Richtig kaufen Ladegeräte

Nein, hier geht es nicht um die Herstellung von Fruchtauszügen. Hier geht’s um Geräte, die den Motorrad-Akku flott machen.

Foto: Bilski

Lassen Sie sich nicht irritieren: Das Zauberwort „wartungsfrei” auf der Starterbatterie (korrekt „Akkumulator”) ihres Motorrad bedeutet nur, dass der Säurestand nicht mehr kontrolliert werden muss. Und auch nicht mehr kontrolliert werden kann, denn das Gehäuse einer wartungsfreien Batterie – erkennbar am Kürzel „MF” für „maintenance free” – ist im Unterschied zum Standard-Akku nicht transparent. Doch egal, ob Standard-Akku oder MF-Modell – eine Motorradbatterie muss gepflegt werden. Die beste Pflege ist regelmäßiges Fahren. Eine Batterie, die ständig in Betrieb ist, hält am längsten, alle anderen stehen sich tot. Wer das vermeiden will, sollte regelmäßig nachladen. Das Angebot an Ladegeräten reicht von einfachsten, immer unter Kontrolle zu haltenden Ladegeräten für Standard-Akkus (ab 5 Euro) bis zu aufwendigen Lade-Automaten (ab 30 Euro), die dauerhaft angeschlossen bleiben können und auch für wartungsfreie, Gel- und Microvlies-Batterien geeignet sind. Autobatterie-Ladegeräte sind für Motorrad-Akkus untauglich, da ihr Ladestrom zu hoch ist.


Drei Bauarten gibt’s. Erstens: reine Ladegeräte, kleine Trafos, die sich nur um die Spannung kümmern und permanent laden. Sie sind nur für Standard-Akkus geeignet, sollten maximal ein Zehntel der Batteriekapazität als Ladestrom liefern (bei einer 12-Ah-Batterie also max. 1,2 A) und dürfen nicht dauerhaft angeschlossen werden. Zweitens: Ladegeräte mit Abschaltautomatik. Die laden bis zu einer bestimmten Spannung, schalten dann ab und nach einer gewissen Zeit auch wieder an. Diese Geräte können zwar dauerhaft angeschlossen bleiben, sind für moderne Akkus aber nur bedingt geeignet. Von echter „Pflege” kann bei ihnen keine Rede sein. Drittens: software-gesteuerte Ladeerhaltungsgeräte – die Königsklasse, die bei allen Akkus alles kann.
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Ladegeräte ab 39 Euro

M+S Smart Charger
Louis, Polo etc.; 39,95 Euro
Sehr handliches, softwaregesteuertes Ladegerät mit max. 0,6 A Ladestrom. Batterietest vorm Laden, regeneriert tiefentladene Batterien. Auch für Gel- und Vlies-Akkus geeignet. Sicherung gegen Verpolung, Überlast und Kurzschluss. Kann dauerhaft angeschlossen bleiben. Geeignet für alle Motorrad-Akkus von 4 bis 24 Ah. Über den M+S-Systemstecker können statt der Krokoklemmen andere Anschlüsse montiert werden.
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Polo-Charger
Polo; 49,95 Euro
Ein Hausmarken-Gerät, das im gleichen (europäischen) Werk wie die Geräte des Markenanbieters M+S gefertigt wird. Das Polo-Gerät ist ebenfalls ein Vollautomat, der für alle Batterien von 4 bis 50 Ah geeignet ist. Der maximale Ladestrom beträgt 1,3 A. Das Laden von kleinen Auto-Batterien klappt damit, kann aber länger dauern. Besonderheit: Es lässt sich von 6 auf 12 Volt umschalten – praktisch für Oldtimer-Akkus.


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M+S IntelliCharger
Louis, Polo etc.; 74,95 Euro
Das vollautomatische Topgerät von M+S. Kann alles, was der Smart Charger kann – und noch einiges mehr. Geeignet für alle Akkus von 4 bis 80 Ah (auch Auto-Batterien). Das Test- und Ladegerät liefert maximal 2 A Ladestrom. Acht LEDs informieren über den Zustand der Batterie und den Ladefortschritt. Powertaste für Schnelladung. Das Gerät erkennt automatisch die Batteriekapazität und passt den Ladestrom entsprechend an.


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Procharger XL
Louis; 89,95 Euro
Vollautomatisches Hightech-Ladegerät für alle Motorradbesitzer, die auch Akkupflege bei ihrer Autobatterie betreiben wollen. Das Gerät lässt sich vom Motorrad-Modus (max. 1,5 A für Akkus von 5 bis 30 Ah) auf den Auto-Modus (max. 4 A für Akkus von 30 bis 100 Ah) umschalten. Ein Bleibatterie-Aktivator bringt selbst tiefentladene und/oder sulfatierte Akkus wieder in Schwung. Das große Display ist beleuchtet.

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