Rat und Tat Startprobleme beseitigen

Woran kann es liegen, wenn der Motor nicht starten will, und wie löst man das Problem?

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Da steht man nun also voller Vorfreude auf eine schöne Motorradausfahrt in kompletter Fahrer-Montur vor der Garage und trampelt vergeblich auf dem Kickstarter herum oder drückt verzweifelt den Knopf des E-Starters, aber das Bike gibt keinen Mucks von sich. Gründe für eine Startverweigerung gibt es zwar viele, doch lassen sich die häufigsten Ursachen relativ einfach lokalisieren und meist auch recht schnell beheben. 2Räder begleitet Sie bei der Fehlersuche und sagt Ihnen, wie man Defekte findet und sie beseitigt, damit der Start des Motorradausflugs reibungslos verläuft.

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Stellung des Killschalters überprüfen: Steht er auf "off", gibt es keinen Zündfunken und man orgelt oder kickt vergeblich.

 

Batterie-Anschlüsse: Ist die Batterie nicht oder falsch angeschlossen geht nichts. Also zuerst das rote Kabel an den Pluspol und dann das schwarze Kabel an den Minuspol anklemmen.

 

Batterie-Spannung: Möglicherweise reicht die Spannung nicht für den Startvorgang. Also Spannung prüfen und gegebenenfalls nachladen. Bei allen nicht versiegelten und nicht wartungsfreien Batterien anschließend den Flüssigkeitsstand mit destilliertem Wasser auffüllen.

 

Hauptsicherung: Sicherung überprüfen (durchgebrannt?) und gegebenenfalls durch eine neue ersetzen.

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Tank: Leer? Dann aber schnell mit dem Kanister zur Tankstelle.


Benzinhahn: Stellung überprüfen, denn ohne Spritzufuhr läuft kein Verbrennungsmotor.

 

Entlüftungsschlauch: Verstopfte oder abgeknickte Tankentlüftungsschläuche ausblasen und knickfrei verlegen.


Vergaserdüsen: Verstopfte Düsen verhindern freien Benzinfluss. Also Vergaser ausbauen und sämtliche Düsen ausblasen und reinigen.


Alter Sprit: Möglicherweise befindet sich alter, ausgedampfter, nicht mehr zündfähiger Sprit im Vergaser. Abhilfe: Schwimmerkammern über die Ablassschraube leeren, damit frischer Sprit nachfließen kann.

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Luftfilter: Ein verstopfter Filter sollte gereinigt oder ausgewechselt werden. Zugang zum Filterkasten unbedingt offen halten - nicht selten sorgt ein verirrter Putzlappen für Atemnot.


Ansaugstutzen und Schläuche: Der Vergaser darf nirgendwo Fehlluft ziehen. Rissige Ansaugstutzen ersetzen und die Befestigungsschellen falsch montierter Exemplare richtig fixieren. Außerdem sollten die Belüftungsschläuche des Vergasers knickfrei verlegt sein.

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Verschmutzt: Nasse oder verrußte Zündkerzen entwickeln keine oder zu schwache Zündfunken. Also Kerzen ausbauen, mit einer Drahtbürste säubern und trocken blasen.

 

Kein Funke: Wollen sich trotz sauberer Zündkerze keine Funken zeigen, obwohl die unter "Elektrik" beschriebenen Fehlerquellen auszuschließen sind, dann etwas Kontaktspray in den Kerzenstecker sprühen oder gleich die Kerze wechseln.

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