Richtig kaufen Gegensprechanlagen

Mit dem Sozius plauschen oder während der Fahrt telefonieren – dabei hilft moderne Elektronik. 2Räder sagt, wie Sie in Kontakt bleiben.

Foto: Sdun
Wer einmal eine Gegensprechanlage ausprobiert hat, will darauf meist nicht mehr verzichten. Besonders Motorradfahrer, die oft mit Sozius unterwegs sind, schätzen die Vorteile der mobilen Kommunikationsanlage fürs Motorrad. Auf Urlaubsreisen sind sie sehr sinnvoll, wenn man sich beispielsweise in einer fremde Stadt orientieren muss und der Sozius mit der Karte in der Hand navigieren und den Weg ansagen kann. Gruppenreisende bleiben über zugeschaltete Funkgeräte stets in Kontakt und können sich so schnell zum Beispiel über Tankstopps abstimmen. Selbst Solofahrern bietet eine Gegensprechanlage Vorteile: Sie können ihre Lieblingsmusik in den Helm einspielen lassen und Telefonate erledigen. Welche unterschiedlichen Systeme es gibt steht und was sie können, steht auf dieser Doppelseite. Was ist Bluetooth?
Nach Handys und Mp3-Playern erobert Bluetooth nun  die Motorradausrüstung. Was steckt dieser Technik? Bluetooth bezeichnet die drahtlose Vernetzung von elektronischen Geräten per Kurzstreckenfunk. Benötigt wird ein kleiner Mikrochip, der wenig Energie verbraucht. Beim Verbindungsaufbau („Pairing”) identifizieren sich die Geräte über eine individuelle Seriennummer. Danach tauschen sie – je nach Sendeleistung – über bis zu 100 Meter Daten miteinander aus.

Standard-Einbauanlagen
Fest am Motorrad montierte Anlagen gibt es seit Jahren. Die Steuereinheit wird meist unter der Sitzbank verstaut. Großer Vorteil: Festanlagen werden über die Motorradelektrik (Batterie) mit Strom versorgt. Über Spiralkabel lassen sich Helme anschließen, in die spezielle Lautsprecher und Mikrokon eingebaut werden. Entsprechende Einbaukits gehören zum Lieferumfang dazu. Einsteigermodelle gibt es ab rund 200 Euro.
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Foto: Lengwenus

Weitere Funktionen

Bluetooth-Systeme
Neuster Clou der Helmhersteller sind Modelle, in die ein Bluetooth-Chip und Akku verbaut sind. Großer Vorteil: Hier kann man ohne störende Verkabelung sogar zwischen Motorrädern miteinander sprechen. Allerdings braucht der Partner einen Helm mit identischem System, das treibt die Kosten in die Höhe. Pro Bluetooth-Helm müssen mindestens 500 Euro kalkuliert werden.

Bluetooth-Nachrüstkits, die sich an fast jeden Helm nachrüsten lassen, sind erheblich preiswerter. Jethelme sind aber wegen der starken Windgeräusche nicht zu empfehlen. Ein System für zwei Helme ist bereits für 200 Euro zu bekommen. Beim Einbau ist Geschicklichkeit gefragt, um Mikro und Lautsprecher im Helm zu verstauen. Die Übertragungsqualität ist schlechter als bei Kabelanlagen.

Das kann man hören
Moderne Handys können an Bluetooth- oder Kabelanlagen andocken. Meist ist die Elektronik so programmiert, dass der Sozius den Anruf nicht mithören und nicht reinreden kann.

Für Navigationsgeräte ist eine Gegensprechanlage sehr empfehlenswert. Erst so lassen sich die Sprachanweisungen in hörbarer Qualität in den Helm einspielen. Bei den Bluetooth-Anlagen kann es aber passieren, dass dann nicht mehr telefoniert werden kann.

Luxus-Einbauanlagen lassen sich unendlich aufrüsten. Hier stellt auch der gleichzeitige Anschluss von MP3-Player, Funkgerät oder eines Bordradios kein Hindernis da. Bluetooth-
Systeme hinken noch hinterher. Sie brauchen dafür ein Extra-Steuergerät.

Mobilanlagen
Ein günstiger Kompromiss sind mobile Gegensprechanlagen, die sich leicht in der Jackentasche verstauen lassen und per Kabel mit den Mikrofonen und Lautsprechern in den Helmen verbunden sind. Die Übertragungsqualität ist oft mäßig. Einfache
Modelle sind bereits für rund 30 Euro zu haben.

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