Vor das Schaltgetriebe haben Ingenieure die Kupplung gesetzt. Aber warum gibt es Trocken- und Ölbadkupplungen? Welche Vor- und Nachteile haben sie jeweils?

Trockenkupplung und Ölbadkupplung Vorteile und Nachteile

"Welche Vorteile hat eine Trockenkupplung gegenüber einer Ölbadkupplung?", fragt PS-Leser und Ducati-Panigale- Besitzer Daniel Fink. PS-Technik-Versteher Werner "Mini" Koch antwortet.

Die Vorteile der Trockenkupplung haben sich im Lauf der Jahre drastisch reduziert. Bei Rennzweitaktern und manchen Viertaktern der 70er- und 80er-Jahre sollten sie sogenannte Panschverluste veringern. Diese entstehen, wenn die Kupplung im Ölbad rotiert, zudem kann Öl aufschäumen, wenn der rotierende Kupplungskorb Luft und Öl vermischt.

Dieses Problem hat man bei modernen Ölbadkupplungen weitgehend gelöst, indem die Kupplung hoch über dem Ölstand der Nasssumpfschmierung rotiert. Zudem sind die meisten Kupplungen vom Ölsumpf abgeschottet.

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Bei älteren Ölbadkupplungen mit Sintermetallbelägen können Sinterpartikel in den Ölkreislauf gelangen und an den Gleitlagern Schäden verursachen. Das kann bei der Trockenkupplung nicht passieren. Denn hier läuft der Kupplungskorb mitsamt Reibscheiben außerhalb des Ölbades.

Weitere Vorteile der Trockenkupplung: Beläge lassen sich einfach wechseln und die Einstellungen am Anti-Hopping-System von außen verändern. Nachteile: oftmals schlechte Dosierbarkeit beim Vollgasstart und die thermische Überlastung bei schleifender Kupplung.

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