Richtig kaufen Kälteschutz

Blauer Himmel, klare Luft, trockene Fahrbahn - so macht Motorradfahren auch im Winter Spaß. Ohne zu frieren noch viel mehr.

Foto: Archiv
Es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.Den Unterschied zwischen „geht gerade so” und „ich fühl mich wohl”. Wie Nässe hat auch Zugluft die unangenehme Eigenschaft, sich zielsicher jede noch so kleine Öffnung zu suchen, um dem Motorradfahrer so nah wie möglich zu kommen. Zwischen Helm und Jackenkragen sowie am Übergang von Hose zum Oberteil befinden sich die besonders gefährdeten Stellen. Halstücher und -krausen, Sturmhauben, Masken und Nierengurte sind die besagten Kleinigkeiten, die sehr viel fürs Wohlfühlklima tun können. Welche Bauarten es gibt, verrät diese Doppelseite.
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Multifunktionstuch:
Nahtlos aus einem Stück hergestellter Schlauch, der beim Anziehen über den Kopf gestreift werden muss. Kann bei ausreichender Länge auch als Sturmhaube, Stirnband, Mütze oder Ähnliches getragen werden. Meist aus Kunstfaser, 8 bis 15 Euro.

Sturmhaube:
Sehr günstig aus Baumwolle (ab zwei Euro), führt Feuchtigkeit aber nur schlecht ab. Besser und teurer (ab fünf Euro) aus Seide bzw. Kunstfaser. Für Brillenträger ist der etwas besser schützende „Eulenschnitt” nicht geeignet, da der Brillensteg keinen Halt findet. Nicht zu groß kaufen, sonst stören Wülste unterm Helm.

Halskrause:
Mit Klett- oder Reißverschluss, oft zum Umlegen, oder aus einem Stück gefertigt zum Über-den-Kopf-Ziehen. Bestehen fast immer aus Kunstfaser (Fleece). Teilweise mit Zusatzmaterialien optimiert, zum Beispiel mit Gore-Windstopper-Membran gegen Zugluft. Vor dem Kauf unbedingt unter der eigenen Jacke ausprobieren, da Verschlüsse drücken und/oder kratzen können. Halskrausen grundsätzlich vor der Jacke anlegen, denn das Hineinstopfen eines Kragenlatzes klappt eigentlich nie hundertprozentig. Einfache Ausführungen gibt’s bereits ab zehn Euro, Top-Modelle kosten bis zu 40 Euro.
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Weiteres Zubehör

Heizelemente für Nierengurte:
Wer eine Bordsteckdose hat, kann damit das Universal-Heizelement (Mitte) betreiben, das sich an die meisten Nierengurte ankletten lässt.(40 Euro, Louis, Tel. 04074319360). Einige Nierengurte haben Innentaschen für Gel-Wärmekissen, die rund drei Stunden halten (fünf Euro).

Sturmhaube mit Halsschutz:
Die mit einer Gore-Windstopper-Membran bestückte Kombination aus Sturmhaube und Halskrause ist etwas umständlich anzuziehen, schützt aber optimal und ohne Kältebrücken. Rukka, für 39 Euro z. B. bei Louis.

Kniewärmer:
An den Knien spannt die Oberbekleidung, die isolierende Luftschicht fehlt fast komplett. Kniewärmer aus Neopren (ab sieben Euro) oder Kunstfaser (um 30 Euro) helfen.

Nierengurt:
Er soll einzig und allein Zugluft abhalten. Die oft genannte „Stützfunktion” ist Unsinn: Die Nieren hängen in hervorragend dämpfenden Fettpolstern.

Spezialtücher und -masken:
Wer sich mit Halskrausen und Sturmhauben nicht anfreunden kann, bekommt ab zehn Euro große Halstücher, für knapp 20 Euro sogar mit Pollenfilter (Foto). Neopren-Masken mit Klettverschluss (ab elf Euro) sind mit Fleece-Futter nicht zu schweißtreibend.

Halstücher:
Die dreieckigen Textil- oder Ledermodelle sind die Klassiker in Sachen Halsschutz. Klettverschlüsse und spezielle Futterstoffe machen die ab neun Euro zu bekommenden Tücher motorradtauglich. In der Praxis bilden sich aber fast immer störende Wülste, absolute Dichtheit ist nur sehr schwer zu machen. Für Nostalgiker aber besser als nichts.

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