So geht's: Ausmotten Motorrad richtig ausmotten

Der Countdown für die neue Saison läuft. Der Frühling steht vor der Tür. Los geht's zur ersten Ausfahrt. Doch zuvor heißt es: Bike fit machen.

Foto: Hartmann

Spätestens bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im März oder April fällt den meisten Motorradfahrern ein, dass sie doch längst das Bike startklar machen wollten. Wer sich bereits beim Einmotten im Herbst um Dinge wie Ölwechsel oder Batteriepflege gekümmert hat, kann sich zwar schneller in den Sattel schwingen, sollte aber zumindest die sicherheitsrelevanten Punkte ebenfalls überprüfen. Bis auf die Fahrzeugwäsche, mit der man sinnigerweise beginnt, spielt die Reihenfolge der einzelnen Prüfpunkte keine entscheidende Rolle. Taucht wider Erwarten beim Frühjahrs-Check ein Defekt auf, den man nicht selbst beheben kann, sucht man am besten schnellstmöglich die nächstgelegene Vertragswerkstatt auf, damit es zu keiner übermäßigen Startverzögerung kommt. Es wäre wirklich schade um jeden verpassten Kilometer.

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Reinigen

Bei einer ausgiebigen Fahrzeugwäsche kann man in aller Ruhe den Winterstaub entfernen und gleichzeitig die Maschine auf Mängel überprüfen. Tritt irgendwo Flüssigkeit aus, ist eine Schraube locker? Sind Hand- und Fußhebel leichtgängig und richtig eingestellt? Bei Bedarf schmieren und justieren.

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Kette

Vor der ersten Ausfahrt die Kette schmieren und auf Verschleiß überprüfen (lässt sie sich vom Kettenrad abheben?). Ebenfalls einen Blick auf Ritzel und Kettenrad werfen – sind so genannte Haifischzähne zu sehen, ist Ersatz fällig. Außerdem die Kettenspannung (mit Fahrer im Sattel) kontrollieren und gegebenenfalls justieren.

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Elektrik

Kein Start ohne Zündfunken – und dazu braucht’s zunächst einmal eine intakte Batterie. Wurde sie nicht bereits beim Einmotten ausgebaut und durfte im Haus am Frischhaltegerät überwintern, dann gehört sie jetzt für wenigstens eine Nacht ans Ladegerät, um wieder ausreichend Saft für den Start zu liefern. Zum Elektrik-Check gehört auch die Überprüfung der Fahrzeugbeleuchtung (Blinker, Abblend-, Fern-, Stand- und Bremslicht), die man zur Schonung der Batterie jedoch besser bei laufendem Motor durchführt. Außerdem: Hupe und Killschalter auf ihre Funktion prüfen.

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Reifen

Liegt das Restprofil unter 1,6 Millimetern oder zeigen sich Risse in der Karkasse, dann sind neue Reifen fällig. Andernfalls genügt es, den Reifenfülldruck zu prüfen und bei Bedarf zu korrigieren (die Werte stehen im Handbuch). Nach einigen Kilometern Fahrt erneut kontrollieren.

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Bremsen

Vor der ersten Fahrt unbedingt eine Funktionsüberprüfung durchführen. Reagieren die Bremsen bei Schiebetempo auf einen Zug am Hebel oder einen Tritt aufs Pedal? Und öffnet die Bremse auch wieder, oder sitzen die Kolben fest und gehen nicht mehr zurück? Das macht sich durch erhöhten Schiebewiderstand bemerkbar. Außerdem die Bremsbelagstärke und den Bremsflüssigkeitsstand checken sowie die Leitungen nach porösen Stellen oder Undichtigkeiten absuchen. 

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Motoröl

Wer beim Einmotten auf den Ölwechsel verzichtet hat, sollte sich jetzt darum kümmern und auch den Filter gleich mit wechseln. Angaben zu benötigter Öl-Viskosität und Füllmenge finden sich im Handbuch. Auch während der Saison am besten bei jedem Tanken den Ölstand kontrollieren.

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Fahrwerk

Gabel und Federbein(e) auf Funktion, Undichtigkeiten und Grundeinstellung (Vorspannung, Zug-, Druckstufe) überprüfen. Ebenfalls Lenkkopf-, Rad- und Schwingenlager auf Leichtgängigkeit und übermäßiges Spiel kontrollieren.

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