Kaufberatung Frühjahrsschnäppchen Richtig sparen beim Motorradkauf

Die neue Motorradsaison steht vor der Tür. Wolle mer se reinlasse? Unbedingt! Und am liebsten mit einem nigelnagelneuen Motorrad. Das kann samt Ausstattung richtig viel Geld kosten. Muss es aber nicht. MOTORRAD verrät, wie sie beim Kauf eines neuen Motorrad richtig viel Geld sparen können.

Foto: Hersteller

Geiz ist geil!“ - das ist der wohl dämlichste Werbeslogan der letzten Jahre, denn er verleiht dem zutiefst menschlichen Sparbedürfnis etwas sehr Aggressives. Geiz ist nämlich eine Wesensart, die immer auf Kosten anderer geht. Und Geschäfte auf Kosten anderer mögen anfangs zwar unglaublich clever aussehen, zahlen sich auf Dauer aber fast nie aus. Auf den Motorradmarkt übertragen bedeutet das, dass der Kauf beim bis aufs Unterhemd heruntergehandelten Händler meist nur sehr bedingt „nachhaltig“ sein wird. Ein kurzfristiger Werkstatttermin? Eine möglichst schnelle Ersatzteilbeschaffung außerhalb des normalen Bestellturnus? Ein Erfolg versprechend formulierter Kulanzantrag? Pannenhilfe am Freitagabend und mitten in der Saison? Wer sicher ist, das alles niemals zu brauchen, soll gern weiter der Geiz-ist-geil-Mentalität frönen. Alle anderen mögen die alte Kaufmannsweisheit beherzigen: Die besten Geschäfte sind immer diejenigen, bei denen beide Seiten zufrieden sind. Um solche Geschäfte geht es in dieser Geschichte. MOTORRAD hat zusammengetragen, was die zehn Erstplatzierten der Zulassungs-Hitparade ganz offiziell an Frühjahrsverkaufsaktionen zu bieten haben. Das ist mal sehr viel, wie zum Beispiel bei Suzuki und Yamaha. Und das ist auch mal eher wenig bis gar nichts, wie bei BMW und Ducati. Verständlich, denn wer bereits sehr gut verkauft oder sogar ausverkauft ist, muss seine Ware nicht noch günstiger anbieten. Stehen allerdings noch Vor- oder gar Vorvorjahresmodelle auf Halde und gab es zwischenzeitlich Modellpflege oder gar -wechsel, ist man als Hersteller oder Importeur natürlich viel eher geneigt, Sonderangebote zu machen. Und die sind durchaus im beiderseitigen Interesse: Der Kunde kann massiv sparen; der Händler bekommt Maschinen vom Hof, die richtig wehtun, und er gewinnt Kunden, die ansonsten vielleicht nur eine Gebrauchtmaschine und die möglicherweise auch noch von privat gekauft hätten. Besagte Frühjahrsaktionen sind also klassische Win-win-Situationen, wie es im fiesen Marketing-Denglisch heißen würde.

Neben den offiziellen Aktionen gibt es aber auch noch inoffizielle. Für die hat sich MOTORRAD ganz besonders interessiert und dafür Händler befragt, Marken-Insider bemüht und nicht zuletzt ausgiebig auf den einschlägigen Verkaufsplattformen im Internet recherchiert. Dabei kommen zum Teil höchst interessante Informationen zutage, die den Aussagen mancher vermeintlicher Premiumanbieter („Wir verramschen unsere Motorräder nicht!“) etwas zuwiderlaufen. Was nicht weiter verwunderlich ist, denn keine Modellpalette ist so homogen, als dass sie nur aus Bestsellern bestehen würde. In nahezu jedem Programm lassen sich potenzielle „Standuhren“ finden, bei denen auch erfolgreiche Händler zu gewissen Zugeständnissen bereit sind, um den Kunden nicht an eine andere Marke zu verlieren. Um aber realistisch einschätzen zu können, über welchen preislichen Spielraum Motorradhändler überhaupt verfügen, ist etwas Hintergrundwissen hilfreich. Bitte schön: Die Händlermarge bei Neumaschinen liegt je nach Marke und Modell zwischen 13 und 20 Prozent - in der Praxis meist eher bei 13 und nur höchst selten bei 20. Das gilt aber nur für absolut glatte Geschäfte, die es eigentlich nie gibt. Jeder Nachlass, jede noch so kleine Zugabe, jede Überhöhung bei der Inzahlungnahme von Gebrauchtmaschinen schlägt direkt auf die Marge durch.

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Foto:

Wer mit einem zweistelligen Ertrag rechnen kann, darf sich sehr glücklich schätzen. Meist bleibt es im überschaubaren einstelligen Bereich. Bitte nicht vergessen: Das ist nicht der Gewinn, denn davon müssen Personal, Räumlichkeiten, Finanzierungskosten und Werbung bezahlt werden. Wer also davon ausgeht, dass sich sein Händler beim Verkauf eines 15 000-Euro-Motorrads so um die 2000 bis 3000 Euro reinschiebt, ist ein ziemlicher Träumer. Etwas großzügiger kann der Händler bei Vorführmaschinen rechnen. Mit sechs bis acht zusätzlichen Prozentpunkten ist er beim Einkauf dabei und muss das Motorrad im Gegenzug mindestens drei bis sechs Monate auf seinen Namen laufen lassen. Das Vorführergeschäft ist aber ein sehr übersichtliches, die Hersteller und Importeure begrenzen verständlicherweise die Zahl der bezuschussten Motorräder. Die früher - besonders zum Jahresende - gern genommenen Zulassungsprämien gibt es heute praktisch kaum noch. Besonders BMW war in Sachen Tageszulassungen ganz weit vorn dabei, doch mittlerweile haben es die Bayern nicht mehr nötig, mit solchen Tricks die Zulassungsstatistik zu tunen, und auch die Japaner sind mangels Marketing-Masse kaum noch zu solchen Spielchen bereit.

 

Wer beim Neukauf ein Superzins-Angebot nutzt, sollte daran denken, dass er damit den Verhandlungsspielraum beim Kaufpreis beschneidet. Die finanzierende Bank erhält nämlich immer den vollen, marktüblichen Zinssatz. Die Differenz zum Superzins ist eine Verkaufshilfe, die sich der Hersteller bzw. Importeur und der Händler teilen. Wenn es gut läuft, Hälfte/Hälfte, in gar nicht so seltenen Fällen aber auch noch mehr zulasten des Händlers. Gleiches gilt meist auch für besondere Ausstattungs- oder Zubehör- und Bekleidungspakete. Auch die finanziert der Händler mit. Der gebeutelte Händler hat im Gegenzug aber auch (eher kleine) Verdienstmöglichkeiten, von denen Otto Normalkunde nichts ahnt. So können normal kalkulierte Finanzierungen dem Händler durchaus ein Extra-Bonbon liefern. Zum Beispiel durch Zusatzleistungen, die er dem Kunden mitverkauft. Sehr gern genommen: eine Restschuldversicherung, für die der Händler Provision kassiert. Früher gern in Form diskreter Schecks, heutzutage eher als Sammelpunkte, die später in Sachprämien eingetauscht werden können. Wenn ein Händler den vermeintlichen Mehraufwand einer Finanzierungsabwicklung gern auf sich nimmt, muss dahinter also nicht nur reine Menschenfreude stecken. Doch wie gesagt: Das gilt nur für Finanzierungen zu banküblichen Konditionen.

Wer sich nun zum Händler aufmacht, um möglichst günstig einzukaufen, sollte einen ganz wesentlichen Aspekt berücksichtigen: die psychologische Komponente. Den meisten Händlern ist es nämlich ganz und gar nicht egal, an wen sie verkaufen. Wer sein Gegenüber als reinen Rabatt- und nicht als Motorradverkäufer behandelt, muss sich nicht wundern, bei Preisgesprächen relativ frühzeitig auf Granit zu beißen. Was verständlich ist, denn wer damit rechnen muss, auch bei Werkstattaufträgen und anderen Geschäften einen Erbsenzähler und Querulanten am Tresen zu haben, verzichtet womöglich lieber auf das Geschäft. Deshalb muss kein Kunde zum devoten Allesschlucker werden, doch wer mit Charme und etwas Feingefühl zu Werke geht, wird fast immer erfolgreicher sein als der prollige Rabattfeilscher. Merke: Auch Motorradhändler möchten Spaß an ihrem Job haben - und dieser Spaß hat auch, aber eben nicht nur mit Verkaufspreisen zu tun.

 

Gleiches gilt übrigens auch beim Zubehör- und Bekleidungskauf. Wer einen neuen Helm, neue Stiefel oder gar eine neue Kombi benötigt, findet jetzt die besten Angebote. Und das nicht unbedingt nur bei den großen Discountern und Zubehörketten, denn die sind durch extrem professionelle Lagerhaltung frühzeitig in der Lage, Überbestände und Restposten zu erkennen und entsprechend übers Jahr verteilt zu vermarkten. Etwas anders sieht das beim kleinen Krauter um die Ecke aus, der eigentlich gar keine Zeit (und Lust) für den Klamottenverkauf hat und schon seit Jahren zu Saisonbeginn den gleichen Helm von einem Regal ins andere räumt oder bei dem schon seit Ende des letzten Jahrtausends eine mint-fliederfarbene Kombi auf Kunden wartet. Wer auf modische Aktualität verzichten kann und Farben mag, findet garantiert echte Schätzchen, bei denen der Händler fast jede Sauerei mitmacht, um die Altlast zu entsorgen. Die früher gern erzählten Horrorgeschichten von Helmen, die unbenutzt nach ein paar Jahren von allein zerbröseln, kann man getrost vergessen. Wenn ein Helm nicht gerade zehn Jahre im sonnigen Schaufenster verbringen musste, kann man ihn bedenkenlos kaufen. Vorausgesetzt, er wurde fachgerecht (also trocken und lichtgeschützt im Karton) gelagert. Moderne Kunststoffe - und das gilt auch für gespritzte („thermoplastische“) Schalen - sind seit gut 15 Jahren recht unbedenklich.

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Aprilia

Kontakt: Piaggio Deutschland GmbH, Marie-Curie-Straße 8, 50170 Kerpen, Tel. 0 08 00/1 55 65 50, www.aprilia.de, info@aprilia.de

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: keine.

Finanzierungsangebote: bankübliche Konditionen, keine Sonderzinssätze.

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Die zweizylindrige Tuono 1000 R (bis 2010 offiziell im Angebot, Listenpreis ab 11 913 Euro) ist ab 8600 Euro zu bekommen. Die Mana 850 gibt es noch als 2008er-Modell und ohne ABS nagelneu für unter 7000 Euro (Achtung: z. T. als Grau-Import), 2011er-Modelle kosten rund 1000 Euro mehr.

 

Potenzielle Ladenhüter: Bei der Dorsoduro 750 und auch bei der 1200er sind einige Aprilia-Händler zu fast jeder Schandtat bereit. 1500 bis 2000 Euro unter Listenpreis sollten machbar sein. Die Mana 850 ist ebenfalls ein Modell, das nur mit großen Nachlässen zu verkaufen ist.

 

Fazit:

Von Aprilia erhalten die Händler keinerlei Unterstützung, was etwas unverständlich ist, denn außer Shiver, RSV4 und auch der Tuono verkaufen sich die Italienerinnen eher unbefriedigend.

Foto: BMW

BMW

Kontakt: BMW AG, Petuelring 130, 80809 München, Tel. 01 80/5 00 19 72, www.bmw-motorrad.de, motorrad@bmw.de 

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: „Führerschein-Zuschuss“: 1000 Euro beim Kauf einer neuen BMW (ausgenommen S 1000 RR) bei bestandener Motorradführerscheinprüfung im vierten Quartal 2011 oder 2012; „Einsteiger-Paket BMW-Motorrad Fahrerausstattung“: Komplettausstattung für 699 statt 1220 Euro, gültig für alle, die 2012 ihre Führerscheinausbildung begonnen oder bereits absolviert haben. 

 

Finanzierungsangebote: Finanzierungsprogramm „3easy Ride“: 3,3 % effektiver Jahreszins, 33 Monate Laufzeit, 33 % Anzahlung, 33 % Schlussrate, drei Optionen bei Vertragsende (Rückgabe, Anschlussfinanzierung, Übernahme durch Zahlung der Schlussrate); für alle Neu- und Vorführmotorräder, gültig bis 30.06.2012.

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Die zum Modelljahr 2012 aus dem Programm verschwundene G 450 X ist noch vereinzelt als Vorführer für unter 7000 Euro zu bekommen. Von der Erstauflage der S 1000 RR stehen auch noch einige Exemplare für unter 16 000 Euro bei den Händlern.

 

Potenzielle Ladenhüter: Die G 650 GS verkauft sich schlechter als erwartet; die R 1200 RT ebenfalls, bei der K 1300 R/S ist auch noch Luft.

 

Fazit:

Starke Schwankungen zwischen Nord- und Süddeutschland: Im Norden bleiben die nackten R-Modelle stehen, im Süden eher die S. Bester Tipp für Schnäppchenjäger: die S 1000 RR als 2011er-Tageszulassung.

Foto: Ducati

Ducati

Kontakt: Ducati Motor Deutschland GmbH, Emil-Hoffmann-Straße 55-59, 50996 Köln, Tel. 0 22 36/3 91 20, www.ducati.de, info@ducati.de

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: keine.


Finanzierungsangebote: bankübliche Konditionen, keine Sonderzinssätze. 

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Ganz vereinzelt sind noch 1100er-Multistradas (bis 2009) mit Tageszulassung zu finden, für die dann unter 10000 Euro aufgerufen werden. Ansonsten siehts sehr mau aus.

 

Potenzielle Ladenhüter: Nahezu Fehlanzeige, fast alle Modelle gehen wie geschnitten Brot. Einzige Ausnahme: Die 796 Hypermotard braucht eigentlich niemand, und auch die 1100er-Schwester hat ein gewisses Beharrungsvermögen im Showroom. Mit etwas Glück sollten rund 1000 Euro unter Listenpreis machbar sein.

 

Fazit:

Wer hätte das gedacht: Aus dem Sorgenkind und potenziellen Schnäppchenanbieter ist eine Premiummarke geworden, deren Händler nichts verschenken müssen. Mehr als fünf Prozent sind nur selten drin.

Foto: Harley-Davidson

Harley-Davidson

Kontakt: Harley-Davidson GmbH, Starkenburgstraße 12, 64546 Mörfelden, Tel. 01 80/3 00 13 40, www.harley-davidson.de, kontakt@harley-davidson.com

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: keine.

Finanzierungsangebote: bankübliche Konditionen, keine Sonderzinssätze.

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Die XR 1200 in ihrer Urversion (bis 2010) steht noch bei einigen Händlern und kostet rund 1000 Euro unter Liste. Ansonsten gilt: Aus dem Programm genommene Modelle (z. B. Cross Bones, Rocker) werden immer noch zum ehemaligen Neupreis gehandelt - oder sogar etwas darüber.

 

Potenzielle Ladenhüter: Das Sorgenkind im Harley-Programm heißt Softail Blackline. Wenn überhaupt, sind Händler praktisch nur bei diesem aktuellen Modell zu Zugeständnissen bereit. Beliebte Lösung: Zubehörauspuff und/oder Lenkerumbau gehen aufs Haus. Die XL 1200 Nightster fliegt in absehbarer Zeit aus dem Programm, die Kundschaft greift mittlerweile viel lieber zur Forty-Eight, gezielte Nightster-Anfragen könnten sich also ggf. lohnen.

 

Fazit:

Die Zeiten, in den Harleys verteilt und nicht verkauft wurden, sind zwar längst vorbei, aber eine ausgeprägte Preisdisziplin ist den Händlern immer noch eigen. Statt Nachlass gibts meist nur Naturalien.

Foto: Honda

Honda

Kontakt: Honda Deutschland GmbH, Sprendlinger Landstraße 166, 63096 Offenbach, Tel. 0 18 05/20 20 90, www.honda.de, info@honda.de

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: VFR 1200 F: Hauptständer und Koffersatz inklusive, Preisvorteil 1200 Euro; Fireblade: 2012er-Modell mit ABS zum 2011er-Preis ohne ABS (15285 Euro inkl. NK); „Zielpreiskampagne“: CB 600 F für 7990 statt 8855 Euro, CB 600 S für 6990 statt 7905 Euro, CBF 1000 für 9990 statt 11155 Euro (alle Preise inkl. NK); „Führerscheinzuschuss“: 10 % Nachlass auf den UVP für die ersten 2000 Fahranfänger (max. 1000 Euro, gültig für zulassungsfähige Motorräder über 50 cm³).

 

Finanzierungsangebote: „50/50-Finanzierung“: 50 % des Kaufpreises zahlen, zwei Jahre ohne Zinsen und Raten fahren, danach drei Optionen (Rückgabe, Restbetrag zahlen, Anschluss-finanzierung), effektiver Jahreszins 0,0 %.

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Das zuletzt 2010 angebotene Automatikmotorrad DN-01 gibts für deutlich unter zehn Mille (Liste 11190 Euro); die Vorjahres-Fireblade kostet um 12000 Euro (Liste 14990 Euro plus Nk).

Potenzielle Ladenhüter: Die Transalp hat es sehr schwer, das gilt auch für den Chopper VT 1300 X, der für unter 11000 Euro zu bekommen ist (Liste knapp 14 Mille). Ansonsten: siehe oben.

 

Fazit:

Der gemeine Schnäppchenjäger muss sich nicht übermäßig anstrengen, um im Honda-Programm fündig zu werden. Einige Händler agieren wie zu besten Schleuder-Zeiten und verderben den Kollegen das Geschäft.

Foto: Hersteller
Leinen los hieß es für Kawasaki im Jahr 1878, in dem das Unternehmen sein Imperium im Schiffsbau begründete. Die ersten Motorräder wurden erst 1961 vom Stapel gelassen und nehmen einen vergleichsweise kleinen Teil der Kawasaki-Geschäfte ein. Dafür einen sehr emotionalen, was sich auch im Logo ausdrücken soll. Das
Leinen los hieß es für Kawasaki im Jahr 1878, in dem das Unternehmen sein Imperium im Schiffsbau begründete. Die ersten Motorräder wurden erst 1961 vom Stapel gelassen und nehmen einen vergleichsweise kleinen Teil der Kawasaki-Geschäfte ein. Dafür einen sehr emotionalen, was sich auch im Logo ausdrücken soll. Das "Flying K" symbolisiert die Herausforderung, sich der Zukunft zu stellen, so Kawa. Seit 2003 steht es nicht mehr alleine, sondern nur noch zusammen mit dem Firmennamen und wahlweise dem Slogan "Let the good times roll" (Lass die guten Zeiten rollen). Die Farbe ist Rot, in den 1960ern und 1970ern war sie Schwarz oder Grün.

Kawasaki

Kontakt: Kawasaki Motors Europe N. V. Niederlassung Deutschland, Max-Planck-Straße 26, 61381 Friedrichsdorf, Tel. 0 61 72/73 40, www.kawasaki.de, info@kawasaki.de 

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: 10 % Preisnachlass auf alle Straßenmodelle des Modelljahrs 2011, noch ältere Baujahre mit zusätzlichem Sonderrabatt; „Starter-Bonus“: für alle, die 2012 ihren Führerschein (A oder A1) gemacht haben, 1 Euro Ersparnis pro cm³, max. 1000 Euro, gilt für KLX 125, D-Tracker 125, KLX 250, Ninja 250 R, Versys, ER-6n/f, Z 750/R, VN 900, Z 1000/SX, Versys 1000. 

 

Finanzierungsangebote: „Easy to Bike - E2B“: effektiver Jahreszins ab 1,99 %, Garantieverlängerung auf vier Jahre inklusive, ggf. auch ohne Anzahlung (Kawasaki-Empfehlung 20 %), drei Optionen nach Ablauf (Rückgabe, Kauf, Anschlussfinanzierung).

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Es sind noch viele ZX-10R und ZZR 1400 im Umlauf, bei denen außer der offiziellen Kawa-Aktion noch etwas mehr drin ist. Im Verhältnis noch günstiger: 1400 GTR, die es schon für deutlich unter 14000 Euro gibt (Liste 17495 Euro). Schnäppchenfarbe: Weiß - das will momentan niemand mehr.

 

Potenzielle Ladenhüter: Siehe oben. Und auch die W 800. Finden alle toll, kauft keiner.

 

Fazit:

Kawasaki konnte als einziger japanischer Hersteller im Vorjahr zulegen. Die positive Entwicklung merkt man dem Programm an, die ganz große Rabatt-Welle rollt nicht mehr - oder nur noch für echte Lagerware.

KTM

Kontakt: KTM Sportmotorcycle GmbH, Hohenburger Straße 55, 92289 Ursensollen, Tel. 0 96 28/9 21 10, www.ktm.de, customerservice@ktm.at

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: keine. 

 

Finanzierungsangebote: bankübliche Konditionen, keine Sonderzinssätze. Inoffizielle Angebote Vorjahres-/Auslaufmodelle: Praktisch Fehlanzeige. Mit einer Ausnahme: gut abgehangene RC8 werden verschleudert. So kann man relativ einfach eine 2009er für unter 10000 Euro schießen - der (allerdings niemals gezahlte)Listenpreis betrug mal rund 16 000 Euro. Bitte unbedingt beachten: Die RC8 bekam diverse Updates verpasst, unbedingt vom Händler bestätigen lassen.


Potenzielle Ladenhüter: Toll für KTM, schlecht für Schnäppchenjäger - außer der besagten RC8 sind im aktuellen KTM-Programm keine Modelle zu finden, über die sich Preisgespräche lohnen würden.

 

Fazit:

Den Österreichern geht es wie Ducati: vor gar nicht langer Zeit am Boden, jetzt obenauf. Das verhindert Schnäppchenangebote, sorgt aber auch für gute Preisstabilität bei Gebrauchten - was Besitzer freut.

Foto: Suzuki

Suzuki

Kontakt: Suzuki International Europe GmbH, Suzuki-Allee 7, 64625 Bensheim, Tel. 0 62 51/5 70 00, www.suzuki.de 

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: Mehrwertsteuer „geschenkt“ beim Kauf eines Supersportlers (alle Modelljahre außer 2012) oder Cruisers (alle Modelljahre), gültig bis 31.3.2012; „Best-Price-Bikes“: mit und ohne Tageszulassung aus 2007 bis 2010 mit stark reduzierten Preisen; „Editions-Pakete“: Gratiszubehör für neue GSX 1250 F (Scheibe, Dekor, Koffer/Träger, Wert 835 Euro), GSX 650 F (Scheibe, Hauptständer, Topcase, Wert 609 Euro), Burgman 400 ABS (Scheibe, Topcase, Wert 509 Euro), gültig bis 31.3.2012; Zubehör-/Bekleidungsgutschein im Wert von 600 Euro beim Kauf einer GSR 750 ABS bis 31.3.2012.

 

Finanzierungsangebote: 1,99 % effektiver Jahreszins beim Kauf zulassungsfähiger Neu- und Vorführmotorräder, gültig bis 31.3.2012.

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Bitte die Rubrik „Offizielle Angebote“ beachten - damit dürfte schon viel gesagt sein. Wer noch etwas länger sucht, stolpert über Vor(vor)jahresmodelle der GSX-R 1000 K9, die für unter zehn Mille angeboten werden - günstiger ist kein Supersportler. Potenzielle Ladenhüter: Bandit 1250 (ab 7500 Euro), VL 800 (unter 8000 Euro), VLR 1800 (ab 11500 Euro) - und natürlich die B-King.

 

Fazit:

Alles muss raus! Große Schnäppchenwochen bei Suzuki! Wenn man im letzten Jahr in Deutschland weniger Maschinen als Harley-Davidson verkauft hat, muss etwas passieren. Tut es auch - auf zum Suzuki-Dealer!

Foto: Triumph

Triumph

Kontakt: Triumph Motorrad Deutschland GmbH, Raiffeisenstraße 1, 61191 Rosbach v. d. Höhe, Tel. 0 60 03/82 90 90, www.triumph-motorcycles.com, info.de@triumph.co.uk

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: Ausstattungspakete für Street Triple und Street Triple R inklusive: Instrumentenabdeckung, Kühlerabdeckung und Motorschutz in der jeweiligen Fahrzeugfarbe inklusive, Preisvorteil 557 Euro.


Finanzierungsangebote: „Triumph to go“ für Street Triple und Street Triple R: 3,99 % effektiver Jahreszins, 30 % Anzahlung, Monatsrate 99 Euro, inkl Zubehör- und/oder Bekleidungspaket im Wert von 675 Euro, eventuell benötigter 34-PS-Drosselkit kostenlos.

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Offiziell gibt es so etwas bei Triumph nicht. Inoffiziell stehen sich die Zweizylinder-Klassiker und (zumindest in ländlichen Regionen) auch die Chopper/Cruiser bei vielen Händlern die Reifen platt. Manch einer kann sich nicht mehr erinnern, wann er die letzte Scrambler oder Thruxton verkauft hat. Während die offizielle Twin-Welt erst bei 8690 Euro beginnt, geht‘s inoffiziell bereits bei etwas über 7000 Euro los.

 

Potenzielle Ladenhüter: Siehe Vorjahres-/Auslaufmodelle - dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Fazit:

Die Triumph-Welt ist zweigeteilt: Die Dreizylinder-Straßenmaschinen und die Tiger-Modelle verkaufen sich blendend, der eigentlich bildhübsche Rest geht eher zäh bis gar nicht. Das würde Triumph aber nie zugeben.

Yamaha

Kontakt: Yamaha Motor Deutschland GmbH, Hansemannstraße 12, 41468 Neuss, Tel. 0 21 31/2 01 30, www.yamaha-motor.de, info@yamaha-motor.de

 

Offizielle Angebote

 

Sondermodelle/Verkaufsaktionen: „Aktionspreise“ bis zum 30.6.2012: XVS 950 A Midnight Star 7950 statt 9650 Euro, XVS 1300 A Midnight Star 9495 statt 11 495 Euro, XVS 1300 A Midnight Star (Integralbremse) 10995 statt 11995 Euro, TDM 900 A 9995 statt 11095 Euro, XT 1200 Z Super Ténéré ABS in der Worldcrosser-Kit-Edition für 13995 statt 14950 Euro; „Starter-Promotion“: Bei Führerscheinerwerb zwischen dem 1.7.2011 und 30.6.2012 gibts 500 Euro Nachlass beim Kauf eines Rollers/Motorrads (125 bis 750 cm³) oder kostenloses Yamaha-Zubehör, Wert 1000 Euro.

 

Finanzierungsangebote: Unterschiedliche Angebote ab 2,99 % effektiver Jahreszins; erste Rate auf Wunsch erst 180 Tage nach Kauf fällig. 

 

Inoffizielle Angebote

 

Vorjahres-/Auslaufmodelle: Eine nagelneue R1 für deutlich unter 12000 Euro? Kein Problem, der Modellwechsel 2012 machts möglich, und es stehen noch diverse 2009er bis 2011er bei den Händlern. Ebenfalls ab 11500 Euro im Angebot: die Super Ténéré, die im direkten Vergleich mit der GS von BMW nicht aus dem Kreuz kommt.

 

Potenzielle Ladenhüter: Bitte die o. a. Aufstellungen um MT-03 und MT-01 ergänzen.

 

Fazit:

2011 war für Yamaha ein Katastrophenjahr: letzter Platz in der Japaner-Wertung, nur Platz sechs bei den Zulassungen. Mittlerweile verkauft sich sogar der 2011er-Bestseller XJ6 zäh - Schnäppchenalarm! 

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