Ratgeber: Wissen Leser fragen, Experten antworten

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Foto: BMW

"In den Papieren meiner BMW S 1000 RR taucht neben der Reifendimension nur der Hinweis auf: Reifenfabrikat gemäß Betriebserlaubnis beachten. Darf ich nun, wie bei Euch im Reifentest, alle Profile aufziehen? Und wo finde ich die Angaben aus der Betriebserlaubnis?"

Rudolf-Andreas Probst, Pressesprecher BMW Motorrad:

Wenn keine Reifenbindung im Fahrzeugschein bzw. in der Zulassungsbescheinigung Teil eins steht, kann der Kunde das Reifenfabrikat in der Originaldimension und Originalbauart frei wählen. Das ist strafrechtlich (Polizei, TÜV) kein Problem. Zivilrechtlich, im Fall eines Unfalls, wenn unter Umständen auch andere geschädigt werden, kann es sein, dass ein Staatsanwalt überprüfen lässt, ob das Motorrad zum Zeitpunkt des Unfalls technisch in Ordnung gewesen ist. Dazu gehört auch die Bereifung.

 

Wenn jetzt festgestellt würde, dass durch die Reifen das Fahrverhalten des Motorrads unsicher werden kann, ist derjenige dran, der die Reifen montiert bzw. empfohlen hat. Hier kommen die Motorradhersteller und die Reifenhersteller ins Spiel.

 

Hersteller und Reifenhersteller machen Reifentests und "empfehlen" die geeigneten Reifen, denn wenn keine Fabrikatsbindung besteht, ist auch keine Freigabebescheinigung nötig. Auf der Internetseite www.bmw-motorrad.de finden sich unter dem Menüpunkt "Services" die entsprechenden Hinweise bzw. Empfehlungen auch für die S 1000 RR.

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