Museumsbahnen (Archivversion)

Allein in Baden-Würtemberg gibt es 18 Museumseisenbahnen, die meisten davon mit privaten Vereinen als Träger. Schon etliche Jahre, bevor die letzten Dampfloks im Oktober 1977 endgültig ausgemustert wurden, hatten Dampflokfreunde begonnen, sich zu organisieren, um zumindest einige der rauchenden Ungetüme betriebsfähig zu erhalten - und natürlich auch, um mit ihren Prachtstücken zu fahren. Der Betrieb ist allerdings seit dem »Dampfverbot« auf den Strecken der DB, das zeitgleich mit der offiziellen Ausmusterung vor 20 Jahren verhängt wurde, nur noch auf privaten Strecken möglich.In der Regel zwischen Mai und Oktober heizen die Vereinsmitglieder ihre alten Schätze an und dampfen vor meist ebenso historischen Waggons durch die Gegend. Ihre Leidenschaft teilen die Hobby-Eisenbahner mit zahlenden Fans, um so wenigstens einen Teil der immensen Unterhaltskosten wieder hereinzubekommen. Unterwegs gibt es spezielle Fotostopps, wo nicht die Landschaft, sondern vielmehr der Zug fotografiert wird.Auf der Wutachtalbahn ist besonders viel Verkehr. Um die rund 120000 Fahrgäste pro Jahr zu bewältigen, warten im Lokschuppen von Fützen vier Dampfloks auf ihren Einsatz. Die Hauptarbeit machen die Tenderloks 86 333 und 93 1378. Die im Text erwähnte Schlepptendermaschine 50 2988 ist die dickste von allen und kommt zum Einsatz, wenn es mehr als neun Wagen zu ziehen gilt. Lok 93 1360 ist derzeit zerlegt und bekommt gerade einen neuen Kessel - sie kann erst in der nächsten Saison wieder mitdampfen.

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