Richtig kaufen Sommerbekleidung

Motorradfahrer stehen auf gutes Wetter. Doch was tun, wenn die Sonne gnadenlos auf Helm und Kombi brennt?

Foto: Archiv
Motorradfahrer sind dem Wetter immer direkt ausgesetzt. Kein Dach, das vor Regen schützt, keine Klimaanlage, die bei sengender Hitze eiskalte Luft aus den Gebläseschlitzen pustet. Im Sommer setzen deshalb viele Biker auf die luftige T-Shirt-und-Turnschuh-Kombination, um möglichst hitzefrei durch den Sommer zu kommen. Schwer ins Schwitzen kommt man allerdings dann, wenn man über die eigene Sicherheit nachdenkt. Das muss nicht sein. Denn mittlerweile gibt es im Fachhandel eine reichhaltige Auswahl an ebenso luftiger wie sicherer Bekleidung fürs Motorrad. Dazu gehören nicht nur Textilkombis, die auf hohe Außentemperaturen ausgelegt sind. Auch mit speziellen Handschuhen, Stiefeln und sogar Helmen lassen sich bei Fahrten durch den Sommer Hitzewallungen auf dem Motorrad vermeiden. Wie Sie sich für Fahrten in die schönste Jahreszeit auf dem Motorrad am besten rüsten, sehen Sie auf der nächsten Seite.
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Tipps für die richtige Sommerkleidung

  • Qualmende Socken müssen nicht sein. Hier helfen funktionelle Motorradstiefel, die aus einem Leder-Textil-Mix bestehen oder einen hohen Anteil an gelochtem Leder haben. Dazu kommt eine hoch atmungsaktive Klimamembran, die zudem dafür sorgt, dass bei einem Gewitterschauer die Füße trocken  bleiben. Sommerstiefel gibt es von verschiedenen Herstellern im Fachhandel. Sie kosten zwischen 150 und 250 Euro.
  • Im Sommer gehören  luftig-leichte Handschuhe zur Pflichtausrüstung. Durch einen hohen Textilanteil kann der kühlende Fahrtwind direkt bis in die Fingerspitzen zirkulieren. Allerdings fehlt eine Klimamembran. Bei einem Regenschauer hat man also schnell feuchte Hände. Sommerhandschuhe kosten zwischen 20 und 50 Euro. Damit sie gut schützen, muss die Innenhand aus Leder sein und sich am Handgelenk ein Klettriegel befinden.
  • Gut, wenn man stets einen kühlen Kopf bewahrt. In komplett geschlossenen Integralhelmen steht schnell Schweiß auf der Stirn. Deutlich sommertauglicher sind Klapphelme, die einem frischen Wind um die Nase wehen lassen oder Jethelme, die es mit Lüftungsgitter in der Helmschale (von BMW) gibt. Bewährt haben sich auch Helme mit hitzetauglichem Innenfutter („Coolmax“). Wichtigste Kaufregel: Eine Probefahrt ist ein Muss. Dabei die Helmbelüftung ausgiebig testen.
  • Die Angebote für Sommeranzüge aus Textil beginnen bei rund 150 Euro, High-end-Kombinationen kosten das Zehnfache. Wichtig ist, dass die Außenhaut aus ab-riebfesten Gewebe (beispielsweise „Cordura“ oder „Dynatec“) besteht und in den Sturzzonen (Knie, Ellbogen, Schulter) verstärkt ist.Beim Kauf auf eine wetterfeste Zusatzausstattung achten. Denn damit lassen sich auch Fahrten an kühlen oder nassen Tagen meistern.
  • Zu einer guten Sommerausrüstung gehört auf jeden Fall  eine gute Regenkombi. Besonders diejenigen, die in Lederkombinationen oder Textilanzügen ohne Klimamembran unterwegs sind, sollten sich eine wasserdichte Plas-tikpelle zulegen. Praktisch sind Einteiler, die sich in einer Packtasche klein zusammenlegen lassen. Eine gute Regenkombi kostet nicht die Welt. Bereits für 30 Euro lässt sich ein anständiger Overall finden.
  • Jeans und Lieblings-T-Shirt haben unter luftiger Motorradbekleidung nichts zu suchen.  Denn die Baumwolle saugt sich schnell voll mit Schweiß, und das war’s dann mit dem prima Klima. Deutlich wohler fühlt man sich in sommertauglicher Funktionsunterwäsche, die keine Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das ist ideal bei Hitze. Die enganliegenden Anzüge aus Synthtikfasern gibt es als Ein- und Zweiteiler. Sie kosten zwischen 25 und 100 Euro und sind neben Sportgeschäften zunehmend auch im Motorradfachhandel zu finden.

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