Richtig kaufen Vergleich Navigationssysteme

Wasserdicht, auch mit Handschuhen zu bedienen, schüttel- und stoßfest müssen Motorrad-Navis sein. 2Räder verglich die neuesten Geräte der Marktführer.

Foto: MPS-Fotostudio
Garmin ZUMO 400

Handhabung: Einfache Bedienung, Adresseingabe mittels großer Buchstaben. Erste Darstellungsebene (während der Fahrt sichtbar): hervorragende, sehr übersichtliche Karte, aber nur Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit, der voraussichtlichen Ankunftszeit und der Entfernung zum nächsten Abbiegen. Die zweite Ebene (per Knopfdruck leicht erreichbar) zeigt die Uhrzeit, die Entfernung zum Fahrziel in Kilometern und die aktuelle Höhe über Normal Null.Verspielte Naturen können gefahrene Routen detailliert speichern (Tracking) und anschließend mittels SD-Karte oder USB-Kabel z. B. auf den Computer übertragen und in Google Earth noch einmal nachfahren, per E-Mail versenden, im Internet veröffentlichen oder für die Nachwelt speichern. Zum Abnehmen aus der Motorradhalterung muss mit Hilfe eines mitgelieferten Schraubendrehers (unten im Bild 1) erst eine winzige Sicherungsschraube gelöst werden. Diese verhindert zwar wirkungsvoll, dass das Gerät unterwegs wegfliegt, allerdings ist das Öffnen umständlich und ohne den Schraubendreher gar nicht möglich.
Beim Fahrtest navigierte das Zumo 400 den 2Räder-Tester auf den letzten 50 Metern hochgradig bußgeldträchtig über einen Fahrrad- und Fußgängerweg ins programmierte Ziel!

Anbieter: www.garmin.de; Vorinstalliertes Kartenmaterial: Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Tschechien; Preis: 599 Euro (UVP), derzeit im Handel ab 399 Euro angeboten (Stand 8/07); Größe: 12,2 X 9,9 X 4,1 cm, Bildschirm: 3,5 Zoll; Gewicht ohne Halterung: 298 Gramm; Besonderheiten: MP3-Player, Tracking-Funktion, rückstellbarer km-Zähler, Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit, Höhenanzeiger, weltweites Kartenmaterial kann zugekauft und geladen werden, Staumeldungen (TMC) als gebührenpflichtiger Dienst zu abonnieren; Ausstattung: stabile Ram-Halterung, zusätzlicher SD-Kartenschacht, Kabel zum Anschluss an Motorrad-Batterie, USB-Kabel; Akku-Betriebsdauer: 3 bis 4 Stunden; Speicher: 500 Megabyte; Aufrüstmöglichkeit fürs Auto: Saugfußhalterung mit integriertem Lautsprecher und Anschlusskabel ab 148 Euro.

Fazit: Der Routenvorschlag über einen Fußweg mag ein Einzelfall sein, ist aber ärgerlich, ebenso die magere Ausstattung (kein Netz-Ladekabel, nicht bluetooth-fähig, kein Headset), die dem hohen Preis nicht angemessen ist. Pluspunkte: sehr gute Bildschirmdarstellung und vielfältige Verknüpfungsmöglichkeiten mit Routenplanung bzw. -Nachbearbeitung am PC. Tipp: Auf Preisangebote im Handel achten!
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Foto: MPS-Fotostudio
Tomtom Rider 2

Handhabung: Die Grundfunktion (Navigation) erschließt sich selbst einem technischen Laien nach 10-minütigem Studium der gedruckt beiliegenden Schnellstart-Anleitung (ausführliches Benutzerhandbuch auf CD-ROM). Die Bedienung lässt sich intuitiv erfassen, wer schon einmal ein anderes Navigerät in der Hand hatte, kommt mit dem Rider 2 auf Anhieb zurecht. Nur die sehr kleinen Felder des Touchscreens bei der Adresseingabe können nerven. Komplette, praxisgerechte, aber zum Teil sehr kleine Anzeigen auf der ersten, im Fahrbetrieb gezeigten Ebene: Uhrzeit, voraussichtliche Fahrtdauer und Ankunftszeit, Entfernung zum Ziel in Kilometern, aktuelle Geschwindigkeit. Übersichtliche und große Darstellung der kommenden Verkehrsführung mit sehr gut erkennbaren Piktogrammen und Entfernungsangaben. Schnelle Routenberechnung und -Neuberechnung. Bildschirm- und Kartendarstellung sind vielfältig einstellbar, die Ansagen sind klar verständlich und wenn nötig recht laut. Vorinstalliert sind als Ansage-Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch mit wahlweise männlicher oder weiblicher Stimme. Per mitgelieferter CD können die unterschiedlichsten Sprachen geladen werden, sogar Indonesisch und US-amerikanisches Englisch.

Anbieter: www.tomtom.com; Vorinstalliertes Kartenmaterial: Deutschland, Österreich, Schweiz; Preis: 499 Euro (inklusive vorinstalliertem Kartenmaterial eines Großteils von Europa: 599 Euro); Größe: 11,3 x 9,6 x 5,3 cm; Bildschirm: 3,5 Zoll; Gewicht ohne Halterung: 318 Gramm; Besonderheiten: Verstärkte Halterung, Sicherung mittels Fangriemen, Staumeldungen (TMC) etc. als gebührenpflichtiger Dienst zu abonnieren; Ausstattung: Bluetooth-Headset und Netzladegeräte für Navigerät und Headset, Kabel zum Anschluss an Motorradbatterie, USB-Kabel; Akku-Betriebsdauer: 4 bis 5 Stunden; Speicher: 32 Megabyte; Aufrüstmöglichkeit fürs Auto: Kfz-Befestigungsset mit integrier-tem Lautsprecher für gesprochene Anweisungen für 79,95 Euro. Achtung: Passt nur für Rider 2.

Fazit: Wer sich einfach nur zielsicher von A nach B lotsen lassen will, ist mit dem Tomtom Rider 2 sehr gut bedient. Die Halterung wirkt deutlich stabiler als beim Vorgängergerät, ein zusätzlicher Fangriemen verhindert plötzliches Wegfliegen. Nur hinsichtlich des Zusammenspiels von PC und Navi ist der Rider 2 eingeschränkt (keine Tracking-Funktion). Sehr kleiner Ram-Speicher.

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