Richtig kaufen Minibikes

Qualitätsmängel und schwere Unfälle: Bei den Pocketbikes hagelt es Kritik. 2Räder sagt, wie die Minis trotzdem Spaß machen.

Foto: Sdun
Die Minibikeszene ist nicht klein. Neben ausgewachsenen Hünen, die sich auf die Miniaturausgaben von Motorrädern hocken, gibt es viele Kinder und Jugendliche, die sich sehr professionell mit den Pocketbikes beschäftigen. Für diese sind die Miniracer beispielsweise der klassische Weg, um in den Rennsport einzusteigen. Viele Fahrer sind gerade mal im Grundschulalter. Das Angebot an fahrbahren Untersätzen ist vielfältig. Doch beim Kauf ist Vorsicht geboten, denn die billigen Renner aus dem Baumarkt oder Internet sind schnell reif für die Mülltonne. Wer auf Qualität setzt, wird mit den kleinen Rennern auch als Großer eine Menge Spaß haben.
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Verschiedene Minibikes

Einstiegs-Modell

Der Klassiker der frühkindlichen Motorraderziehung: Yamaha PW 50. Bei der Ausstattung hat man ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Kleinen gelegt. So sollen Kardanantrieb und ein spezielles Felgendesign Verletzungsgefahren mindern. Gebraucht kostet die 50er rund 500, neu 1350 Euro.
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Aufstiegs-Klasse

Die KTM 50 SX stellt mit 12-PS-Motor, Scheibenbremsen und hochwertigen Federelementen Das Bindeglied zwischen reinem Spaßbike für die Kleinen und waschechtem Crosser dar. Damit die sich aufs Fahren konzentrieren können, ist das nur 37 Kilogramm schwere Gefährt mit einer Automatik ausgerüstet. Preis: zirka 2500 Euro.
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Ready to Race

Zu den renommierten Marken bei den Pocketbikes im Renntrimm gehört Blata, hier zu sehen  mit der Origami B1. Der hochkarätig ausgestattete Miniracer kostet 2350 Euro und leistet gut 14 PS. Technisch sind die Pocketbikes von Blata und dem Konkurrenten Polini auf keinen Fall mit den billigen Baumarkt-Rennern zu vergleichen.
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Alltags-Flitzer

Wer mit einem Minibike Auf die strasse will, kann zwischen zahlrei-chen China-Model-len wählen, die Klassiker wie die Honda Dax oder Monkey mit meist mangelhafter Qualität nachbauen. Kosten: zwischen 1000 und 1500 Euro. Besser: Der in Deutschland montierte Open Concepts Quickfoot (Foto). Er kostet 2400 Euro.
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Recht & Rat Minibikes

Wo soll ich Kaufen? Das Internet und die Baumärkte sind voll mit günstigen Angeboten, die Pocketbikes im Rennlook für wenige Hundert Euro verramschen. 2Räder empfiehlt: Finger weg von solchen Angeboten. Die Qualität ist mies, bereits nach kurzem Einsatz drohen kapitale Motorschäden. Zudem sind kaum Ersatzteile zu bekommen. Wer sich ernsthaft für Pocketbikes interessiert, sollte einen Fachhändler aufsuchen. Tipp: Fan-Foren im Internet bieten eine Gebrauchtbörse mit Markenbikes an.

Wo Darf ich Fahren? Im öffentlichen Straßenverkehr haben die klassischen Minibikes nichts zu suchen, denn dazu müssten diese zugelassen und versichert sein – was aber aufgrund technischer Umstände (Bremsen, Beleuchtung, Geräusche) praktisch nicht möglich ist. Achtung: Selbst Parkplätze, die nicht durch Schranke oder Zaun komplett abgesperrt sind, zählen zum öffentlichen Straßenverkehr und dürfen mit Pocketbikes nicht befahren werden.

Wo kann ich mich informieren? Eine gute Anlaufadresse ist der Deutsche Motor Sport Bund (www.dmsb.de). Dieser gibt Auskunft über Rennklassen, die für Pocketbikes angeboten werden, vermittelt Trainingsmöglichkeiten und nennt ebenso die technischen Anforderungen, die ein Minibike erfüllen muss. Im Internet gibt es diverse Foren, in denen sich Fans der kleinen Racer austauschen und zu einem Rennwochenende auf Kartbahnen oder Verkehrs-übungsplätzen verabreden. Gute Anlaufadressen sind die Seiten www.mini-racer.de und www.minibike-club.de.

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