Umbau-Tipps für die Rennstrecke Auf zur Renne

Die Jungfernfahrt zur Rennstrecke ist ein spezielles Ereignis. Um den ersten ­Auftritt zu vereinfachen, hier ein paar Tipps und Tricks für Einsteiger.

Foto: Jahn

Jedes erste Mal ist etwas Besonderes. Um den Genuss an der Sache zu maximieren, sollte vor dem Start in den ersten Turn jedoch Folgendes bedacht werden. Anfahrt: Mit dem Moped auf Achse zum Ring zu fahren, ist nicht ratsam. Selbst bei einem harmlosen Ausrutscher kann das Bike ruck, zuck fahruntüchtig sein, Stichwort: durchgeschliffener Motorgehäusedeckel.

Nie alleine: Wer alleine an die Rennstrecke reist, sollte den Veranstalter bei der Einschreibung darüber in Kenntnis setzen. Oder die Leute, mit denen er sich eine Box teilt. Der Einzelgänger sollte zumindest irgendwem an der Strecke ein paar Infos über sich geben, die im Falle eines Falles hilfreich sind. Denn selbst bei einer harmlosen Gehirnerschütterung kann ein Abtransport in einem Sanitätsauto notwendig werden. Dann stehen Bike, Auto und das andere Equipment herrenlos an der Strecke herum. Daher den vollen Namen, die Handynummer eines Angehörigen, den Lagerort der Geldbörse und des Autoschlüssels an jemanden weitergeben.

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Foto: markus-jahn.com

Schutzkleidung und Reifen

Schutzkleidung: Natürlich ist es zu viel verlangt, von jedem zu erwarten, dass er vor dem ersten Auftritt eine Maßkombi kauft. Doch denkt daran, dass gerade die ersten Schritte auf der Strecke die gefährlichsten sind, das Sturzrisiko also etwas höher als bei routinierten Hobby-Racern ist. Daher bei Helm, Handschuhen, Stiefeln, Rückenprotektor und der Lederkombi nicht auf die Discounter-Variante setzen.

Reifen: Einsteiger brauchen keine Hightech-Slicks. Im Gegenteil, sie benötigen Reifen mit breitem Grenzbereich und einem großen Einsatzspektrum. Bei der Anmeldung oder vor der Anreise mit dem Veranstalter Kontakt aufnehmen und sich von ihm eine Empfehlung aussprechen lassen.

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Foto:

Checkliste Boxenausstattung

Die wenigsten Hobby-Racer besitzen den Luxus eines voll ausgestatten Rennmobils. Alle anderen müsen jedes Wochenende aufs Neue ihre sieben Sachen zusammensuchen und in den Transporter laden. Damit dabei möglichst nichts vergessen wird, hier ein Packlistenvorschlag. Die Liste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, tut aber in der PS-Redaktion bei Winter- und Rennstreckentests gute Dienste.

Werkzeug

  • Werkzeugkasten mit Grundausstattung
  • Schlüssel für beide Radachsen
  • spezielle Schlüssel (Bremssattel o.ä.)
  • kleiner Öltrichter
  • Ölfilterschlüssel
  • Kunststoffhammer
  • Kettentrenn-Werkzeug
  • Zwirbelzange und Sicherungsdraht
  • Meterstab
  • Kerzenschlüssel
  • Federbein-Hakenschlüssel
  • Durchschläge
  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschine und Bohrer
  • Dremel/Fräser
  • Bremsentlüfter und Auffangbehälter 
  • Fühlerlehre
  • Drehmomentschlüssel
  • Lötkolben und Zubehör


    Boxenausstattung
  • Montageständer v/h
  • Reifenwärmer
  • (Fahrrad-) Pumpe 
  • Kabeltrommel (Adapter für Ausland) 
  • Mehrfachstecker
  • Benzinkanister und Ausgießer
  • Boxenuhr
  • Schreibzeug
  • Laptop + Zubehör
  • Helmregal
  • Bierbankgarnitur(en)
  • Werkbank
  • Stühle
  • Handwaschpaste
  • kleiner Öltrichter
  • Multimeter
  • Reifen-Luftdruckprüfer
  • Kleinteile für Elektrik (Sicherungen, etc.)
  • Zwei-Komponenten-Kleber
  • Kaltmetall
  • Batterieladegerät

Verschleiss-, Sturz-, Klein-, Pflegeteile

  • Bremsflüssigkeit
  • Bremsbeläge
  • Kupplungsreibscheiben
  • Brems-/Kupplungshebel
  • Öl
  • Kabelbinder
  • Klebeband/Racetape 
  • Kette und Kettenschloss (oder endlos)
  • Endübersetzungen (Kettenrad/Ritzel)
  • Ketten zum Abschließen
  • Splinte
  • Nietzange und Blindnietmuttern
  • Schraubenkiste
  • Lenkerstummel links/rechts plus Griffgummis
  • Gaszüge
  • Gasgriff-Armatur 
  • Brems- und Kupplungsarmatur
  • Brems- und Kupplungshebel 
  • Raste links/rechts 
  • Schalthebel
  • Bremspedal hinten 
  • Gabelöl in verschiedenen Viskositäten 
  • Kettenspray
  • Kontaktspray Elektrik 
  • Bremsenreiniger
  • Ölspray
  • Putz- und Pflegemittel 
  • Lappen
  • Ölauffangbehälter
  • Zündkerzen
  • Kupferpaste
  • Schrumpfschläuche
  • Dichtmasse
  • Sicherungslack für Schrauben


    Sonstiges

    • Stirnlampe mit Batterien
    • große Taschenlampe
    • Startnummern
    • Transponderhalter
    • Federn für Gabel und Federbein
    • dB-Eater 
    • diverse Dichtungen 
    • Startermaschine
    Foto: markus-jahn.com

    Classic-Racing

    Richtig angasen kann man nicht nur mit sündhaft teuren Neufahrzeugen. Classic-Racing mit Youngtimern und richtig alten Rennmotorrädern beweist das Gegenteil. Und im Vergleich zum Hobby-Racing mit aktuellem Material kommt beim „Alt-eisen“-Sport noch ein ganz wesentlicher Aspekt hinzu: Charme. Es macht nämlich richtig Gaudi, mit einer 20 Jahre alten Honda Fireblade um den Kurs zu wetzen. Und es bietet handfeste Vorteile: Einsetzbare Motorräder sind auf dem Gebrauchtmarkt zu Schnäppchenpreisen erhältlich. Ebenso Sturz- und Verschleißteile, die für viele Racer à la CBR 900 RR bei Großhändlern, im Zubehörhandel und im Internet leicht zu bekommen sind. Auch der Reifenverschleiß hält sich dank des Leistungsspektrums der alten Boliden in vertretbaren Grenzen.

    Selbst auf komplette Meisterschaften muss nicht verzichtet werden. Wer mit einem Youngtimer angreifen will (CBR 600 F bis 1994, Kawasaki ZXR 750, Yamaha YZF 750 etc.) ist bei www.art-motor.de gut aufgehoben. Bei www.klassik-motorsport.de kann man mit echten Exoten Rennen fahren, während bei www.classicsuperbikes.de die Superbikes der Achtziger an den Start gehen.

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