kaufentscheidung beeinflussen. Auch hier zeigt sich, dass nicht alles, was teuer ist, auch zwingend gut sein muss, Qualität aber auch nur schwer zum Dumping-Preis zu haben ist.

Und zu guter Letzt natürlich Style und Sound, wobei Sound nicht den Krawall, sondern die Freigabe des akustischen Charakters eines Bikes meint. Beispiel gefällig? Nimm eine Streetie mit Serientopf und sie klingt wie… ein Motorrad. Verpass dem Teil das passende Soundsystem und sie wird rotzig, pöbelnd und zu einem akustischen Unruhestifter mit Gänsehautgarantie. Ob Triple, V2 oder what ever – Zubehörtöpfe lassen einfach mehr Charisma durch und sorgen bei jedem Gasstoß für ein glückseliges, breites Grinsen unterm Helm.

Ein Hinweis noch zu aktueller Technik: Immer mehr Original-Auspuffanlagen arbeiten mit Klappensystemen, welche es ermöglichen, bei Einhaltung der Lärmvorschriften dennoch das Maximum an Leistung auszuschöpfen. Nicht selten verzichten günstige Anlagen auf die Umsetzung dieses Systems und schaffen die Zulassung nur über teilweise mächtig zugestopfte dB-Eater – welche folglich Leistung kosten. In diesen Fällen sind es meist nur die teuren Anlagen, die das aufwendige Klappensystem kopieren und dadurch mit der Leistung und Kraftentfaltung der Serie gleichziehen können.

Noch ein Styling-Tipp: Immer mehr Bikes werden mit einem Vorschalldämpfer ausgeliefert, der unter dem Motor sitzt. Dieser „Brotkasten“ wird meist mit Anbau eines stilvollen Slip- ons noch auffälliger und damit hässlicher. Also, runter mit dem kompletten Krümmergeflecht samt Blechbüchse und ab zum Beschichtungsprofi. Pulver-Nord aus Quickborn verpasste unserem Tsurugi-Auspuffsystem eine hitzebeständige und stilvolle schwarze Keramikbeschichtung, durch welche der Sammler optisch nahezu unsichtbar am Bike wird und deren martialischer Style auch den meisten Krümmern verdammt gut steht. Wer zu viel Abgase geschnüffelt hat oder einfach stylingtechnischen Mut beweisen will, für den machen die Nordlichter auch gerne eine Beschichtung in Farbe.

Fußrastenanlagen

Mal ganz abgesehen vom Stylefaktor gibt es beim Umrüsten der serienmäßigen „Trittbretter“ auf feines Material aus dem Zubehör einen ganz einfachen Grund: die passende Sitzposition. Wer jetzt meint, das zwei Zentimeter rauf, runter, vor oder zurück doch eben nur zwei Zentimeter und damit den finanziellen Aufwand nicht wert sind, der hatte sicher noch nie eine gute Zubehöranlage.

Foto: Katrin Sdun
Rasten aus dem Nachrüstprogramm erhöhen nicht nur den Style, sondern haben vor allem ganz praktische Vorteile...
Rasten aus dem Nachrüstprogramm erhöhen nicht nur den Style, sondern haben vor allem ganz praktische Vorteile...

Die gezielte Optimierung der Sitzposition im Bereich der Rasten kann das persönliche Empfinden für das eigene Bike maßgeblich verändern oder, wenn gewünscht, eben auch gezielt nachschärfen. So wird aus einem Sportler ein echter Supersportler, weil der Pilot vielleicht deutlich aggressiver auf dem Bike positioniert ist. Wird ein Tourer zu einem wirklichen Weltenbummler, weil die Gliedmaßen nicht mehr einschlafen. Oder wird ein Naked Bike zu einem echten Landstraßenskalpell, weil die sportlichere Sitzposition für agileres Handling sorgt. Vom deutlich erhöhten Halt durch die extrarauen Rastenkörper mal ganz abgesehen. Und mehr Schräglagenfreiheit ist gerade bei verstellbaren Fußrasten auch drin, das Abschleifen der klobigen Serienteile hat damit ein Ende. Ein Problem, unter dem vor allem Naked Bikes oft leiden.

Fakt ist, dass noch so kleine Korrekturen an beiden Enden des „Kontrollorgans Fahrer“ – also am Lenker und an den Rasten – für überproportionale Veränderungen des Fahrgefühls oder des Fahrkomforts sorgen.

Darüber hinaus profiliert sich eine gute Zubehöranlage noch durch minimales Spiel in den Hebeleien, was nicht selten für deutlich knackigere Schaltvorgänge sorgt. Entscheidet man sich für eine Anlage mit starren Rasten, kommt noch der Aspekt des Sturzpads hinzu, da diese Rasten bei Rutschern so einiges an Schaden vom Bike fernhalten. Bei guten Herstellern können dann problemlos die Einzelteile nachgekauft werden. Genauso wie die übrigen Bestandteile der Anlage.

Lenkerumbauten

Ähnlich wie bei den Fußrastenanlagen sind es auch hier oft nur Millimeter oder ein paar Grad mehr oder weniger Kröpfung im Lenkerende, die aus einem Ist-schon-okay-Bike die pure Glückseligkeit machen können. So zeigt sich bei den Naked Bikes immer wieder, dass die Serienlenker oft einen Tick zu schmal geraten sind.

Foto: Hersteller
Für den gewünschten Einsatzzweck den passenden Lenker...
Für den gewünschten Einsatzzweck den passenden Lenker...

Außerdem sind die gewählten Kröpfungen der Originalteile nicht selten Grund für einschlafende Finger oder verkrampfte Unterarme. Ein Lenkerumbau bringt somit nicht nur eine optische Aufwertung, er sorgt auch für erhöhten Fahrspaß, vorausgesetzt, man hat sich für das richtige Lenkermodell entschieden. Eine breite, martialisch anmutende Segelstange im nahezu geradlinigen Wasserrohrstil mag vor der heimischen Eisdiele ja noch für die Extraportion Schlagsahne sorgen, auf der Hausstrecke kann das Teil aber nachhaltigen Frust auslösen. Also, sich besser vorher im kompetenten Fachhandel oder der Werkstatt des Vertrauens informieren und gezielt nachbessern.

Noch ein kleiner Tipp, der keinen einzigen Euro kostet: Viel zu oft sind die Leute mit falsch eingestellten Hebeleien unterwegs und jammern, dass die Kupplung so schwer geht, die Bremse so schlecht zu dosieren ist und die Handgelenke schmerzen. Legt man die Finger auf die Hebel, so sollten diese eine gerade Linie mit dem Unterarm bilden. Ist dies nicht der Fall, einfach mal den Schraubenschlüssel ansetzen und die Hebeleien nachjustieren.

10 Blinker und Lichtanlage

Bei kaum einem Zubehörteil liegen die Qualitätsunterschiede so weit auseinander wie im Bereich der Lichtanlage, und dabei besonders bei den blinkenden Richtungsanzeigern. Wer umrüstet, der setzt nahezu ausschließlich auf LED. Und das ist gut so, denn die Lichtausbeute und damit der deutliche Hinweis „Achtung Kollegen, ich will hier ums Eck“ hat sich mit der Halbleitertechnik deutlich verbessert.

Foto: Archiv
Beim Tausch von Serienblinkern gegen Nachrüstteile geht es in erster Linie um die Optik am Bike.
Beim Tausch von Serienblinkern gegen Nachrüstteile geht es in erster Linie um die Optik am Bike.

Bei der Wahl des Materials allerdings liegen Welten zwischen gut und böse. Zum einen, was die Stimmung im Geldbeutel angeht, zum anderen aber vor allem, was die Qualität der Bauteile betrifft. Wir in unserer Werkstatt verbauen mittlerweile nur noch hochwertige und damit meist höherpreisige LED-Blinker, wie sie zum Beispiel Kellermann, Motogadget oder Rizoma liefern. Der Grund dafür ist nicht nur das Design, sondern vor allem die Materialbeschaffenheit – zum Beispiel Metall statt Kunststoffgehäuse. Denn eines sollte man unbedingt bedenken: Der Arbeitsaufwand, sei es als Hobbyschrauber in der heimischen Garage oder in der Fachwerkstatt, ist immer derselbe, egal, ob günstig oder High-End. Ist das Teil aber bereits nach der ersten Saison abgerödelt oder hält man sich aufgrund von Undichtigkeit ein hübsches kleines Feuchtbiotop in der Blinkerschale, muss neues Material beschafft und die ganze Arbeit erneut durchgeführt werden. Hier sollte man sich im Vorfeld wirklich fragen, ob man es nicht lieber einmal, aber dafür richtig machen will.

Cool und ansprechend ist übrigens der komplette Verzicht auf originale Brems-/Rücklichter – zum Beispiel durch Tausch der originalen Heckplaste gegen ein Zubehörteil mit geschlossenem Heck – und die heckseitige Montage von LED-Blinkern mit eingebauter Brems-/Rücklichtfunktion.

Kennzeichenhalter

Schräg im Staate Deutschland: Man sollte doch meinen, dass das Bauteil, welches quasi die Erlaubnis zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr zur Schau trägt, mindestens ein E-Prüfzeichen oder eine ABE erfordert. Doch dem ist nicht so. Freiheit im Schaffen bedeutet dies aber noch lange nicht, denn es gibt hinsichtlich Höhe und Anstellwinkel der Nummerntafel Vorgaben über den Montagespielraum am Fahrzeug (im Zweifelsfall die Prüfstelle fragen). Wichtig: Das Kennzeichen muss beleuchtet sein – und zwar von einem E-geprüften Bauteil. Das gleiche Prüfsiegel gilt auch für den vorgeschriebenen Rückstrahler.

Foto: Katrin Sdun
...Aber auch hier sind gesetzliche Bestimmungen streng – etwa beim Neigewinkel fürs Kuchenblech.
...Aber auch hier sind gesetzliche Bestimmungen streng – etwa beim Neigewinkel fürs Kuchenblech.

Taugliche Kennzeichenhalter aus dem Zubehör outen sich durch gute Passform, stabile Ausführung, vibrationshemmende Lagerungen (z.B. Gummischeiben an Verbindungsstücken) und der im Lieferumfang enthaltenen Kennzeichenbeleuchtung samt Rückstrahler. Sehr nett auch, wenn das Bauteil zudem noch die Option des einstellbaren Kennzeichenwinkels bietet. So kann man gegebenenfalls korrigieren, wenn der Freund mit dem Blaulicht der Meinung ist, dass man die Startnummer nur vom Heli aus erkennen kann.

Fazit

Nicht alles, was teuer ist, ist zwangsläufig auch gut. Doch zeigt unsere Erfahrung, dass die Chance auf einen tiefen Griff ins Klo bei der fernöstlichen Schnäppchenjagd durchaus des Öfteren gegeben ist. Außerdem sollte man sich bei der Wahl seiner Hardware auch gut überlegen, dass zum Material ja meist auch noch ein Umbauaufwand und gegebenenfalls sogar noch der ein oder andere Euro an die Prüfstelle hinzukommen. Muss man dann eventuell nach einiger Zeit aufgrund eines Qualitätsmangels nachbessern, hat man nicht nur beim Material doppelt und damit teuer gekauft, sondern auch noch ordentlich Arbeit investiert und sich womöglich Ärger eingehandelt.

Und woher wissen, was taugt und was nicht? Dazu bieten sich zum Beispiel persönliche Erfahrungen der Zweiradkollegen an, genauso wie die Erforschung von Forumsbeiträgen und anderen Quellen im World Wide Web. Ein heißer Tipp ist immer noch der Fachmann vor Ort, der eben deutlich mehr auf der Pfanne hat, als nur den Ölwechsel an deinem Bike zu absolvieren.

Und zu guter Letzt natürlich noch unsere PS-TuneUp-Beiträge, die Hilfestellung bei der Wahl des Materials leisten können, selbst wenn das gepimpte Bike vielleicht nicht genau der eigenen Maschine entspricht – Qualitätsurteile, Infos zu Funktionsweisen und vieles mehr sind oft übertragbar und nicht an ein Modell gebunden.

Wir wünschen eine schöne Motorradsaison – auf dem Asphalt ebenso wie in der heimischen Garage. Ganz nach dem Motto: A TuneUp’s work is never done.

Foto: Archiv
Oben: Idealfall – 90-Grad-Stellung. Fehlhaltungen wie auf den unteren beiden Bildern können durch einstellbare Fußrasten verhindert werden.
Oben: Idealfall – 90-Grad-Stellung. Fehlhaltungen wie auf den unteren beiden Bildern können durch einstellbare Fußrasten verhindert werden.

Tipp: Fußraste/Schalthebel einstellen

Je nach Fahrzeugtyp verändert sich die Stellung des Fußes. Auf Sportlern zeigt die  Fußspitze deutlich steiler nach unten als auf Naked Bikes. Dennoch ist der Winkel vom Fuß zum Unterschenkel entscheidend für das Wohlgefühl auf jedem Motorrad. Dieser Winkel sollte im Idealfall eine 90-Grad-Stellung aufweisen, aber auf keinen Fall stark davon abweichen. Entsprechend stellt man den Schalthebel ein, dass er ohne Verrenkungen bedient werden kann (siehe Bild ganz oben). Einstellbare Fußrasten geben hier noch mehr Freiheiten und verhindern ermüdende und gefährliche Fehlhaltungen wie auf den unteren beiden Bildern.

Foto: Archiv
Hand und Unterarm sollten eine Linie bilden (siehe oberstes Bild).
Hand und Unterarm sollten eine Linie bilden (siehe oberstes Bild).

Tipp: Hebel einstellen

Nachrüsthebel für Bremse und Kupplung bieten viele Vorteile, da sie meist einen größeren Einstellbereich haben und die Hebel so weiter vom Lenker weg oder heran platziert werden können. Das erhöht den Komfort und macht auch die Bedienung je nach Vorlieben einfacher. Haltungsprobleme lassen sich auch bei Serienhebeln lösen. Dann nämlich, wenn es um die richtige Position der Hand zum Unterarm geht. Beide sollten eine Linie bilden, damit der Unterarmmuskel möglichst entlastet wird. Einfach die Schrauben der Bremspumpe oder Kupplung lösen und so weit verdrehen, dass diese Linie in typischer Fahrerhaltung entsteht.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel