So geht´s: Einkaufstipps für den Bekleidungskauf Das passt

Nie wieder zu groß, zu klein oder ganz falsch einkaufen - wie’s geht, steht hier.

Foto:

Die persönlichen Hemden-, Hosen- und Sockengrößen kennt eigentlich jeder, das Fehlkauf-Risiko beim normalen Bekleidungskauf ist eher gering. Wenn’s um die Anschaffung von Motorradbekleidung geht, machen aber auch vermeintlich gut informierte Verbraucher jede Menge falsch. Ob Jackenärmel zu kurz, Handschuhe zu weit oder der Helm zu eng sind, merkt mancher erst nach dem Praxiseinsatz auf dem Motorrad. Was folgt, sind zeit- und kostenaufwendige Umtausch- und/oder Neukaufaktionen. Profis machen sich bereits zu Hause Gedanken über den anstehenden Bekleidungskauf und bringen ein paar Dinge mit ins Geschäft: den Lieblings-Motorradpullover für die Jacken-Anprobe, die dicksten Biker-Socken für den Stiefeltest und womöglich die eigene Lederkombi zum Ausprobieren einer Regenkombi. Wer seinen Althelm dabei hat, macht dem Verkäufer die Helm-Vorauswahl leichter. Und am Technik-Tresen macht man sich beim Teilekauf Freunde, wenn der Kfz-Schein griffbereit ist.

Foto:

Allgemein
Sieht gut aus, oder? Nicht wirklich. Der 2Räder-Redakteur zeigt die erschreckenden Folgen einer gewaltigen Fehleinschätzung bei der Bekleidungsauswahl: viel zu kurze Ärmel und Hosenbeine. Darum Motorradbekleidung immer in Fahrerhaltung ausprobieren. Idealerweise auf der eigenen Maschine vor der Tür.

Tipps für Bekleidung

Jacken
Fehler: Jacken werden eher zu groß gekauft, weil Schutzbekleidung, bei der Protektoren knackig sitzen müssen, mit Freizeitsachen verwechselt wird. Der nur selten serienmäßige Rückenprotektor (links hart, rechts „faltbar“) wird gern vergessen - und dann nie mehr nachgekauft.

Helme
Bei der Helmprobe arbeitet man sich vom größten zum passenden Modell herunter. Was sich verdrehen oder bei geschlossenem Kinnriemen abziehen lässt, ist zu groß. Brillenträger (auch Sonnenbrille) sollten prüfen, ob sich die Bügel einfädeln lassen. Für alle gilt: am besten Probefahrt machen.

Handschuhe
Bei zu weiten oder schlecht geschnittenen Handschuhen bilden sich auf der Innenhand Falten, die auf Dauer Druckstellen verursachen. Der Handgelenk-Abschluss sollte verstellbar sein (zum Beispiel per Klettriegel), manche Gummizüge schnüren nach einiger Zeit sehr stark ein. Handschuhe daher im Laden länger anbehalten und Finger bewegen.

Stiefel
Motorradstiefel nicht mit dünnen Söckchen anprobieren, notfalls „Leihsocken“ nehmen. Der große Zeh braucht Platz. Manche Frauen haben Probleme damit, Größen ab 40 zu benötigen. Keine Panik: Motorradstiefel müssen fast immer eine Nummer größer sein. Bei italienischen Marken sind’s oft sogar zwei Nummern.

Regenkombi
Ein Klassiker in Sachen Fehlkauf: Die Regenkombi wird über der normalen Freizeitbekleidung anprobiert. Eine mit Protektoren bestückte Lederkombi trägt aber viel mehr auf. Wer seine eigenen Sachen nicht dabei hat, zieht eben eine Kombi aus dem Laden an. Profis testen das An- und Ausziehen sogar mit Stiefeln.

Gepäck
Billig-Topcase für den täglichen Einsatz? Klappt nicht, Vielfahrer sollten nicht sparen und lieber zum Markenprodukt greifen. Und Besitzer von Motorrädern mit Alu- oder Kunststofftanks können mit einem Magnet-Tankrucksack wenig anfangen, der haftet einfach nicht - noch ein Klassiker aus der Reihe Fehlkauf.

Umtauschen
Hein Gericke-Technikexperte Wolfgang Schwab zum Thema Lieblings-Reklamation: „Kunde kauft trockene Batterie, kippt als Erstes Säure rein, will das Teil einbauen - passt nicht. Pech gehabt! Besser die noch unbefüllte Batterie probeweise in die Halterung setzen. Wenn sie nicht passt, ist der Umtausch kein Problem.“

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel