Zahnradgetriebe Zahnradgetriebe

Da ein Verbrennungsmotor nur in einem begrenzten Drehzahlbereich verwertbare Leistung produziert, paßt ein Getriebe diesen Drehzahlbereich der jeweiligen Fahrsituation an.

Da ein Verbrennungsmotor nur in einem begrenzten Drehzahlbereich verwertbare Leistung produziert, paßt ein Getriebe diesen Drehzahlbereich der jeweiligen Fahrsituation an.


Beim Anfaheren ist große Zugkraft zum Beschleunigen bei geringer Raddrehzahl gefragt, also eine große Übersetzung zwischen Kurbelwelle und und Hinterrad. In einem Zahnradgetriebe greift deshalb im ersten Gang das kleinste Zahnrad auf der Getriebeingangswelle in das größte Zahnrad auf der Getriebausgangswelle. Hat zum Beispiel der erste Gang ein Übersetzungsverhältnis 4,0 und die Getriebeeingangswelle dreht mit 1000/min, dann dreht die Getriebeausgangswelle nur noch mit 250/min. Zugleich erhöht sich das Drehmoment um den Faktor vier, während die übertragene Leistung gleich groß bleibt (Leistung = Drehzahl x Drehmoment).

Mit zunehmender Gangzahl werden die im Eingriff stehenden Zahnräder auf der Getriebeeingangswelle größer, die auf der Getriebausgangswelle kleiner. Im letzten gang schrumpft das Übersetzungsverhältnis in der Regel auf einen Wert um 1,0, das heißt Eingangsdrehzahl ist dann gleich Ausgangsdrehzahl und Eingangsdrehmoment ist gleich Ausgangsdrehmonent.


Das Hinterrad hat dann die größte Drehzahl aber die geringste Zugkraft.


Vom Mokick aufwärts werden heute ausschließlich klauengeschaltete Zahnradgetriebe verwendet, die hakeligen Ziehkeilgetribe sind ausgestorben. Sobald der Fahrer den Schalthebel antippt, dreht sich die Schaltwalze im Getriebe. In ihr eingefräste Nutenbahnen führen die Schaltgabeln. Die Schaltklauen wiederum bewegen die Schaltklauen auf den Getriebewellen hin und her.


Jedes auf Getriebeein- und Getriebeausgangswelle sich gegenüberliegende Zahnradpaar besitzt ein Fest- und ein Losrad. Das heißt: Ein Zahnrad ist fest mit seiner Welle verbunden, sein gegenüberliegendes Pendant frei auf seiner Welle drehbar gelagert. Um den Kraftfluß von einer zur anderen Getriebewelle herzustellen, verzahnt sich die Schaltklaue mit dem jeweiligen Losrad.
In einem Klauengetriebe sind also immer alle Zahnradpaarungen im Eingriff, aber nur jeweils ein Losrad über die Schaltklaue mit der Getriebewelleformschlüssig verbunden.

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