Richtig kaufen Handschuhe

Ob im Sommer oder Winter, bei Topspeed auf der Autobahn oder im gemütlichen Schwung über die Landstraße: Auf einen guten Handschutz sollte man zu keiner Zeit verzichten.

Foto: Künstle

Wer den Motorradschlüssel  in die Hand nimmt, sollte zu diesem Zeitpunkt am besten schon seine Handschuhe übergestreift haben. Dass viele Biker auf diesen Schutz verzichten, ist unverständlich. Denn bereits kleine Ausrutscher bei niedrigem Tempo können sehr schmerzhafte Verletzungen zur Folge haben. Wer das schon mal erlebt hat, weiß zudem, wie lang der anschließende Heilungsprozeß dauert und dass einem im alltäglichen Leben plötzlich vieles nicht mehr leicht von der Hand geht. Im Handel gibt es eine große Auswahl an passenden Handschützern für alle Gelegenheiten. Viel- und Ganzjahresfahrer sollten sich drei Paarungen zurechtlegen: einen robusten Allrounder, ein luftiges Paar für den Sommer und etwas Warmes für den Winter.

Tipps zum Handschuh-Kauf

  • Beim Umgreifen des Lenkers sollten weder die Fingerkuppen anstoßen noch sollten sich Falten in der Hand bilden.
  • Hartschalen-Protektoren erhöhen den Schutz, dürfen aber nicht für Druckstellen an Handrücken und Fingern sorgen.
  • Bei gefütterten Handschuhen muss das Futter gut fixiert sein und darf beim Ausziehen nicht mit herausgezogen werden.
  • Bester Abstreifschutz im Falle eines Sturzes ist ein einstellbarer Klettverschluss am Handgelenk.
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Foto: Bilski

Handschutz zu jeder Zeit

Sommer-Handschuhe
Die Versuchung ist groß, im Sommer ohne Handschuhe aufs Motorrad zu steigen. Doch  auch für heiße Tage gibt es passende Handschuhe, die mit einer griffigen und abriebfest verstärkten Innenhand und auf dem Handrücken mit einem gut durchlüfteten Meshgewebe ausgestattet sind. Wichtig ist ein guter Abstreifschutz durch einen stabilen Klettverschluss. Ab rund 20 Euro.

Winter-Handschuhe

Hauptsache warm. Für kalte Tage braucht man ein Handschuhpaar, das erstklassig isoliert und zudem wasserdicht ist. Wer lange und oft bei Minusgraden unterwegs ist, sollte sich spezielle Dreifinger-Handschuhe überstreifen, die sich zudem perfekt mit Unterziehhandschuhen kombinieren lassen. Ab 40 Euro.

Allrounder-Handschuhe
Das Paar für alle Tage, ab 50 Euro. Sollte leicht gefüttert und wasserdicht sein. Bewährt haben sich Handschuhe, bei denen die Klimamembran direkt mit Außen- und Innenhand verklebt („laminiert”) wird und die so ein prima Greifgefühl vermitteln. Die Stulpe sollte lang genug sein, um sie sicher unter dem Ärmel verstauen zu können. Pflicht: ein Klettverschluss am Handgelenk.

Sport-Handschuhe
Alles im Griff. Die ideale Racer-Paarung besteht aus dünnem, extrem abriebfestem Känguru- oder Ziegenleder, Verstärkungen aus Karbon- und Kevlareinsätzen, Materialdopplungen an Innenhand und Handkante sowie Polsterungen im Finger-, Gelenk- und Handrückenbereich. Zudem sollten sie leicht vorgekümmt sein. 70 Euro bis 200 Euro.

Cruiser-/Chopper-Handschuhe
Take it easy. Viel mehr kann man von den dünnen, meist ungefütterten Handschuhen nicht erwarten. Knöchel- oder Fingerverstärkungen fehlen meist ebenso wie ein sinnvoller Abstreifschutz durch einen festen Klettverschluss am Handgelenk. Für den Stadtverkehr gerade noch akzeptabel. Wenig Schutzwirkung für wenig Geld. Ab 20 Euro.

Enduro-/Cross-Handschuhe
Für schweißtreibende Arbeiten. Leder wird bei den kurzen, ungefütterten Handschuhen höchstens als Besatzmaterial verwendet. Ansonsten sorgen elastische Kunstfasern für einen perfekten Sitz und ein maximales Griffgefühl. Auf dem Handrücken bringt Netzmaterial Frischluft. Ab 30 Euro.

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