So geht's: Enduros Enduro fürs Gelände vorbereiten

Wer mit seiner Enduro ein Tänzchen im Gelände wagt, sollte sich und sein Motorrad entsprechend vorbereiten.

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Viele Straßen-Enduros von der Stange glänzen zwar mit allerlei technischen Spielereien, aufwendigen Verkleidungsteilen und anderem Schnickschnack, doch sind sie in serienmäßigem Zustand oft wenig geeignet, um schweres Geläuf unter die Räder zu nehmen. Dabei genügen meist schon wenige ausgesuchte Zubehörteile und einige technische Handgriffe, damit der Offroad-Einsatz gelingt. Um auf losem oder gar schlammigem Untergrund für ausreichend Vortrieb zu sorgen, sind grobstollige Reifen Grundvoraussetzung Nummer eins.

Wer richtig ambitioniert auf abgesperrtem Terrain trainiert, sollte außerdem sämtliche Bauteile abmontieren, die zum Fahren nicht dringend be­nötigt werden. Dazu gehören beispielsweise Blinker, Soziusfußrasten und Gepäckträger. Das spart nicht nur lästiges Gewicht, sondern schont bei den obligatorischen Bodenproben (Stürzen) den Geldbeutel.

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Plus:
Kleiner, leichter und im Crash-Fall meist wesentlich preisgünstiger als die serienmäßige Cockpitverkleidung

Minus:
Nur selten modellbezogen, daher gelegentlich etwas fummelige Montage

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Plus:
Preisgünstiger, leichter und einfach zu montierender Schutz vor Steinschlagschäden

Minus:
Leicht eingeschränkte Lichtausbeute, u.a. deshalb nicht straßenzulassungsfähig

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Plus:
Die modellbezogenen Stahlrohre schützen bei Umfallern vor Verkleidungsbruch und Beulen im Tank

Minus:
Wirken häufig ausladend und klobig; gibt’s fast nur für große Reiseenduros

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Plus:
Effektiver Schutz für Rahmenunterzüge und Motorwanne; kinderleichte Montage

Minus:
Verringert die zum Überfahren von hohen Steilstufen und Absätzen erforderliche Bodenfreiheit

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Plus:
Verhindern Steinschlagschäden und Schmutzattacken auf den Standrohren

Minus:

Die Montage der Faltenbälge erfordert den Ausbau der Gabel-Standrohre

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Plus:
Schützen sowohl Bremsscheibe als auch -zange vor Steinschlag und Schmutz

Minus:
Verringert die Bremsen-Kühlung, kann zu Überhitzung und Bremskraftverlust führen

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Plus:
Schützen Hände vor Steinschlag und Gestrüpp und bei einem Sturz die Armaturen

Minus:

An den Lenkerenden verschraubte Modelle schränken die Bewegungsfreiheit ein

Tipps und Tricks

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Immer locker bleiben: Um die Gefahr beschädigter Lenkerarmaturen oder abgebrochener Hebel bei Stürzen zu verringern, empfiehlt sich das Lockern der Armaturen, damit die Hebeleien bei Bodenkontakt ausweichen können. Achtung: Nur so locker, dass sich die Armaturen beim Fahren nicht verdrehen.

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Scharfe Nummer: Ein guter Stand auf den Fußrasten gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für sicheres Fahren im Gelände. Abgerundete, stumpfe Rasten taugen hier nicht. Kontrolliertes Nachfeilen erhöht die Standsicherheit. Aber: Nicht übertreiben, sonst gehen die Stiefelsohlen hops.

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Kleb dir eine: Dauer-Dreckspatzen ist’s egal, Gelegenheits-Geländefahrern hingegen nicht – Scheuerstellen am Tank. Ein anliegendes Knie rubbelt in Verbindung mit Staub, Schlamm und den häufigen Positionswechseln in kürzester Zeit jeden Tank auf. Einzige Abhilfe: großzügig abkleben.

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Den Dreh raus: Geringerer Reifenluftdruck erhöht im Gelände zwar den Grip, aber auch die Gefahr, dass sich der Reifen auf der Felge dreht und das Ventil abreißt. Hochgedrehte Sicherungsmuttern gewähren mehr Bewegungsfreiheit und weisen bei schrägem Ventil auf die Gefahr hin.

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Schwer auf Draht: Wird bei der Montage neuer Griffe zuviel geschmiert, oder findet Feuchtigkeit einen Weg unter die Gummis, neigen diese zum Durchrutschen. Drahtsicherungen verhindern dies. Die verzwirbelten Enden so anbringen, dass keine Gefahr für die Handschuhe besteht.

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Ganz schön spritzig: Festgebackene, trockene Gabeldichtringe verschlechtern das Losbrechmoment und das Ansprechverhalten der Gabel. Oft helfen bereits wenige Spritzer Öl unter die Dichtlippen, und die Sache flutscht wieder. Sind die Gummiringe bereits porös, hilft nur der Austausch.

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