So geht's Wiederzulassung

Um ein abgemeldetes Motorrad zum Saisonstart wieder zuzulassen, darf man damit unter bestimmten Voraussetzungen zur Zulassungsstelle fahren. Auch andere Fahrten ohne gültiger Plakette auf dem Kennzeichen können legal sein. 2Räder klärt auf.

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Wer nach der Winterpause feststellt, dass beim abgemeldeten Motorrad zwischenzeitlich die Frist für die Hauptuntersuchung (HU) abgelaufen ist, der hat bei der Wiederzulassung ein Problem: Ohne gültige HU keine Anmeldung. Deswegen muss das abgemeldete Bike vorher zu TÜV oder Dekra. Eine solche Fahrt muss jedoch nicht im Transporter oder auf dem Hänger erfolgen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist’s erlaubt, auf den eigenen zwei Rädern zu fahren, auch wenn noch keine neue Plakette auf dem Kennzeichen klebt: Eine Fahrt zur Prüfstelle ist laut TÜV Süd gleichberechtigt mit einer Fahrt zur Zulassungsstelle. Sprich: Zwingend notwendig sind das (ungestempelte und korrekt am Motorrad angebrachte) amtliche Kennzeichen und eine Versicherungsbestätigung (früher Doppelkarte). Achtung: Die Versicherungsbestätigung darf nicht erst mit dem Tag der Zulassung gültig werden! So ist die Fahrt auf direktem Weg vom Stellplatz des Fahrzeugs zur Prüfstelle (TÜV, Dekra, GTÜ) oder/und zur Zulassungsstelle und auch wieder zurück legal. Gesetzlich geregelt ist dies durch die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Deren § 23 erlaubt solche „Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen“, unter den genannten Umständen innerhalb des auf dem Kennzeichen ausgewiesenen und eines angrenzenden Zulassungsbezirks, sprich innerhalb des eigenen und, wenn nötig, eines Nachbarlandkreises. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft empfiehlt dennoch, vor solchen Fahrten mit einem nicht zugelassenen Motorrad seine Versicherung zu informieren. Zum Nachweis des Fahrziels ist es auch empfehlenswert, einen Termin mit der Prüfstelle vereinbart zu haben. Eine Vorab-Information der Zulassungsstelle ist jedoch nicht notwendig.

Für Motorräder mit Saisonkennzeichen gilt jedoch eine andere Regelung: Falls, so der TÜV Nord, der HU-Termin außerhalb des Zulassungszeitraums liegt, muss die Untersuchung im ersten Monat nach Wiederinkrafttreten der Zulassung durchgeführt werden.
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Infos zur Wiederzulassung

Anfallende Gebühren

·    Wiederzulassung, wenn bereits Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II vorhanden sind: 11,40 Euro
·    Wenn nicht: zusätzlich 8,70 Euro für den Umtausch der alten Papiere in die neuen
·    Zuteilung eines neuen Kennzeichens: 26,10 Euro
·    Wunschkennzeichen: 10,20 bis 12,80 Euro
(Gebühren variieren zwischen den einzelnen Ämtern, die Zahlen sind die gültigen Sätze der Stadt Köln)


Notwendige Papiere

·    Personalausweis oder Pass des Fahrzeughalters
·    Vollmacht (nur bei Vertretung, Personalausweis oder Pass des Vertreters)
·    Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. Abmeldebescheinigung),
·    Zulassungsbescheinigung Teil II (bzw. Kfz-Brief)
·    Einzugsermächtigung für Kfz-Steuer (Formulare gibt’s auf der Zulassungsstelle, Bankverbindung parat haben!)
·    Noch vorhandene Kennzeichen

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